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	<title>50hz - Werkstatt für Netzkommunikation &#187; Lokaljournalismus</title>
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		<title>Einfach machen (II): Ein Blog f&#252;r Varel</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 11:25:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Monaten trage ich mich mit dem Gedanken, die Vareler Geschichten aus meiner Werkstatt f&#252;r Netzkommunikation teilweise auszugliedern, ihnen einen eigenen Ort zu geben und gleichzeitig mehr Raum f&#252;r Meldungen, Meinung und Diskussion aus und &#252;ber Varel zu schaffen.
Seit ein paar Wochen arbeite ich im Hintergrund an einer entsprechenden Seite. Da das alles nebenbei geschieht und ich f&#252;r Design erstmal kein Geld in die Hand nehmen m&#246;chte, bin ich immer noch nicht ganz fertig. Auch &#252;ber das Gesamtkonzept, m&#246;gliche Inhalte und Beteiligungsm&#246;glichkeiten gilt es weiter nachzudenken. Von einer Finanzierung ganz ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Monaten trage ich mich mit dem Gedanken, die Vareler Geschichten aus meiner <a href="http://www.50hz.de">Werkstatt f&#252;r Netzkommunikation</a> teilweise auszugliedern, ihnen einen eigenen Ort zu geben und gleichzeitig mehr Raum f&#252;r Meldungen, Meinung und Diskussion aus und &#252;ber Varel zu schaffen.</p>
<p>Seit ein paar Wochen arbeite ich im Hintergrund an einer entsprechenden Seite. Da das alles nebenbei geschieht und ich f&#252;r Design erstmal kein Geld in die Hand nehmen m&#246;chte, bin ich immer noch nicht ganz fertig. Auch &#252;ber das Gesamtkonzept, m&#246;gliche Inhalte und Beteiligungsm&#246;glichkeiten gilt es weiter nachzudenken. Von einer Finanzierung ganz zu schweigen.</p>
<p>Dennoch stelle ich das <a href="http://www.varelblog.de/">Blog f&#252;r Varel</a> hiermit jetzt der &#214;ffentlichkeit vor. Getreu dem Motto <a href="http://www.varelblog.de/2010/01/einfach-machen-i-mit-der-rosenschere-gegen-leere-kassen/">Einfach machen</a>. Zumal andere meinen Schritt einfach nachgemacht und <a href="http://prcdv.typepad.com/cdv/2010/01/cdv-er%C3%B6ffnet-das-stadtblatt.html">schon vollzogen</a> haben.</p>
<p>Mehr zum <a href="http://www.varelblog.de/uber/">Hintergrund steht hier</a>. Wie Vareler &#8211; und nat&#252;rlich jeder andere auch &#8211; sich beteiligen k&#246;nnen, habe ich <a href="http://www.varelblog.de/mitmachen/">hier umrissen</a>.</p>
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		<title>NWZ: Jeder kann ein wenig Uwe Brandhorst sein</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 09:13:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich halte mich mit genereller Kritik am regionalen Medienprimus Nordwest-Zeitung (NWZ) bislang ja eher zur&#252;ck. Zum einen bin ich erst ein gutes Jahr vor Ort und kenne wesentliche Entwicklungen nur sehr vermittelt, zum zweiten finde ich die Leistungen des (gedruckten) Blattes gemessen an meinen Erfahrungen in M&#252;nster und Bochum gar nicht mal so schlecht.
