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	<title>50hz - Werkstatt für Netzkommunikation &#187; Pottblog</title>
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		<title>Bochumer Kulturdezernent Townsend im Interview beim Pottblog</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 08:34:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bochum]]></category>
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		<description><![CDATA[Meine alte Heimat Bochum hat kulturell eine Menge zu bieten. Leider geht das im Kulturhauptstadtjahr 2010 bislang ein wenig unter. Das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass Bochum sich lange auf Infrastrukturprojekte wie das Konzerthaus konzentriert hat, die inzwischen s&#228;mtlich an der Finanzlage der Stadt gescheitert sind.
Inzwischen ist man ein St&#252;ck weiter und schaut auf die inhaltlichen St&#228;rken, die Dank eines von Bochumer Agenturen gesponserten Internetauftritts jetzt auch angemessen pr&#228;sentiert werden k&#246;nnen.
Der Pottblogger Jens hat mit dem Bochumer Kulturdezernenten Michael Townsend k&#252;rzlich ein ausf&#252;hrliches Gespr&#228;ch aufgezeichnet und heute ver&#246;ffentlicht, in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine alte Heimat <a href="http://www.bochum.de/">Bochum</a> hat kulturell eine Menge zu bieten. Leider geht das im <a href="http://www.ruhr2010.de/">Kulturhauptstadtjahr 2010</a> bislang ein wenig unter. Das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass Bochum sich lange auf Infrastrukturprojekte wie das <a href="http://www.pottblog.de/2009/05/19/waz-gesundheitscampus-nicht-gefaehrdet-konzerthaus-und-kulturhauptstadt-2010-schon/">Konzerthaus</a> konzentriert hat, die inzwischen s&#228;mtlich an der Finanzlage der Stadt gescheitert sind.</p>
<p>Inzwischen ist man ein St&#252;ck weiter und schaut auf die inhaltlichen St&#228;rken, die Dank eines von Bochumer Agenturen gesponserten <a href="http://www.bochum-2010.de">Internetauftritts</a> jetzt auch angemessen pr&#228;sentiert werden k&#246;nnen.</p>
<p>Der Pottblogger Jens hat mit dem Bochumer Kulturdezernenten Michael Townsend k&#252;rzlich ein ausf&#252;hrliches Gespr&#228;ch aufgezeichnet und <a href="http://www.pottblog.de/2010/03/30/interview-michael-townsend-kulturhauptstadt-2010-ruhr2010-bochum/">heute ver&#246;ffentlicht</a>, in dem es vornehmlich um die Bochumer Rolle bei der <a href="http://www.ruhr2010.de/">Ruhr.2010</a> geht. In dem Interview kommt meine Rolle an einer Stelle indirekt ebenfalls zur Sprache. Wie bereits erw&#228;hnt, <a href="http://www.50hz.de/kulturhauptstadt-europas-bochum2010/">Bloggen wirkt</a>.</p>
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		<title>Kulturhauptstadt Europas: Bochum2010!!</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 09:52:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über den Westen]]></category>
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		<description><![CDATA[
Bloggen wirkt. Manchmal. Nicht ganz ohne Stolz kann ich heute darauf hinweisen, dass mein Beitrag &#252;ber die nicht eben gelungenen Internetseiten zum Kulturhauptstadtjahr 2010 in Bochum den Anfang einer Erfolgsgeschichte markiert. Auch wenn es sich in einer ersten Reaktion der Stadt auf meine Kritik via Ruhrnachrichten zun&#228;chst nicht so anh&#246;rte, als habe man dort Bedeutung einer unzureichenden Pr&#228;sentation der Bochumer Ruhr2010-Beitr&#228;ge im Internet wirklich verstanden, hatte dort bereits ein Umdenken begonnen.
