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	<title>50hz - Werkstatt für Netzkommunikation &#187; netzpolitik</title>
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		<title>Leistungsschutzgeld</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 12:48:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit der gewohnten Sch&#228;rfe der Argumente und der angemessenen Deutlichkeit im Ton schenkt Mario Sixtus der weinerlichen deutschen Verlegerszene das Silvester-Selters zu deren Lieblingsthema Leistungsschutzrecht ein:
&#8220;Wisst ihr was, Verleger? Haut doch einfach ab aus dem Web, wenn es euch  hier nicht gef&#228;llt. Nehmt eure Texte mit und druckt sie auf Papier oder  schickt sie meinetwegen per Fax weg. Denn: Euch hat niemand gerufen.&#8221;
Den ganzen Text gibt es bei carta. Und wer ich findet, dass man den Verlegern diesen Text ins erste Buch drucken sollte, kann das hier finanziell ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der gewohnten Sch&#228;rfe der Argumente und der angemessenen Deutlichkeit im Ton schenkt <a href="http://twitter.com/sixtus">Mario Sixtus</a> der weinerlichen deutschen Verlegerszene das Silvester-Selters zu deren Lieblingsthema <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsschutzrecht_f%C3%BCr_Presseverleger">Leistungsschutzrecht</a> ein:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wisst ihr was, Verleger? Haut doch einfach ab aus dem Web, wenn es euch  hier nicht gef&#228;llt. Nehmt eure Texte mit und druckt sie auf Papier oder  schickt sie meinetwegen per Fax weg. Denn: Euch hat niemand gerufen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Den ganzen Text gibt es <a href="http://carta.info/36869/verlegerforderung-leistungsschutzrecht-ja-habt-ihr-denn-ueberhaupt-keinen-stolz/">bei carta</a>. Und wer ich findet, dass man den Verlegern diesen Text ins erste Buch drucken sollte, kann das <a href="http://de.betterplace.org/projects/5443-offener-brief-leistungsschutzrecht">hier</a> finanziell bef&#246;rdern. (Danke an @<a href="http://twitter.com/oetting">oetting</a>, dass er das <a href="http://oetting.posterous.com/spendenaufruf-offener-brief-an-die-deutschen">organisiert</a>.)</p>
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		<title>Falls heute Abend nichts im TV kommt: dctp.tv</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jan 2010 13:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die TV-Brutzelbude (O-Ton Sixtus) dctp tourt in Person von Philip Banse gerade durch die Lande und produziert ebenso lange wie sehenswerte Interviews mit der deutschen Blog- oder um genauer zu sein &#8220;Medien mit Zukunft&#8221;-Elite.

Ich habe mal drei der St&#252;cke ausgew&#228;hlt. Das mit Mario Sixtus, weil er so kluge Dinge so sympathisch sagt&#8230;

&#8230; das mit Markus Beckedahl von netzpolitik.org, weil sein Thema so wichtig ist &#8230;

&#8230; und das mit Udo Vetter, weil es so unterhaltsam ist.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die TV-Brutzelbude (<a href="http://blinkenlichten.com/interview-mit-dctptv">O-Ton Sixtus</a>) <a href="http://www.dctp.tv/">dctp</a> tourt in Person von <a href="http://philipbanse.de/wp/">Philip Banse</a> gerade durch die Lande und produziert ebenso <a href="http://www.dctp.tv/#/meinungsmacher/">lange wie sehenswerte Interviews</a> mit der deutschen Blog- oder um genauer zu sein &#8220;Medien mit Zukunft&#8221;-Elite.</p>

<p>Ich habe mal drei der St&#252;cke ausgew&#228;hlt. Das mit <a href="http://twitter.com/sixtus">Mario Sixtus</a>, weil er so kluge Dinge so sympathisch sagt&#8230;</p>
<p><iframe width="560" height="355" frameborder="0" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" src="http://dctp-front.dctp.tv/embed/mario-sixtus-deutschlands-fernseh-nerd-embed/index.html"></iframe></p>
<p>&#8230; das mit Markus Beckedahl von <a href="http://www.netzpolitik.org/">netzpolitik.org</a>, weil sein Thema so wichtig ist &#8230;<span id="more-3416"></span></p>
<p><iframe width="560" height="355" frameborder="0" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" src="http://dctp-front.dctp.tv/embed/beckedahl-embed/index.html"></iframe></p>
<p>&#8230; und das mit <a href="http://twitter.com/udovetter">Udo Vetter</a>, weil es so unterhaltsam ist.</p>
<p><iframe width="560" height="355" frameborder="0" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" src="http://dctp-front.dctp.tv/embed/udo-vetter-lawblog-embed/index.html"></iframe></p>
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		<title>NWZ: Die G&#228;nsef&#252;&#223;chen-Piraten</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 10:55:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Montag hatte ich mich nur gewundert, am Dienstag war es dann schon &#228;rgerlich. Doch am gestrigen Mittwoch hat die NWZ mich dann ein wenig vers&#246;hnt:
In s&#228;mtlichen Infografiken zu den regionalen und lokalen Ergebnissen der Bundestagswahl fehlten sowohl am Montag als auch am Dienstag die Angaben f&#252;r die Piratenpartei. Das allein w&#228;re nicht weiter bemerkenswert. Parteien, die weit unter f&#252;nf Prozent bleiben, werden schlie&#223;lich fast immer unter &#8220;Sonstige&#8221; subsumiert.
