Artikel in Kategorie: Medien
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NWZ: Die Gänsefüßchen-Piraten
Am Montag hatte ich mich nur gewundert, am Dienstag war es dann schon ärgerlich. Doch am gestrigen Mittwoch hat die NWZ mich dann ein wenig versöhnt:
In sämtlichen Infografiken zu den regionalen und lokalen Ergebnissen der Bundestagswahl fehlten sowohl am Montag als auch am Dienstag die Angaben für die Piratenpartei. Das allein wäre nicht weiter bemerkenswert. Parteien, die weit unter fünf Prozent bleiben, werden schließlich fast immer unter “Sonstige” subsumiert.
Die NWZ hatte sich jedoch die Mühe gemacht, eine “sonstige” Partei gesondert auszuweisen. In standesgemäßem Braun war abzulesen, dass die
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Schulpolitik: Welche Rolle spielt der Focus in der Affäre Brandt?
Über die niedersächsische Kultusministerin Heister-Neumann gäbe es viel Ärgerliches zu berichten. Etwa dass sie derzeit auf Wahlkampfveranstaltungen herumtönt, sie habe das Problem der Unterrichtsversorgung im Griff, während gleichzeitig in benachbarten Gymnasien der Unterricht im Fach Deutsch in erheblichem Umfang nicht erteilt werden kann.
Ein besonders unappetitliches Ärgernis um Frau Heister-Koppheister und ihr Ministerium ist die Affäre Brandt. Der niedersächsische GEW-Vorsitzende Eberhard Brandt ist der wohl profilierteste Kritiker der Ministerin. Gegen ihn wurde im April ein Disziplinarverfahren eingeleitet,
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Journalismus im Netz: Das Internet-Manifest
Gestern hat die “Crème brulée der Webexperten und Webjournalisten” (Jörg Wittkewitz) ein Internet-Manifest veröffentlicht. Es ist gewissermaßen die Antwort auf Hamburger bzw. Heidelberger Erklärungen und ähnlich gelagerte Elaborate aus Richtung Burda, Springer oder DJV.
Das Dokument wird intensiv diskutiert, erweitert, umgeschrieben, kritisiert und übel verrissen. Ein gut Teil der Kritik ist aus Sicht von Webworkern ohne Frage berechtigt. Etwa wenn Martin Recke von geballter Mittelmäßigkeit schreibt
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Nordwest-Zeitung geifert gegen Wikipedia
Wäre die Wikipedia ein Unternehmen wie vielleicht Jako, Sätze wie der folgende würden den Chef ganz sicher nach dem Abmahnanwalt rufen lassen:
“Das [Kindlers Literaturlexikon] ist keine Online-Enzyklopädie wie Wikipedia, in der jeder herumwerkeln kann, tendenziös, manipulierend und verfälschend.”
Quelle: NWZ (Hervorhebung durch mich.)
Es wird kaum besser dadurch, wenn im selben Kommentar Printliebhaber edel Bücher ins Regal stellen dürfen, während Datenbanknutzer vor dem Bildschirm hocken und der zugehörige Artikel mit Wo nicht nur Laien an Artikeln rummurksen überschrieben wird.
Doch die Wikipedia ist wohl eher kein Unternehmen, dass mit Abmahnanwälten freundschaftlich verkehrt. Lassen …
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NWZ: Jeder kann ein wenig Uwe Brandhorst sein
Ich halte mich mit genereller Kritik am regionalen Medienprimus Nordwest-Zeitung (NWZ) bislang ja eher zurück. Zum einen bin ich erst ein gutes Jahr vor Ort und kenne wesentliche Entwicklungen nur sehr vermittelt, zum zweiten finde ich die Leistungen des (gedruckten) Blattes gemessen an meinen Erfahrungen in Münster und Bochum gar nicht mal so schlecht.
Andere leiden offenbar sehr viel intensiver und bringen das auch zum Ausdruck. Der Wardenburger Unternehmer Uwe Brandhorst etwa macht in seiner wöchentlichen Internet-Kolumne regelmäßig Anmerkungen zur weitgehend monopolistisch strukturierten Print-Landschaft, zur wenig schmeichelhaft als “Medienmüll” bezeichneten Qualität …