Andere leiden offenbar sehr viel intensiver und bringen das auch zum Ausdruck. Der Wardenburger Unternehmer Uwe Brandhorst etwa macht in seiner w&#246;chentlichen Internet-Kolumne regelm&#228;&#223;ig Anmerkungen zur weitgehend monopolistisch strukturierten Print-Landschaft, zur wenig schmeichelhaft als &#8220;Medienm&#252;ll&#8221; bezeichneten Qualit&#228;t ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte mich mit genereller Kritik am regionalen Medienprimus Nordwest-Zeitung (<a href="http://www.nwzonline.de/">NWZ</a>) bislang ja eher zur&#252;ck. Zum einen bin ich erst <a href="http://www.50hz.de/365-tage-varel/">ein gutes Jahr</a> vor Ort und kenne <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nordwest-Zeitung#Beteiligungen_und_Kooperationen">wesentliche Entwicklungen</a> nur sehr vermittelt, zum zweiten finde ich die Leistungen des (gedruckten) Blattes gemessen <a href="http://www.50hz.de/varel-lokalzeitung-unter-druck/">an meinen Erfahrungen</a> in M&#252;nster und Bochum gar nicht mal so schlecht.</p>
<p>Andere leiden offenbar sehr viel intensiver und bringen das auch zum Ausdruck. Der <a href="http://www.wardenburg.de/">Wardenburger</a> <a href="http://www.mmw-wardenburg.de/">Unternehmer</a> Uwe Brandhorst etwa macht in seiner <a href="http://www.uwe-brandhorst.de/">w&#246;chentlichen Internet-Kolumne</a> regelm&#228;&#223;ig Anmerkungen zur weitgehend monopolistisch strukturierten Print-Landschaft, zur wenig schmeichelhaft als &#8220;Medienm&#252;ll&#8221; bezeichneten Qualit&#228;t mancher Beitr&#228;ge und zum Gebaren auf dem Anzeigenmarkt.</p>
<p><strong>F&#252;r Medienmenschen, (Lokal-)Journalisten und die regionale Politik geh&#246;rt diese Seite unbedingt auf die Leseliste.</strong></p>
<p>In seinem <a href="http://www.uwe-brandhorst.de/180709.htm">j&#252;ngsten Beitrag</a> fasst <span id="more-2164"></span>Brandhorst seine Kritik an der NWZ noch einmal zusammen. Kritik &#252;ber die er im &#252;brigen sagt, es sei eigentlich..</p>
<blockquote><p>&#8230; nicht die Aufgabe eines B&#252;rgers, die &#214;ffentlichkeit dar&#252;ber          zu informieren, was in einer Gemeinde oder in der Zeitungsbranche in unserer          Region abl&#228;uft, sondern dies ist die Aufgabe der Zeitungen.</p></blockquote>
<p>Hier m&#246;chte ich ihm widersprechen. Die Aus&#252;bung der sogenannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vierte_Gewalt">vierten Gewalt</a> durch die Medien ist zwar <a href="http://bundesrecht.juris.de/gg/art_5.html">verfassungsm&#228;&#223;ig gesch&#252;tzt</a>, eine Garantie, dass die Medien dem Anspruch &#8220;vierte Gewalt&#8221; gerecht werden, ist das jedoch nicht.</p>
<p>Derzeit zeichnet sich ab, dass die Medien &#8211; insbesondere die fr&#252;her so wichtigen Tageszeitungen &#8211; diesem Anspruch immer weniger gerecht werden k&#246;nnen. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten vieler Verlage sind l&#228;ngst kein Gejammer mehr, sondern eine ernsthafte Bedrohung f&#252;r Unabh&#228;ngigkeit, Qualit&#228;t und mittelfristig sogar die Existenz der Bl&#228;tter. Dieser Trend wird auch die NWZ trotz Monopolstellung und m&#246;glicherweise unlauterem Gesch&#228;ftsgebahren eher fr&#252;her als sp&#228;ter erreichen.</p>
<p>Man mag den nicht unwahrscheinlichen Untergang von (lokalen) Tageszeitungen bedauern, doch wenn es denn so kommen soll, ist der Souver&#228;n &#8211; wir alle &#8211; eben selbst gefordert. Ratssitzungen sind nicht deshalb &#246;ffentlich, damit die Presse dabei sein kann, sondern jeder B&#252;rger. (Ein Recht, dass man &#252;brigens nicht nur <a href="http://www.50hz.de/funke-abgewaehlt-auf-karl-heinz-folgt-karlheinz/">beim gro&#223;en Showdown</a> in Anspruch nehmen sollte.) B&#252;rgermeister haben Telefone und einige sollen sogar dran gehen. Parteien suchen h&#228;nderingend Nachwuchs. Zur Not gr&#252;ndet man <a href="http://www.50hz.de/die-generation-upload-bald-im-vareler-rat/">eine eigene</a>.</p>
<p>Die M&#246;glichkeiten, sich zu informieren und einzubringen sind vielf&#228;ltig. Und jeder B&#252;rger hat die Pflicht, sie zumindest ein wenig zu nutzen.</p>
<p>Ein wesentlicher Grund f&#252;r die Schwierigkeiten der Zeitungen ist ohne Frage der Erfolg des Internets. Das Internet bietet jedoch gleichzeitig vielf&#228;ltige M&#246;glichkeiten, die gerissene L&#252;cke wieder zu f&#252;llen. Wir brauchen nur endlich mehr Bewusstsein daf&#252;r, wie einfach und wie wichtig das ist.</p>
<p><strong>Um es auf den Punkt zu bringen: Jeder von uns kann (ein wenig) Uwe Brandhorst sein.</strong></p>
<p>Noch in einem zweiten Punkt bin ich mit Brandhorst nicht ganz einer Meinung. Die <a href="http://www.uwe-brandhorst.de/180709.htm">genannten</a> Zugriffszahlen der <a href="http://www.nwzonline.de/">NWZ online</a> m&#246;gen beeindruckend aussehen. Angesichts der unterirdischen Qualit&#228;t dieser Seiten &#8211; technisch wie inhaltlich &#8211; d&#252;rften die Bindungskr&#228;fte marginal sein. Hierzu auf lokaler Ebene Alternativen zu entwickeln, braucht ein wenig b&#252;rgerschaftliches Engagement. Mehr aber auch nicht. Und vor den Nachbarschaftsseiten wie <a href="http://mein-edewecht.de/">Mein Edewecht</a> habe ich eher wenig Respekt. Deren mickrige Leserzahlen erreichen Seiten wie die von Uwe Brandhorst allemal.</p>
<p><strong>Uwe Brandhorst wird hier also k&#252;nftig Beachtung und gegebenenfalls Erw&#228;hnung finden. Schade nur, dass er weder Kommentarfunktion noch RSS-Feed hat. Aber das k&#246;nnte man ja schnell beheben.</strong></p>
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		<title>Varel: Sch&#252;lerfloh beste Sch&#252;lerzeitung Niedersachsens</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 17:20:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angemessen w&#228;re eine ausf&#252;hrliche W&#252;rdigung des Themas, denn das Projekt Sch&#252;lerfloh hat v&#246;llig zu Recht bereits zum zweiten Mal die Auszeichnung &#8220;Beste Sch&#252;lerzeitung Niedersachsens und Bremens in der Kategorie Grundschule&#8221; erhalten.