Die NWZ hatte sich jedoch die M&#252;he gemacht, eine &#8220;sonstige&#8221; Partei gesondert auszuweisen. In standesgem&#228;&#223;em Braun war abzulesen, dass die NPD in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montag hatte ich mich nur gewundert, am Dienstag war es dann schon &#228;rgerlich. Doch am gestrigen Mittwoch hat die NWZ mich dann ein wenig vers&#246;hnt:</p>
<p>In s&#228;mtlichen Infografiken zu den regionalen und lokalen Ergebnissen der Bundestagswahl fehlten sowohl am Montag als auch am Dienstag die Angaben f&#252;r die <a href="http://www.piratenpartei.de/">Piratenpartei</a>. Das allein w&#228;re nicht weiter bemerkenswert. Parteien, die weit unter f&#252;nf Prozent bleiben, werden schlie&#223;lich fast immer unter &#8220;Sonstige&#8221; subsumiert.</p>
<p>Die <a href="http://www.nwzonline.de/">NWZ</a> hatte sich jedoch die M&#252;he gemacht, <em>eine</em> &#8220;sonstige&#8221; Partei gesondert auszuweisen. In standesgem&#228;&#223;em Braun war abzulesen, dass die<span id="more-2530"></span> NPD in den meisten Regionen nur ein gutes Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Man mag nun einwenden, dass dieses schlechte Abschneiden durchaus eine &#8211; <a href="http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_kreis_friesland_artikel.php?id=2117696&amp;">gute</a> &#8211; Nachricht ist. F&#252;r den Leser erschlie&#223;t sich so aber nicht, dass es mit den Piraten eine Partei gibt, die deutlich mehr, teilweise mehr als doppelt so viele Stimmen gewinnen konnte.</p>
<p>Bei allem Bedauern, dass die Piraten den Gr&#252;nen wohl ein paar Stimmen streitig gemacht haben, empfinde ich die Darstellung der Ergebnisse in den Infografiken als ungl&#252;cklich. F&#252;r Montag mag man das als Fl&#252;chtigkeit entschuldigen. Sp&#228;testens am Dienstag h&#228;tte das &#252;berraschend gute Ergebnis der Piraten jedoch Ber&#252;cksichtigung finden m&#252;ssen.</p>
<p>Darauf mussten die Piraten dann noch einen Tag warten. Am gestrigen Mittwoch bekamen sie zum Ausgleich gleich eine ganze <a href="http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_kreis_friesland_artikel.php?id=2119590&amp;">Headline</a> im <a href="http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_kreis_friesland_jever.php">Jeverland-Boten</a> f&#252;r sich allein. Interessanterweise kommt die NPD in diesem Artikel nun &#252;berhaupt nicht mehr vor, so dass auch hier nicht wirklich deutlich wird, dass die Piraten mit gutem Vorsprung auf Platz sechs gelandet sind.</p>
<p>Und warum eigentlich steht die Piratenpartei im Text in G&#228;nsef&#252;&#223;chen? W&#252;rden die der Tierschutzpartei nicht viel besser stehen?</p>
<p><em>Es gibt &#252;brigens wohl einen nachvollziehbaren &#8211; aber kaum tragf&#228;higen &#8211; Grund f&#252;r die Unterscheidung. Im Gegensatz zu den Piraten hatte die NPD einen Direktkandidaten aufgestellt.</em></p>
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		<title>Rette Deine Freiheit</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 20:06:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Der Macher von Du bist Terrorist Alexander Lehmann hat ein neues Video gemacht. Umfangreiche Informationen zum Hintergrund gibt es auf der zugeh&#246;rigen Website und einem Weblog.
(via netzpolitik.org)
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="315" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=6562920&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ff9933&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="315" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=6562920&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=ff9933&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Der Macher von <a href="http://www.50hz.de/kempertrautmann-und-kein-bisschen-weiser/">Du bist Terrorist</a> Alexander Lehmann hat ein neues Video gemacht. Umfangreiche Informationen zum Hintergrund gibt es auf der <a href="http://www.rettedeinefreiheit.de/">zugeh&#246;rigen Website</a> und einem <a href="http://rettedeinefreiheit.wordpress.com/2009/09/13/rette-deine-freiheit-ist-online/">Weblog</a>.</p>
<p>(via <a href="http://netzpolitik.org/2009/video-rette-deine-freiheit/">netzpolitik.org</a>)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Journalismus im Netz: Das Internet-Manifest</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 09:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet-Manifest]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern hat die &#8220;CrÃ¨me brulée der Webexperten und Webjournalisten&#8221; (J&#246;rg Wittkewitz) ein Internet-Manifest ver&#246;ffentlicht. Es ist gewisserma&#223;en die Antwort auf Hamburger bzw. Heidelberger Erkl&#228;rungen und &#228;hnlich gelagerte Elaborate aus Richtung Burda, Springer oder DJV.
Das Dokument wird intensiv diskutiert, erweitert, umgeschrieben, kritisiert und &#252;bel verrissen. Ein gut Teil der Kritik ist aus Sicht von Webworkern ohne Frage berechtigt. Etwa wenn Martin Recke von geballter Mittelm&#228;&#223;igkeit schreibt oder Patrick Breitenbach fragt, ob der Entstehungsprozess des Manifests m&#246;glicherweise im Widerspruch zu zentralen Thesen des Papiers steht.