Das ist mehr Wert als eine Randnotiz, doch aus Zeitgr&#252;nden beschr&#228;nke ich mich darauf, zum besten Anzeigenblatt n&#246;rdlich der Alpen zu verlinken.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angemessen w&#228;re eine ausf&#252;hrliche W&#252;rdigung des Themas, denn das Projekt Sch&#252;lerfloh hat v&#246;llig zu Recht bereits zum zweiten Mal die Auszeichnung &#8220;Beste Sch&#252;lerzeitung Niedersachsens und Bremens in der Kategorie Grundschule&#8221; erhalten.</p>
<p>Das ist mehr Wert als eine <a href="http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_artikel.php?id=2036163&amp;">Randnotiz</a>, doch aus <span id="more-2029"></span>Zeitgr&#252;nden beschr&#228;nke ich mich darauf, zum besten Anzeigenblatt n&#246;rdlich der Alpen zu <a href="http://www.friebo.de/index.php?main=aktuell&amp;site=varel__dangast&amp;artikel=799">verlinken</a>.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-2033 aligncenter" title="Sch&#252;lerfloh Redakteure" src="http://www.50hz.de/wp-content/uploads/2009/07/schuelerfloh_redakteure.jpg" alt="Die Sch&#252;lerfloh Redakteure im Rathaus" width="500" height="358" /></p>
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		<title>Varel: Lokalzeitung unter Druck</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 21:55:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Guter Lokaljournalismus ist selten. Die letzte mit echter Leidenschaft gemachte Lokalzeitung, die ich in der Hand hatte, war vor vielen Jahren das Bocholter Borkener Volksblatt.
Meine sp&#228;teren Heimatbl&#228;tter aus den H&#228;usern Lensing-Wolff und WAZ-Mediengruppe waren mittelm&#228;&#223;ig bis schlecht gemacht. Und dem hiesigen Gemeinn&#252;tzigen eilte auch nicht eben ein gro&#223;er Ruf voraus.
Umso &#252;berraschter war ich, als ich nach unserem Umzug vor einem Jahr erste Erfahrungen mit diesem Lokalteil der NWZ machte. Die Vareler Redaktion liefert auf den ersten Blick solide Arbeit ab:Â  In der Regel drei gut gef&#252;llte Seiten &#252;ber Varel, lesbare ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guter Lokaljournalismus ist selten. Die letzte mit echter Leidenschaft gemachte Lokalzeitung, die ich in der Hand hatte, war vor vielen Jahren das <a href="http://www.bbv-net.de/">Bocholter Borkener Volksblatt</a>.</p>
<p>Meine sp&#228;teren Heimatbl&#228;tter aus den H&#228;usern <a href="http://www.muensterschezeitung.de/">Lensing</a>-<a href="http://www.ruhrnachrichten.de/">Wolff</a> und <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bochum.html">WAZ-Mediengruppe</a> waren mittelm&#228;&#223;ig bis schlecht gemacht. Und dem hiesigen <a href="http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_kreis_friesland_varel.php">Gemeinn&#252;tzigen</a> eilte auch nicht eben ein gro&#223;er Ruf voraus.</p>
<p>Umso &#252;berraschter war ich, als ich nach unserem <a href="http://www.50hz.de/365-tage-varel/">Umzug vor einem Jahr</a> erste Erfahrungen mit diesem Lokalteil der <a href="http://www.nwzonline.de/">NWZ</a> machte. Die <a href="http://www.nwzonline.de/index_kundenservice_ansprechpartner_redaktion_ganznahdran_dergemeinnuetzige.php">Vareler Redaktion</a> liefert auf den ersten Blick solide Arbeit ab:Â  In der Regel drei gut gef&#252;llte Seiten &#252;ber Varel, lesbare Texte und durchaus spannende Serien &#8211; etwa &#252;ber die vielf&#228;ltigen <span id="more-1878"></span>Lebenskonzepte von Vareler Familien. Das war mehr, als ich nach meinem Leiden am Lokalen in Bochum erwarten konnte.</p>
<p>In einem Punkt aber &#8211; das wurde ebenfalls schnell klar &#8211; tut sich der Gemeinn&#252;tzige schwer: Die zunehmend komplexen Vorg&#228;nge der Vareler Lokalpolitik im Allgemeinen und die Selbstaufl&#246;sung der SPD im Besonderen wurden immer wieder seltsam unvollst&#228;ndig bis unverst&#228;ndlich dargestellt.</p>