Ich finde das Manifest dennoch gut und wichtig. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hat die &#8220;CrÃ¨me brulée der Webexperten und Webjournalisten&#8221; (<a href="http://www.digitalpublic.de/faq-das-internet-manifest-fragen-und-antworten">J&#246;rg Wittkewitz</a>) ein Internet-Manifest ver&#246;ffentlicht. Es ist gewisserma&#223;en die <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2202">Antwort</a> auf <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/hamburger-bankrott-erklaerung/">Hamburger</a> bzw. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heidelberger_Appell">Heidelberger</a> Erkl&#228;rungen und &#228;hnlich gelagerte Elaborate aus Richtung <a href="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=2158">Burda</a>, <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/warum-paid-content-versuche-gut-sind/">Springer</a> oder <a href="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=2167">DJV</a>.</p>
<p>Das Dokument wird <a href="http://rivva.de/http://netzpolitik.org/2009/internet-manifest-wie-journalismus-heute-funktioniert-17-behauptungen/">intensiv diskutiert, erweitert, umgeschrieben, kritisiert und &#252;bel verrissen</a>. Ein gut Teil der Kritik ist aus Sicht von Webworkern ohne Frage berechtigt. Etwa wenn <a href="http://twitter.com/mr94">Martin Recke</a> von <a href="http://www.fischmarkt.de/2009/09/warum_das_internet-manifest_kein_cluetra.html">geballter Mittelm&#228;&#223;igkeit</a> schreibt<span id="more-2405"></span> oder <a href="http://twitter.com/breitenbach">Patrick Breitenbach</a> <a href="http://blog.karlshochschule.de/2009/09/07/das-internet-manifest-gut-oder-schlecht/">fragt</a>, ob der Entstehungsprozess des Manifests m&#246;glicherweise im Widerspruch zu zentralen Thesen des Papiers steht.</p>
<p><strong>Ich finde das Manifest dennoch gut und wichtig. Wie so oft gilt es, einen Text an den Ma&#223;st&#228;ben der Zielgruppe zu messen.</strong> Das Papier richtet sich an Verleger und Journalisten. Und in deren Augen d&#252;rften die Thesen irgendwo zwischen vision&#228;r, bedrohlich und unversch&#228;mt rangieren.</p>
<p>Wir w&#228;ren ein gutes Stuck weiter in Sachen Qualit&#228;tsjournalismus und Mediendemokratie, wenn die gute alten Medienwelt erst mal auf dem Niveau dieser Thesen angekommen ist:</p>
<blockquote><p><strong>1. Das Internet ist anders.</strong><br />
Es schafft andere &#214;ffentlichkeiten, andere Austauschverh&#228;ltnisse und andere Kulturtechniken. Die Medien m&#252;ssen ihre Arbeitsweise der technologischen Realit&#228;t anpassen, statt sie zu ignorieren oder zu bek&#228;mpfen. Sie haben die Pflicht, auf Basis der zur Verf&#252;gung stehenden Technik den bestm&#246;glichen Journalismus zu entwickeln â€“ das schlie&#223;t neue journalistische Produkte und Methoden mit ein.</p>
<p><strong>2. Das Internet ist ein Medienimperium in der Jackentasche.</strong><br />
Das Web ordnet das bestehende Mediensystem neu: Es &#252;berwindet dessen bisherige Begrenzungen und Oligopole. Ver&#246;ffentlichung und Verbreitung medialer Inhalte sind nicht mehr mit hohen Investitionen verbunden. Das Selbstverst&#228;ndnis des Journalismus wird seiner Schl&#252;ssellochfunktion beraubt â€“ zum Gl&#252;ck. Es bleibt nur die journalistische Qualit&#228;t, die Journalismus von blo&#223;er Ver&#246;ffentlichung unterscheidet.</p>
<p><strong>3. Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet.</strong><br />
F&#252;r die Mehrheit der Menschen in der westlichen Welt geh&#246;ren Angebote wie Social Networks, Wikipedia oder Youtube zum Alltag. Sie sind so selbstverst&#228;ndlich wie Telefon oder Fernsehen. Wenn Medienh&#228;user weiter existieren wollen, m&#252;ssen sie die Lebenswelt der Nutzer verstehen und sich ihrer Kommunikationsformen annehmen. Dazu geh&#246;ren die sozialen Grundfunktionen der Kommunikation: Zuh&#246;ren und Reagieren, auch bekannt als Dialog.</p>
<p><strong>4. Die Freiheit des Internet ist unantastbar.</strong><br />
Die offene Architektur des Internet bildet das informationstechnische Grundgesetz einer digital kommunizierenden Gesellschaft und damit des Journalismus. Sie darf nicht zum Schutz der wirtschaftlichen oder politischen Einzelinteressen ver&#228;ndert werden, die sich oft hinter vermeintlichen Allgemeininteressen verbergen. Internet-Zugangssperren gleich welcher Form gef&#228;hrden den freien Austausch von Informationen und besch&#228;digen das grundlegende Recht auf selbstbestimmte Informiertheit.</p>
<p><strong>5. Das Internet ist der Sieg der Information.</strong><br />
Bisher ordneten, erzwungen durch die unzul&#228;ngliche Technologie, Institutionen wie Medienh&#228;user, Forschungsstellen oder &#246;ffentliche Einrichtungen die Informationen der Welt. Nun richtet sich jeder B&#252;rger seine individuellen Nachrichtenfilter ein, w&#228;hrend Suchmaschinen Informationsmengen in nie gekanntem Umfang erschlie&#223;en. Der einzelne Mensch kann sich so gut informieren wie nie zuvor.</p>