<p>Der Grund daf&#252;r liegt vielleicht darin, dass sich sowohl die Redaktion aber auch die politischen Akteure noch l&#228;ngst nicht darauf eingestellt haben, dass Vareler Politik seit der letzten Wahl ein wenig komplexer geworden ist. Um Zugang zu den wichtigsten Informationen zu haben, reichte es in Varel &#252;ber JahrzehnteÂ  zur immer selben Person guten Kontakt zu halten.</p>
<p>Diese Zeiten sind vorbei: Die SPD ist zutiefst zerr&#252;ttet und hat im Rat keine Mehrheit. Die Tagespolitik wird vom B&#252;rgermeister und neuen bunten Mehrheiten bestimmt.</p>
<p>Wer die Vorg&#228;nge innerhalb der SPD durchdringen will, m&#252;sste mit zahlreichen Menschen sprechen. Und auch in der sich gerade erst formierten Ratsmehrheit gibt es nicht mehr den einen Ansprechpartner, sondern viele Personen, die um Standpunkte ringen. Darunter vielleicht auch solche, die im Umgang mit der Presse (noch) nicht so ge&#252;bt sind. Oder solche, die &#8211; vielleicht nicht ganz unberechtigt &#8211; ein wenigÂ  Misstrauen gegen&#252;ber der Vareler Redaktion hegen.</p>
<p>Der Fairness halber muss erw&#228;hnt werden, dass es zwischenzeitlich erste Ans&#228;tze zu einer sich ver&#228;ndernden BerichterstattungÂ  und Kommentierung gab. Nachhaltig war das aber nicht.</p>
<p>Am letzen Sonnabend dann hatte man pl&#246;tzlich den Eindruck, als wolle der Gemeinn&#252;tzige alle Vers&#228;umnisse der zur&#252;ckliegenden Monate <a href="http://www.50hz.de/hessliches-varel-die-spd-fraktion-allein-zu-haus/">an einem Wochenende vergessen</a> machen. Stutzig machte manchen jedoch vielleicht, wieso sich eigentlich mit <a href="http://www.nwzonline.de/index_kundenservice_ansprechpartner_redaktion_chefredaktion.php">Frank Jungbluth</a> der Chef vom Dienst &#8211; also gewisserma&#223;en die Nr. 3 in der NWZ-Hierarchie &#8211; so massiv in die Vareler Redaktion einbrachte.</p>
<p>Inzwischen wird der Hintergrund dazu ein wenig klarer. In einem offenen Brief, der mit zugespielt wurde, haben sich 50 Vareler Pers&#246;nlichkeiten &#228;u&#223;erst kritisch &#252;ber die Arbeit der NWZ ge&#228;u&#223;ert. Dieser Brief sollte wohl am Sonnabend als Anzeige im Gemeinn&#252;tzigen erscheinen, was seitens der NWZ jedoch unterbunden wurde.</p>
<p>Statt dessen soll es &#8211; so ist zu h&#246;ren &#8211; zu sehr deutlichen Worten und auch Ma&#223;nahmen seitens der Chefredaktion gegen&#252;ber den Vareler Kollegen gekommen sein. Unter anderem hat sich offenbar der Chef vom Dienst pers&#246;nlich in die Arbeit in Varel eingebracht. Ein in dieser Form h&#246;chst ungew&#246;hnlicher Vorgang.</p>
<p>Grunds&#228;tzlich bin kein Freund davon, wenn &#8220;wichtige Leute&#8221; mit ihrem Einfluss auf Zeitungen einwirken. Dieser Fall ist jedoch so gelagert, dass ich ihn f&#252;r vertr&#228;glich halte. Zwar nimmt der Brief deutlich Bezug auf die Berichterstattung rund um die SPD und den B&#252;rgermeister, er unterstellt aber nirgendwo unzul&#228;ssige Parteiname bzgl. bestimmter Personen oder Parteien. Kritisiert werden lediglich journalistische Nachl&#228;ssigkeiten wie mangelnde eigene Recherche, fehlende kritische Nachfragen und eine zu geringe Gewichtung politischer Themen. Zudem wird die Kritik umfassend nachvollziehbar begr&#252;ndet.</p>
<p>Au&#223;erdem ist festzuhalten, dass die Unterzeichner ganz &#252;berwiegend bislang kaum &#246;ffentlich in Erscheinung getreten und politisch nicht gebunden scheinen. Im Fazit des Briefes fordern sie zudem nicht mehr als journalistische Selbstverst&#228;ndlichkeiten ein: Umfangreiche, zeitnahe und sorgf&#228;ltige Recherche und Berichterstattung zu politischen Themen.</p>
<p>Von der Existenz des Briefes wissen inzwischen offenbar viele Vareler. Gelesen haben ihn ebenfalls manche. Ich denke daher, dass es an der Zeit ist, ihn &#246;ffentlich zu machen, was ich hiermit tue.</p>
<div id="attachment_1881" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.50hz.de/wp-content/uploads/2009/06/brief_an_nwz_950.jpg"><img class="size-full wp-image-1881" title="brief_an_nwz_500" src="http://www.50hz.de/wp-content/uploads/2009/06/brief_an_nwz_500.jpg" alt="brief_an_nwz_500" width="500" height="353" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Klick aufs Bild ruft eine lesbare Version auf.</p></div>
<p>Ich bin auf die weitere Entwicklung mehr als gespannt. Nicht nur inhaltlich, sondern auch journalistisch.</p>
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		<title>B&#252;ppel, Birken, B&#252;rgerwille</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 09:15:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus Büppel]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt Tage, da schl&#228;gt man morgens die Zeitung auf und denkt, &#8220;Zwickt mich bitte mal einer? Das kann doch nicht stimmen.&#8221;
Heute war so ein Tag. Der Gemeinn&#252;tzige (ja! so hei&#223;t der Lokalteil der NWZ f&#252;r die Friesische Wehde tats&#228;chlich) titelt &#8220;Keine Gnade f&#252;r die Birken.&#8221;
F&#252;r meine Leser von au&#223;erhalb kurz zum Hintergrund: F&#228;hrt man aus Varel kommend nach B&#252;ppel hinein reihen sich entlang der Stra&#223;e rechter Hand 15 ungew&#246;hnlich pr&#228;chtige Birken. Diese B&#228;ume sind fast so alt wie ich, also gute 30 Jahre. Auf jeden Fall stehen sie dort ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.50hz.de/wp-content/uploads/2008/11/birken_bueppel_herbst.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-554" title="birken_bueppel_herbst" src="http://www.50hz.de/wp-content/uploads/2008/11/birken_bueppel_herbst.jpg" alt="" width="300" height="275" /></a>Es gibt Tage, da schl&#228;gt man morgens die Zeitung auf und denkt, &#8220;Zwickt mich bitte mal einer? Das kann doch nicht stimmen.&#8221;</p>
<p><strong>Heute war so ein Tag. Der Gemeinn&#252;tzige (ja! so hei&#223;t der Lokalteil der <a href="http://www.nwzonline.de/">NWZ</a> f&#252;r die Friesische Wehde tats&#228;chlich) titelt &#8220;<a href="http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_kreis_friesland_varel_artikel.php?id=1838986">Keine Gnade f&#252;r die Birken</a>.&#8221;</strong></p>
<p>F&#252;r meine Leser von au&#223;erhalb kurz zum Hintergrund: F&#228;hrt man aus <a href="http://www.varel.de">Varel</a> kommend nach <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=b%C3%BCppel&amp;sll=51.151786,10.415039&amp;sspn=12.804258,32.783203&amp;ie=UTF8&amp;ll=53.379437,8.144302&amp;spn=0.047513,0.128059&amp;z=13&amp;g=b%C3%BCppel">B&#252;ppel</a> hinein reihen sich entlang der <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=b%C3%BCppel&amp;sll=51.151786,10.415039&amp;sspn=12.804258,32.783203&amp;ie=UTF8&amp;ll=53.380842,8.140751&amp;spn=0.001485,0.004002&amp;t=k&amp;z=18">Stra&#223;e rechter Hand</a> 15 ungew&#246;hnlich pr&#228;chtige Birken. Diese B&#228;ume sind fast so alt wie ich, also gute 30 Jahre. Auf jeden Fall stehen sie dort schon so lange, dass sich nur wenige B&#252;ppeler daran erinnern k&#246;nnen, wie die Stra&#223;e dort begr&#252;nt war, bevor die Birken gepflanzt wurden.</p>
<p>Bereits Anfang 2007 war von 18 Haushalten aus <span id="more-548"></span>der Umgebung der Birken gegen&#252;ber der Verwaltung das Begehren ge&#228;u&#223;ert worden, die B&#228;ume zu entfernen. Begr&#252;ndung: Birken machen Dreck (Bl&#228;tter, Bl&#252;ten, Samen), belasten Allergiker (Pollen) und besch&#228;digen den Radweg. Zudem seien die B&#228;ume so gro&#223;, dass sie eine Gefahr f&#252;r die anliegenden H&#228;user darstellten.</p>