<p><strong>6. Das Internet ver&#228;ndert verbessert den Journalismus.</strong><br />
Durch das Internet kann der Journalismus seine gesellschaftsbildenden Aufgaben auf neue Weise wahrnehmen. Dazu geh&#246;rt die Darstellung der Information als sich st&#228;ndig ver&#228;ndernder fortlaufender Prozess; der Verlust der Unver&#228;nderlichkeit des Gedruckten ist ein Gewinn. Wer in dieser neuen Informationswelt bestehen will, braucht neuen Idealismus, neue journalistische Ideen und Freude am Aussch&#246;pfen der neuen M&#246;glichkeiten.</p>
<p><strong>7. Das Netz verlangt Vernetzung.</strong><br />
Links sind Verbindungen. Wir kennen uns durch Links. Wer sie nicht nutzt, schlie&#223;t sich aus dem gesellschaftlichen Diskurs aus. Das gilt auch f&#252;r die Online-Auftritte klassischer Medienh&#228;user.</p>
<p><strong>8. Links lohnen, Zitate zieren.</strong><br />
Suchmaschinen und Aggregatoren f&#246;rdern den Qualit&#228;tsjournalismus: Sie erh&#246;hen langfristig die Auffindbarkeit von herausragenden Inhalten und sind so integraler Teil der neuen, vernetzten &#214;ffentlichkeit. Referenzen durch Verlinkungen und Zitate â€“ auch und gerade ohne Absprache oder gar Entlohnung des Urhebers â€“ erm&#246;glichen &#252;berhaupt erst die Kultur des vernetzten Gesellschaftsdiskurses und sind unbedingt sch&#252;tzenswert.</p>
<p><strong>9. Das Internet ist der neue Ort f&#252;r den politschen Diskurs.</strong><br />
Demokratie lebt von Beteiligung und Informationsfreiheit. Die &#220;berf&#252;hrung der politischen Diskussion von den traditionellen Medien ins Internet und die Erweiterung dieser Diskussion um die aktive Beteiligung der &#214;ffentlichkeit ist eine neue Aufgabe des Journalismus.</p>
<p><strong>10. Die neue Pressefreiheit hei&#223;t Meinungsfreiheit.</strong><br />
Artikel 5 des Grundgesetzes konstituiert kein Schutzrecht f&#252;r Berufsst&#228;nde oder technisch tradierte Gesch&#228;ftsmodelle. Das Internet hebt die technologischen Grenzen zwischen Amateur und Profi auf. Deshalb muss das Privileg der Pressefreiheit f&#252;r jeden gelten, der zur Erf&#252;llung der journalistischen Aufgaben beitragen kann. Qualitativ zu unterscheiden ist nicht zwischen bezahltem und unbezahltem, sondern zwischen gutem und schlechtem Journalismus.</p>
<p><strong>11. Mehr ist mehr â€“ es gibt kein Zuviel an Information.</strong><br />
Es waren einst Institutionen wie die Kirche, die der Macht den Vorrang vor individueller Informiertheit gaben und bei der Erfindung des Buchdrucks vor einer Flut un&#252;berpr&#252;fter Information warnten. Auf der anderen Seite standen Pamphletisten, Enzyklop&#228;disten und Journalisten, die bewiesen, dass mehr Informationen zu mehr Freiheit f&#252;hren â€“ sowohl f&#252;r den Einzelnen wie auch f&#252;r die Gesellschaft. Daran hat sich bis heute nichts ge&#228;ndert.</p>
<p><strong>12. Tradition ist kein Gesch&#228;ftsmodell.</strong><br />
Mit journalistischen Inhalten l&#228;sst sich im Internet Geld verdienen. Daf&#252;r gibt es bereits heute viele Beispiele. Das wettbewerbsintensive Internet erfordert aber die Anpassung der Gesch&#228;ftsmodelle an die Strukturen des Netzes. Niemand sollte versuchen, sich dieser notwendigen Anpassung durch eine Politik des Bestandsschutzes zu entziehen. Journalismus braucht einen offenen Wettstreit um die besten L&#246;sungen der Refinanzierung im Netz und den Mut, in ihre vielf&#228;ltige Umsetzung zu investieren</p>
<p><strong>13. Im Internet wird das Urheberrecht zur B&#252;rgerpflicht.</strong><br />
Das Urheberrecht ist ein zentraler Eckpfeiler der Informationsordnung im Internet. Das Recht der Urheber, &#252;ber Art und Umfang der Verbreitung ihrer Inhalte zu entscheiden, gilt auch im Netz. Dabei darf das Urheberrecht aber nicht als Hebel missbraucht werden, &#252;berholte Distributionsmechanismen abzusichern und sich neuen Vertriebs- und Lizenzmodellen zu verschlie&#223;en. Eigentum verpflichtet.</p>
<p><strong>14. Das Internet kennt viele W&#228;hrungen.</strong><br />
Werbefinanzierte journalistische Online-Angebote tauschen Inhalte gegen Aufmerksamkeit f&#252;r Werbebotschaften. Die Zeit eines Lesers, Zuschauers oder Zuh&#246;rers hat einen Wert. Dieser Zusammenhang geh&#246;rt seit jeher zu den grundlegenden Finanzierungsprinzipien f&#252;r Journalismus. Andere journalistisch vertretbare Formen der Refinanzierung wollen entdeckt und erprobt werden.</p>
<p><strong>15. Was im Netz ist, bleibt im Netz.</strong><br />
Das Internet hebt den Journalismus auf eine qualitativ neue Ebene. Online m&#252;ssen Texte, T&#246;ne und Bilder nicht mehr fl&#252;chtig sein. Sie bleiben abrufbar und werden so zu einem Archiv der Zeitgeschichte. Journalismus muss die Entwicklungen der Information, ihrer Interpretation und den Irrtum mitber&#252;cksichtigen, also Fehler zugeben und transparent korrigieren.</p>
<p><strong>16. Qualit&#228;t bleibt die wichtigste Qualit&#228;t.</strong><br />
Das Internet entlarvt gleichf&#246;rmige Massenware. Ein Publikum gewinnt auf Dauer nur, wer herausragend, glaubw&#252;rdig und besonders ist. Die Anspr&#252;che der Nutzer sind gestiegen. Der Journalismus muss sie erf&#252;llen und seinen oft formulierten Grunds&#228;tzen treu bleiben.</p>
<p><strong>17. Alle f&#252;r alle.</strong><br />
Das Web stellt eine den Massenmedien des 20. Jahrhunderts &#252;berlegene Infrastruktur f&#252;r den gesellschaftlichen Austausch dar: Die â€žGeneration Wikipediaâ€ wei&#223; im Zweifel die Glaubw&#252;rdigkeit einer Quelle abzusch&#228;tzen, Nachrichten bis zu ihrem Ursprung zu verfolgen und zu recherchieren, zu &#252;berpr&#252;fen und zu gewichten â€“ f&#252;r sich oder in der Gruppe. Journalisten mit Standesd&#252;nkel und ohne den Willen, diese F&#228;higkeiten zu respektieren, werden von diesen Nutzern nicht ernst genommen. Zu Recht. Das Internet macht es m&#246;glich, direkt mit den Menschen zu kommunizieren, die man einst Leser, Zuh&#246;rer oder Zuschauer nannte â€“ und ihr Wissen zu nutzen. Nicht der besserwissende, sondern der kommunizierende und hinterfragende Journalist ist gefragt.</p>
<p><a href="http://www.netzpolitik.org/">Markus Beckedahl</a><br />
<a href="http://www.mercedes-bunz.de/">Mercedes Bunz</a><br />
<a href="http://www.blinkenlichten.com/">Julius Endert</a><br />
<a href="http://www.spreeblick.com/">Johnny Haeusler</a><br />
<a href="http://blog.handelsblatt.com/indiskretion/">Thomas Kn&#252;wer</a><br />
<a href="http://www.saschalobo.com/">Sascha Lobo</a><br />
<a href="http://www.berlin-institute.de/">Robin Meyer-Lucht</a><br />
<a href="http://www.autoren-reporter.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=23&amp;Itemid=66">Wolfgang Michal</a><br />
<a href="http://www.stefan-niggemeier.de/">Stefan Niggemeier</a><br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kathrin_Passig">Kathrin Passig</a><br />
<a href="http://www.lowpass.cc/">Janko R&#246;ttgers</a><br />
<a href="http://www.peter-schink.de/">Peter Schink</a><br />
<a href="http://www.elektrischer-reporter.de/">Mario Sixtus</a><br />
<a href="http://www.xing.com/profile/Peter_Stawowy">Peter Stawowy</a><br />
<a href="http://www.netzjournalismus.de/">Fiete Stegers</a></p></blockquote>
<p>Die Originalquelle findet sich <a href="http://www.internet-manifest.de/">hier</a>. Diskutiert wird unter anderem bei <a href="http://netzpolitik.org/2009/internet-manifest-wie-journalismus-heute-funktioniert-17-behauptungen/">netzpolitik.org</a>, <a href="http://carta.info/14428/internet-manifest-das-internet-ist-anders/">Carta</a>, und <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/internet-manifest/">Stefan Niggemeier</a>.</p>
<p><em>Nachtrag: <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-manifest-das-wozu-und-das-danach/">Sag ich doch! Wir sind nicht die Zielgruppe!</a></em></p>
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		<title>Ursula von der Leyen: Das war&#8217;s!</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 07:54:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Netzsperren]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich geh&#246;re ja zu denen, die in Sachen Netzpolitik trotz allem hartn&#228;ckig den Weg des Dialogs mit Ursula von der Leyen gesucht haben. Damit ist nun Schluss. Ich m&#246;chte mit dieser Person nicht mehr an einem Tisch sitzen oder auf andere Weise in Zusammenhang gebracht werden.

(via netzpolitik.org)
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich geh&#246;re ja zu denen, die in Sachen Netzpolitik trotz allem hartn&#228;ckig <a href="http://www.50hz.de/zensursula-hat-voellig-recht/">den Weg des Dialogs mit Ursula von der Leyen</a> gesucht haben. Damit ist nun Schluss. Ich m&#246;chte mit dieser Person nicht mehr an einem Tisch sitzen oder auf andere Weise in Zusammenhang gebracht werden.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/PCt1DI5dBTI&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/PCt1DI5dBTI&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>(via <a href="http://netzpolitik.org/2009/die-demagogie-der-zensursula/">netzpolitik.org</a>)</p>
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		<title>Karrierefalle? Das Internet ist (auch) ein privater Raum!</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 10:34:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn sich Politik und Medien zum Thema Internet &#228;u&#223;ern, dann hat das &#8211; vor allem in j&#252;ngster Zeit &#8211; fast immer einen negativen Zungenschlag. Das Internet wird zwar als irgendwie ganz praktisch hingenommen, doch fast immer findet man Anlass, um auf die verbreiteten Gefahren f&#252;r Geldbeutel und Seele sowie den faulenden Sumpf abseits der ausgetretenen Wege von E-Mail und Amazon hinzuweisen.