<p>Das Begehren war seitens des zust&#228;ndigen Ausschusses zun&#228;chst abgelehnt worden. &#220;ber ein Jahr sp&#228;ter gab es dann aber doch eine von SPD-Fraktion und einem Gr&#252;nen Ratsherrn getragene Mehrheit f&#252;r die Abholzung. Um dem Beschluss das Konfliktpotential zu nehmen, wurde zudem festgelegt, dass die Abholzung &#252;ber mehrere Jahre gestreckt wird.</p>
<p>Dennoch regte sich in B&#252;ppel erstaunlicher Widerstand: Durch einfaches Auslegen einer Unterschriftenliste beim B&#252;ppeler B&#228;cker wurden innerhalb k&#252;rzester Zeit &#252;ber 600 Unterschriften gesammelt. Bei einer Wohnbev&#246;lkerung von ca. 2.200 Personen ein erstaunliches Ergebnis. Die Unterschriftenlisten wurden dem B&#252;rgermeister &#252;bergeben, der sie &#8211; so h&#246;rt man &#8211; sehr wohlwollend entgegen genommen hat.</p>
<p>Unter den B&#252;ppelern machte sich danach das Gef&#252;hl breit, jetzt sei ja alles klar. Nach einem so eindeutigen B&#252;rgervotum w&#252;rde der Rat seinen Beschluss kaum aufrecht erhalten.</p>
<p>Doch leider wurde die Rechnung ohne die SPD-Fraktion gemacht. Die hat n&#228;mlich am Montag &#8211; und damit sind wir wieder beim Ausgangspunkt &#8211; mit ihrer Ausschussmehrheit den Beschluss zur Beseitigung best&#228;tigt.</p>
<p>Ich will der SPD-Fraktion nicht unterstellen, sie habe sich die Entscheidung leicht gemacht. <strong>Dennoch glaube ich, dass die Entscheidung falsch ist. Aus fachlichen Gr&#252;nden aber auch &#8211; und das wiegt schwerer &#8211; aus politischen Gr&#252;nden.</strong></p>
<p>Ich denke, es besteht weitgehend Einigkeit dar&#252;ber, dass wir die Frage nach dem Erhalt von Baumbestand nicht an den Interessen einzelner Anlieger ausrichten k&#246;nnen. Stra&#223;enb&#228;ume erf&#252;llen wichtige Funktionen. Laubfall, unerw&#252;nschter Schattenwurf und andere Nebenerscheinungen sind also hinzunehmen. Ginge es nicht um Birken, sondern Bergahorn, w&#228;re es kaum zu dieser Entwicklung gekommen.</p>
<p>Weg sollen also Birken, nicht B&#228;ume. Die Birke hat zugegeben zwei objektiv nachvollziehbare Nachteile: Sie hat sehr aufdringliche Samen und sie belastet Allergiker in besonderer Weise. Doch auch andere B&#228;ume haben Nachteile. Pappelsamen sind auch keine Freude, Ahornsamen keimen oft wie ges&#228;t, Linden honigen stark, das Laub von Eichen verrottetÂ  nur schwer.</p>
<p>Und den Allergikern sei gesagt, dass eine Beseitigung der Birken an dieser Stelle kaum Wirkung zeigen d&#252;rfte. Die Birke ist nach meinem Eindruck neben der Eiche der h&#228;ufigste Laubbaum in B&#252;ppel zu sein. Den Birkenpollenflug merklich einzuschr&#228;nken w&#252;rde nur gelingen, wenn man halb B&#252;ppel entlaubte.</p>
<p>Dass Samen und Pollen als Argument gegen Birken alleine nicht ausreichen, scheint auch den Bef&#252;rwortern der Beseitigung klar zu sein. Deshalb werden weitere Argumente in Feld gef&#252;hrt, die jedoch allesamt fehl gehen:</p>
<p>So bef&#252;rchten Anwohner, die Birken k&#246;nnten bei Sturm auf Ihre H&#228;user fallen. Das ist jedoch kaum wahrscheinlich. Zum einen sind die B&#228;ume gesund und standfest, au&#223;erdem neigen sie sich mit der Hauptwindrichtung gen Stra&#223;e. Und schlie&#223;lich spr&#228;che dieses Argument f&#252;r die Beseitigung nahezu jeden gr&#246;&#223;eren Stra&#223;enbaumes in der Stadt.</p>
<p>Angeblich besch&#228;digen Birken auch den unter ihnen verlaufenden Radweg und die Stra&#223;e. Eine Ortsbesichtigung zeigt jedoch das Gegenteil. Der Radweg entlang der B&#252;rgermeister-Osterloh-Stra&#223;e ist insgesamt eher eine Zumutung. Doch ausgerechnet im Bereich der Birken ist er in einem vergleichsweise guten Zustand.</p>