Immer wieder gerne genommen sind die Mahner aus der Karrierebranche. Man solle doch bitte genau &#252;berlegen, was man so ins (un)soziale Netz hineinstelle. Personaler k&#246;nnten schlie&#223;lich auch Google. Und wie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sich Politik und Medien zum Thema Internet &#228;u&#223;ern, dann hat das &#8211; vor allem in j&#252;ngster Zeit &#8211; fast immer einen negativen Zungenschlag. Das Internet wird zwar als <em>irgendwie ganz praktisch</em> hingenommen, doch fast immer findet man Anlass, um auf die verbreiteten Gefahren f&#252;r Geldbeutel und Seele sowie den faulenden Sumpf abseits der ausgetretenen Wege von E-Mail und Amazon hinzuweisen.</p>
<p><strong>Immer wieder gerne genommen sind die Mahner aus der Karrierebranche.</strong> Man solle doch bitte genau &#252;berlegen, was man so ins (un)soziale Netz hineinstelle. Personaler k&#246;nnten schlie&#223;lich auch Google. Und wie peinlich es denn w&#228;re,<span id="more-2284"></span> im Bewerbungsgespr&#228;ch mit privaten Fotos konfrontiert zu werden. Peinliches Benehmen auf einer Party, Kraftausdr&#252;cke im Chat?! Wer so wenig Anstand hat, k&#246;nne nicht damit rechnen, einen Job zu bekommen.</p>
<p>Doch ernsthaft betrachtet, gehen diese Warnungen an die falsche Adresse. Nicht die Nutzer sozialer Netzwerke sind es, bei denen es Anstand anzumahnen gilt, sondern bei den Personalern selbst, die sich &#8211; wom&#246;glich systematisch &#8211; auf die Suche nach kompromittierenden Bildern, Videos oder Texten machen.</p>
<p>Die Inhalte sozialer Netzwerke sind &#8211; teilweise &#8211; zwar &#246;ffentlich zug&#228;nglich. Doch hei&#223;t das wirklich, dass man sich dort ungefragt und ungeniert umsehen darf? Dass man vielleicht sogar Inhalte mitnimmt, f&#252;r eigene Zwecke missbraucht oder gar gegen den Urheber verwendet?</p>
<p>Man stelle sich diese Unverfrorenheit im realen Leben vor. Keipengespr&#228;che w&#252;rden belauscht, ekstatische Diskot&#228;nzer w&#252;rden von Wildfremden ohne Unterlass angestarrt, die Biere des Herrn am anderen Ende der Theke akribisch gez&#228;hlt. Intime Gesten und leidenschaftliche K&#252;sse: Au&#223;erhalb fensterloser und abgedunkelter R&#228;ume undenkbar. Wer wollte ernsthaft in einer solchen Gesellschaft leben.</p>
<p>Dies hier ist kein Pl&#228;doyer f&#252;r schlechtes Benehmen. Wer sich volltrunken von anderen bepinkeln l&#228;sst, sollte sich nicht dabei fotografieren lassen. Er sollte &#252;ber sein Leben nachdenken. Doch der schlimmere Versto&#223; gegen die guten Sitten ist es allemal, sich solcher privaten Inhalte f&#252;r professionelle Zwecke zu bedienen.</p>
<p>Statt also immer wieder vor sozialen Netzwerken zu warnen, sollten Karriereberater vielmehr ihren Klienten mit dem n&#246;tigen Selbstbewusstsein ausstatten, sich gegen Unternehmen zu entscheiden, deren Personaler offenbar kein Gesp&#252;r f&#252;r die Grenze zwischen &#246;ffentlich und privat haben. Die haben sowieso keine Zukunft.</p>
<p><em>Der Text ist inspiriert durch einen <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,641508,00.html">Text</a> von @<a href="http://twitter.com/ChrisStoecker">ChrisStoecker</a> bei Spiegel Online, auf den ich via <a href="http://netzpolitik.org/2009/zehn-wahrheiten-ueber-das-web/">netzpolitik.org</a> aufmerksam geworden bin.</em></p>
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		<title>Zensursula hat v&#246;llig recht..</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 13:08:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Courage]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; wenn sie im Interview mit dem Hamburger Abendblatt sagt:
&#8220;Wo die W&#252;rde eines anderen verletzt wird, endet die eigene Freiheit. Welche Schritte f&#252;r den Schutz dieser Grenzen notwendig sind, ist Teil einer unverzichtbaren Debatte, um die die Gesellschaft nicht herumkommt.&#8221;
Quelle: abendblatt.de
Ja, wir brauchen eine Debatte. Ich finde es bspw. durchaus berechtigt, zu fragen, was es mit einer Gesellschaft macht, wenn immer gr&#246;&#223;ere Teile der (m&#228;nnlichen) Bev&#246;lkerung unter 35 sich regelm&#228;&#223;ig mit sogenannten von roher Gewalt gepr&#228;gten Spielen befassen. Auch ist es eine nicht triviale Frage, ob und wie man der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; wenn sie im Interview mit dem Hamburger Abendblatt sagt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wo die W&#252;rde eines anderen verletzt wird, endet die eigene Freiheit. Welche Schritte f&#252;r den Schutz dieser Grenzen notwendig sind, ist Teil einer unverzichtbaren Debatte, um die die Gesellschaft nicht herumkommt.&#8221;<br />