<p>Schlie&#223;lich wird der geringe Wert der Birke ins Feld gef&#252;hrt und die geringe Lebenserwartung ins Feld gef&#252;hrt. Dieses Argument ist haneb&#252;chen. Der forstwirtschaftliche Wert spielt f&#252;r die Beurteilung eines Stra&#223;enbaumes eine untergeordnete Rolle. Vielmehr geht es vorwiegend um &#228;sthetische Fragen.</p>
<p>Und damit sind wir bei dem entscheidenden Missverst&#228;ndnis. W&#228;hrend die SPD im Rat glaubt es ginge um B&#228;ume, scheinen die B&#252;ppeler vor allem an einem gewachsenen Ortsbild zu h&#228;ngen. F&#252;r die meisten, die hier wohnen, bilden die Birken gewisserma&#223;en den Ortseingang. Wenn man nach der Arbeit oder vom Einkauf aus der Stadt nach B&#252;ppel f&#228;hrt, zeige die B&#228;ume an, dass man jetzt wieder zu Hause ist. Da bedeutet, dass selbst dann, wenn in 10 oder 20 Jahren erste B&#228;ume aus Altergr&#252;nden fallen m&#252;ssen, dort wieder Birken zu pflanzen w&#228;ren. Und nicht etwa Bergahorn.</p>
<p><strong>Abschlie&#223;end noch kurz zur politischen Einsch&#228;tzung.</strong> In B&#252;ppel konnten ohne gro&#223;e M&#252;he &#252;ber 600 Unterschriften f&#252;r den Erhalt der Birken gesammelt werden. Damit w&#228;re bezogen auf die B&#252;ppeler Wohnbev&#246;lkerung das Quorum f&#252;r ein B&#252;rgerbegehren mehrfach erf&#252;llt. Selbst wenn nur die H&#228;lfte der Unterschriften g&#252;ltig sind, w&#228;re dies immer noch der Fall.</p>
<p>Sich &#252;ber ein solch klares Votum hinwegzusetzen braucht, wie ich finde, gewichtigere Argumente als ein wenig Birkensamen auf dem Teppich. Ich w&#252;rde mir w&#252;nschen, dass die SPD-Fraktion &#252;ber diese Frage bis zur Sitzung des Verwaltungsausschusses noch einmal gr&#252;ndlich nachdenkt.</p>
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		<title>DerWesten: Kein Kaffee und nur saure Milch</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 12:49:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Über den Westen]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich gebe zu, ich widme mich den Internet-Aktivit&#228;ten der WAZ-Mediengruppe aka DerWesten nicht mehr so intensiv, dass ich sie noch voll qualifiziert beurteilen k&#246;nnte.
Meine bekannte Kritik an dem Portal wegen der unterirdischen Leistungen im Lokalen und der Vernachl&#228;ssigung des Regionalen jedoch &#8211; etwa hier -, findet in sch&#246;ner Regelm&#228;&#223;igkeit neue Best&#228;tigung.
Zuletzt am vergangenen Montag. &#220;ber Twitter war am fr&#252;hen Abend zu erfahren, dass in der Bochumer Innenstadt ein Weltkriegsbombe gefunden worden war. Das folgende Chaos muss erheblich gewesen sein. Der Verkehr auf Stra&#223;e und Schiene brach weitgehend zusammen, 6.000 Menschen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://twitter.com/50hz/statuses/968682493"><img class="alignright size-full wp-image-453" title="karamel_derwesten_twitter" src="http://www.50hz.de/wp-content/uploads/2008/10/karamel_derwesten_twitter.jpg" alt="" width="300" height="275" /></a>Ich gebe zu, ich widme mich den Internet-Aktivit&#228;ten der WAZ-Mediengruppe aka <a href="http://www.derwesten.de/">DerWesten</a> nicht mehr<span id="more-438"></span> so intensiv, dass ich sie noch voll qualifiziert beurteilen k&#246;nnte.</p>
<p>Meine bekannte Kritik an dem Portal wegen der unterirdischen Leistungen im Lokalen und der Vernachl&#228;ssigung des Regionalen jedoch &#8211; <a href="http://www.pottblog.de/2008/08/29/marketingclub-bochum-50hz-ueber-blogs-twitter-und-den-westen/">etwa hier</a> -, findet in sch&#246;ner Regelm&#228;&#223;igkeit neue Best&#228;tigung.</p>
<p>Zuletzt am vergangenen Montag. &#220;ber Twitter war am <a href="http://twitter.com/MoritzFiege/statuses/967694726">fr&#252;hen Abend</a> zu erfahren, dass in der Bochumer Innenstadt ein Weltkriegsbombe gefunden worden war. Das folgende Chaos muss erheblich gewesen sein. Der Verkehr auf Stra&#223;e und Schiene brach weitgehend zusammen, 6.000 Menschen mussten evakuiert werden.</p>
<p>Eine Situation, die f&#252;r jeden engagierten Lokaljournalisten <!--more-->ein gefundenes Fressen sein sollte. An jeder Ecke wartet ein Story, die Bilder springen einem nur so entgegen. Wie zum Beispiel evakuiert man eigentlich frisch operierte Patienten aus einer Tagesklinik? Warum verlassen sich einige Bewohner offenbar nur widerwillig das Gebiet? Interviewthemen, Portraitanl&#228;sse, Fotostrecken.</p>
<p>Bei DerWesten war jedoch nichts von alledem zu lesen. Es gab lange Zeit lediglich eine d&#252;rre Meldung von ddp, sp&#228;ter eine von dpa. Erst am Dienstag Abend gibt es im Lokalen dann endlich eine allerdings immer noch nicht berauschende <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bochum/2008/10/21/news-85110080/detail.html">eigene Story</a>. Inzwischen findet man immerhin eine Fotostrecke und ein vom WDR &#252;bernommenes Video. Wie k&#246;nnte man diese &#8220;Leistung&#8221; besser betiteln als Lukas mit <a href="http://www.coffeeandtv.de/2008/10/21/geht-die-welt-heute-unter-geht-sie-ohne-mich/">Geht die Welt heute unter, geht sie ohne mich</a>.</p>
<p>Die Bochumer Lokalredaktion hat damit einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie den Anforderungen eines modernen Lokaljournalismus in keiner Weise gewachsen ist. Und ganz offenbar ist auch die Redaktion von DerWesten nicht willens oder in der Lage diese Schw&#228;che zumindest bei ganz besonders wichtigen Ereignissen aufzufangen. Ich <a href="http://www.pottblog.de/2008/08/31/ob-wahl-wer-wohnt-schon-in-duesseldorf-derwesten-wohl-nicht/">erinnere</a> in diesem Zusammenhang gerne noch einmal an das Desaster zur Oberb&#252;rgermeisterwahl in D&#252;sseldorf.</p>
<p>Auf mich wirkt DerWesten immer mehr &#8211; so habe ich es gestern schon <a href="http://twitter.com/50hz/statuses/968682493">getwittert</a> -<span class="entry-content"> wie ein Starbucks mit dem besten Karamelsirup der Stadt. Leider gibt es keinen Kaffee und die Milch ist sauer:</span></p>
<p>Das Community-Management platzt aus allen N&#228;hten, Video scheint irgenwie wichtig, Blogs gibt es gar viele. Aber es fehlt weitgehend an geeigneten Inhalten aus den Lokalredaktionen und auch den &#252;brigen journalistischen Inhalten wird eher wenig Aufmerksamkeit geschenkt.</p>
<p>Dem Erfolg von DerWesten scheint das alles offenbar nicht im Wege zu stehen. Die Zugriffszahlen entwickeln sich <a href="http://www.pottblog.de/2008/10/10/ivw-zahlen-september-2008-fuer-derwestende-und-rp-onlinede/">recht positiv</a>. Gleichzeitig geraten die Auflagen der Prinausgaben jedoch <a href="http://www.pottblog.de/2008/10/22/auflagenverluste-fuer-die-waz-mediengruppe-waz-gibts-neues/">weiter ins Rutschen</a>. Mag sein, dass ich mich t&#228;usche, doch ich bin mir recht sicher, dass die mangelnde journalistische Qualit&#228;t von Print und Online den Abok&#252;ndigungen zus&#228;tzlich Vorschub leistet. Uns was der Erfolg von DerWesten noch wert ist, wenn Werbetreibende irgendwann nicht mehr nur auf Klicks, sondern auch auf die Qualit&#228;t der Zugriffe schauen, wird sich noch zeigen.</p>
<p>Ich wiederhole mich gerne. K&#252;mmert Euch bei DerWesten um die Qualit&#228;t im Lokalen, macht eine perfekte (Online-)Zeitung f&#252;r die Region Ruhr und NRW. Andernfalls wird von Euren Medien irgendwann nichts &#252;brig bleiben als eine mittelm&#228;&#223;ige Community, die &#252;ber Inhalte von dpa, WDR und Spiegel online diskutiert.</p>
<p><em>Der Pottblogger Jens hat &#252;brigens die hochnotpeinliche Begr&#252;ndung der WAZ Bochum f&#252;r ihr &#8220;Versagen&#8221; gefunden. <a href="http://www.pottblog.de/2008/10/21/10-fuer-lukas-waz-gibts-neues/">Sie wurde evakuiert</a>.</em></p>
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