Quelle: <a href="http://www.abendblatt.de/politik/article1120772/Kampf-gegen-Schmutz-im-Internet-wird-verschaerft.html">abendblatt.de</a></p></blockquote>
<p><strong>Ja, wir brauchen eine Debatte.</strong> Ich finde es bspw. durchaus berechtigt, zu fragen, was es mit einer Gesellschaft macht, wenn immer gr&#246;&#223;ere Teile der (m&#228;nnlichen) Bev&#246;lkerung unter 35 sich regelm&#228;&#223;ig mit sogenannten von roher Gewalt gepr&#228;gten Spielen befassen. Auch ist es eine nicht triviale Frage,<span id="more-2210"></span> ob und wie man der bew&#228;hrten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netiquette">Netiquette</a> in sozialen Netzwerken Geltung verschafft? Und die Diskussion wie &#8211; nicht ob &#8211; wir das Urheberrecht ver&#228;ndern, so dass es den ver&#228;nderten Gegebenheiten einer vernetzten Welt gerecht wird, muss ebenfalls gef&#252;hrt werden.</p>
<p>Diese Debatte allerdings &#8211; verehrte Frau von der Leyen &#8211; wird eine schwierige. Vor allem mit weiten Teilen ihrer politischen Klasse, die sich beharrlich weigert, sich mit dem Internet ernsthaft zu befassen.</p>
<p><em>(Nat&#252;rlich auch mit manchen, die sich jede Einmischung seitens der Politik verbitten. Doch die sind &#8211; auch wenn sie das anders wahrnehmen m&#246;gen &#8211; in der Minderheit.)</em></p>
<p>Solange es ihrerseits, Frau von der Leyen, kein ernsthaftes Einlassen auf das Internet gibt, wird es f&#252;r Sie eine Infrastruktur f&#252;r Informations&#252;bermittlung bleiben, mit der sie schneller zur Bank gelangen, ihr Quelle-Katalog Sie online erreicht und ihre Briefe in Echtzeit im Nachbarministerium aufschlagen. Gest&#246;rt wird dieses &#8211; &#8220;ihr gro&#223;artiges&#8221; &#8211; Internet jedoch von dem sumpfigen Dschungel rechts und links der Schnellstra&#223;en, von dem sie vermuten, dass dort vor allem hemmungslos gemobbt, beleidigt    und betrogen werde.</p>
<p>Diese Wahrnehmung ist falsch. In der Tat ist es im Internet immer noch recht unwegsam. Sich dort sicher zu bewegen, erfordert ein klein wenig &#220;bung. Doch ebenso wenig wie die Pioniere des realen Lebens allesamt Halunken sind, tummeln sich im Internet &#252;berwiegend Idioten. Im Gegenteil.</p>
<p>Jetzt allerdings w&#228;chst eine Generation heran, die fast vollst&#228;ndig mit mindestens einem Bein im Internet steht. Das bereitet nicht nur Ihnen Sorge. Auch unter ihren Widersachern in Sachen Netzsperren sind viele, die sich etwa kritisch mit dem Geschehen ins Netzwerken wie StudiVZ auseinandersetzen. Ich zum Beispiel. Doch aufgrund anderer, intensiverer und besserer Erfahrungen mit dem Internet kommen wir zu anderen Schl&#252;ssen als Sie.</p>
<p>Wo Sie vor allem Bedarf an Regeln sehen &#8211; und h&#228;ufig Vorschriften und Verbote meinen -, wissen wir, dass es diese Regeln l&#228;ngst gibt. Sie sind denen ihrer Welt &#252;berwiegend ganz &#228;hnlich. Teilweise sind sie noch etwas roh und sie werden nicht &#252;berall anerkannt.</p>
<p>Um Ihnen Geltung zu verschaffen, brauchen wir aber in der Regel keine Gesetze und keine Polizei, sondern Courage. Courage von Menschen aller Generationen. Auch und gerade aus Ihrer politischen Klasse, Frau von der Leyen. Doch dazu m&#252;ssen Sie sich ver&#228;ndern. Und dazu brauchen Sie die Hilfe Ihrer Kritiker.</p>
<p>Ich habe Ihnen nun bereits mehrfach &#8211; &#252;ber Ihren Staatssekret&#228;r auch pers&#246;nlich &#8211; das Angebot gemacht, Sie mit ernst zu nehmenden Experten in Sachen Internet zu vernetzen und endlich eine offene Debatte zu f&#252;hren. Bislang nach meiner Wahrnehmung leider ohne jeden Erfolg. Ich finde das bedauerlich, denn andere Aspekte ihrer Politik zu Beginn der ablaufenden Legislatur, waren ja durchaus sympathisch.</p>
<p>Aber noch ist es vielleicht nicht zu sp&#228;t. Sie haben zwar jetzt fast alles Porzellan zerschmissen. Dennoch: Geben Sie sich eine Chance. Wir stehen bereit.</p>
<p><em>Ach ja! Eins noch. </em></p>
<p><em>Verehrte Frau von der Leyen. H&#246;ren Sie bitte auf, uns als &#8220;jugendlich&#8221; zu verniedlichen. Wir sind nicht so jung, wie sie sich das w&#252;nschen. Ich zum Beispiel bin fast 40 Jahre alt, habe zwei Kinder, 10 Jahre Berufserfahrung im ganz realen Leben, habe gerade zum zweiten Mal ein Haus gebaut, bin (Vorstands-)Mitglied in mehreren Vereinen und ernte mein Gem&#252;se nicht im Elektronensturm, sondern im eigenen Garten. </em></p>
<p><em>Und es gibt manche hier drau&#223;en im Internet, die sind noch viel spie&#223;iger als ich.</em></p>
<p>Nachtrag:</p>
<p>Bitte weiterlesen bei den juristischen Hinweisen von <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/08/02/die-meinungsfreiheit-als-sondermull/">Udo Vetter</a>, der <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/590/von-der-leyen-das-abendblatt-die-dpa-und-der-qualitatsjournalismus">Medienkritik des Spiegelfechters</a>, dem akut verstimmten <a href="http://ralfschwartz.typepad.com/mc/2009/08/der-tod-ist-ein-meister-aus-deutschland.html">Ralf Schwarz</a>, &#8230; , die &#252;brigens auch nicht alle unbedingt jugendlich sind.<em><br />
</em></p>
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		<title>Netzsperren: Aspekte entzaubert von der Leyens Sperrgesetz</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 12:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Aspekte]]></category>
		<category><![CDATA[Netzsperren]]></category>

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		<description><![CDATA[Tja. Es ist ja irgendwie schon bl&#246;d, dass die SPD im Bundestag f&#252;r die Netzsperren gestimmt hat. Neue Probleme bei der Umsetzung, peinliche Inkompetenz beim BKA und zunehmend kritischeÂ  Berichterstattung auch im ZDF w&#228;ren ja durchaus geeignet, die Sauberfrau Ursula von der Leyen zu entzaubern und die CDU an entscheidender Stelle zu schw&#228;chen.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sehr bei angeblich gesellschaftswichtigen Vorhaben wie diesem Sperrgesetz der politische Eifer die ministerielle Sorgfalt vernebelt. Aber wahrscheinlich ging es mal wieder gar nicht um die Sache.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja. Es ist ja irgendwie schon bl&#246;d, dass die SPD im Bundestag <a href="http://www.50hz.de/woche-der-enttaeuschungen-muss-ich-jetzt-fdp-waehlen/">f&#252;r die Netzsperren gestimmt</a> hat. Neue <a href="http://www.heise.de/ct/Startprobleme-beim-Netzsperren-Gesetz--/news/meldung/142760">Probleme bei der Umsetzung</a>, <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/verheerender-ausblick/">peinliche Inkompetenz beim BKA</a> und zunehmend kritischeÂ  Berichterstattung auch im ZDF w&#228;ren ja durchaus geeignet, die Sauberfrau Ursula von der Leyen zu entzaubern und die CDU an entscheidender Stelle zu schw&#228;chen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/JxmDnAXlHVs&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/JxmDnAXlHVs&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sehr bei angeblich gesellschaftswichtigen Vorhaben wie diesem Sperrgesetz der politische Eifer die ministerielle Sorgfalt vernebelt. Aber wahrscheinlich ging es mal wieder gar nicht um die Sache.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ich will (k)ein Pirat sein</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 08:56:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein. Ich bin mir alles andere als sicher, ob ich im September die Piraten w&#228;hlen werde. Zu d&#252;nn ist mir das Programm, zu unbekannt das Personal, zu unsicher ist, ob meine Stimme eine verschenkte Stimme sein w&#252;rde.
Doch die Option, anh&#228;ngig von der Entwicklung der n&#228;chsten Monate die Piraten w&#228;hlen zu k&#246;nnen, finde ich allemal attraktiv. Deshalb unterst&#252;tze ich die Landesliste Niedersachsen der Piraten mit meiner Unterschrift.
Noch fehlen ca. sieben Prozent &#8211; die Zahl verfolgt mich &#8211; der Unterschriften und die Zeit wird knapp. Wer sich ebenfalls die Option zu mehr ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein. Ich bin mir alles andere als sicher, ob ich im September die <a href="http://www.piratenpartei.de/">Piraten</a> w&#228;hlen werde. Zu d&#252;nn ist mir das <a href="http://www.piratenpartei.de/navigation/politik/unsere-ziele">Programm</a>, zu unbekannt das <a href="http://www.piratenpartei.de/navigation/partei/bundesvorstand">Personal</a>, zu unsicher ist, ob meine Stimme eine verschenkte Stimme sein w&#252;rde.</p>
<p>Doch die Option, anh&#228;ngig von der Entwicklung der n&#228;chsten Monate die Piraten w&#228;hlen zu k&#246;nnen, finde ich allemal attraktiv. Deshalb unterst&#252;tze ich die <a href="http://www.piratenpartei-niedersachsen.de/">Landesliste Niedersachsen</a> der Piraten mit meiner Unterschrift.</p>
<p>Noch fehlen ca. sieben Prozent &#8211; die Zahl <a href="http://www.50hz.de/sieben-prozent-volle-halbtagsschulen-erhalten/">verfolgt</a> mich &#8211; der Unterschriften und die Zeit wird knapp. Wer sich ebenfalls die Option zu mehr Vielfalt er&#246;ffnen m&#246;chte: <a href="http://ich.waehlepiraten.de/">Hier steht wie es geht</a>.</p>
]]></content:encoded>
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