Die nach meinem Beitrag gestarteten Bem&#252;hungen meines Freundes Carsten K&#246;chel, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer derÂ BochumerÂ Agentur COMKOM, den Seiten der Stadt notfalls eine private ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-3583 alignnone" title="Bochum2010" src="http://www.50hz.de/wp-content/uploads/2010/03/bochum2010.jpg" alt="Bochum2010" width="560" height="332" /></p>
<p>Bloggen wirkt. Manchmal. Nicht ganz ohne Stolz kann ich heute darauf hinweisen, dass <a href="http://www.50hz.de/kulturhauptstadt-europas-bochum1999/">mein Beitrag &#252;ber die nicht eben gelungenen Internetseiten zum Kulturhauptstadtjahr 2010 in Bochum</a> den Anfang einer Erfolgsgeschichte markiert. Auch wenn es sich in einer <a href="http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/bochum/Bochum-Blogger-kritisiert-Bochumer-Internetauftritt;art932,792172">ersten Reaktion der Stadt auf meine Kritik via Ruhrnachrichten</a> zun&#228;chst nicht so anh&#246;rte, als habe man dort Bedeutung einer unzureichenden Pr&#228;sentation der Bochumer Ruhr2010-Beitr&#228;ge im Internet wirklich verstanden, hatte dort bereits ein Umdenken begonnen.</p>
<p>Die nach meinem Beitrag gestarteten Bem&#252;hungen meines Freundes Carsten K&#246;chel, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer derÂ BochumerÂ Agentur <a href="http://www.comkom.de">COMKOM</a>, den Seiten der Stadt notfalls eine private und von Kulturschaffenden, Agenturen und Bloggern getragene Alternative zur Seite zu stellen, fielen daher bei der Stadt auf fruchtbaren Boden.</p>
<p>Ergebnis ist nun ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt, der <a href="http://www.bochum-tourismus.de/">Bochum Marketing GmbH</a> und COMKOM. Die Agentur hat der Stadt das bereits fertige Konzept und die technische Umsetzung geschenkt, Bochum Marketing &#252;bernimmt die presserechtliche Verantwortung und stellt technische Ressourcen zur Verf&#252;gung und alle drei Partner k&#252;mmern sich gemeinsam um die Inhalte.</p>
<p>Weiterhin beteiligt sind sogenannte Unterst&#252;tzter, darunter <a href="http://www.frankgoosen.de/">Frank Goosen</a>, die Agenturen <a href="http://www.radar-net.de/">Radar</a>, <a href="http://www.cooltour.com/">CoolTour</a>, <a href="http://www.xango-cult.de/">Xango Kult</a> und <a href="http://www.dacapo-bochum.de/">DaCapo</a> sowie das <a href="http://www.pottblog.de/">Pottblog</a> und 50hz.</p>
<p>Das Projekt ist offen f&#252;r weitere F&#246;rderer und Unterst&#252;tzer, die sich mit Sachleistungen oder inhaltlich einbringen k&#246;nnen. Von gro&#223;em Interesse w&#228;ren etwa Blogger, die die Bochumer Beitr&#228;ge zum Kulturhauptstadtjahr kritisch begleiten m&#246;chten, Fotografen, die ihre Werke auf der Plattform zeigen k&#246;nnten oder auch Au&#223;enstehende, die aus der Distanz einen Blick auf Bochum werfen.</p>
<p>Zur Einbindung der Beteiligten sind regelm&#228;&#223;ige Treffen in Planung.</p>
<p>Wichtig zu wissen. Es geht um Bochum und dessen Au&#223;endarstellung. Und es steht im Grunde keinerlei Budget zur Verf&#252;gung. Wer sich einbringt, tut das im Interesse seiner Stadt, der es unter anderem durch diesesÂ EngagementÂ noch gelingen k&#246;nnte, am Ende zu Unrecht als der Verlierer des Kulturhauptstadtjahres da zu stehen.</p>
<p><em>&#220;brigens: Dem am Anfang zum Ausdruck gebrachten Stolz folgt nun eine angemessene Portion Bescheidenheit. Ich habe den Anfang markiert und einige kleinere Impulse gesetzt. Mehr nicht. Die eigentliche Arbeit haben andere &#8211; vor allem die Mannschaft bei COMKOM &#8211; geleistet.</em></p>
<p>Weitere Beitr&#228;ge zum Thema:</p>
<ul>
<li>Pottblog:Â <a rel="bookmark" href="http://www.pottblog.de/2010/03/02/bo2010-de-das-wuerdige-portal-einer-kulturhauptstadt-europas/">bo2010.de: Das w&#252;rdige Portal einer  Kulturhauptstadt Europas</a></li>
<li>Ruhrnachrichten: <a href="http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/bochum/Bochum-Kreativwirtschaft-schenkte-der-Stadt-Bochum-eine-Internetseite;art932,835527">Kreativwirtschaft schenkte der Stadt Bochum eine Internetseite</a></li>
</ul>
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		<title>Wird der Westen ein Klatschblatt? (Update)</title>
		<link>http://50hz.de/wird-der-westen-ein-klatschblatt/</link>
		<comments>http://50hz.de/wird-der-westen-ein-klatschblatt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 09:14:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[derwesten]]></category>
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		<category><![CDATA[Pottblog]]></category>
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		<description><![CDATA[Hinweis: Der CvD des Westens, Andreas Fettig erl&#228;utert hier und an anderer Stelle per Kommentar seine Sicht der gestrigen Versammlung. Die Planungen befinden sich danach in einem fr&#252;hen Stadium. Einige der angedeuteten &#196;nderungen &#8211; besonders der Fokus auf das Lokale &#8211; klingen durchaus bedenkenswert. 
Ich war bekanntlich nie ein allzu gro&#223;er Fan der Online-Aktivit&#228;ten von WAZ und Co. unter dem Titel Der Westen. Kurz gesagt war mir der Versuch, die Pr&#228;senzen der WAZ-Medien WAZ, NRZ, WR und WP unter einem Dach zu vereinen zu kurz gesprungen: Nicht konsequent genug, an ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.derwesten.de"><img class="alignright size-full wp-image-3526" title="DerWesten" src="http://www.50hz.de/wp-content/uploads/2010/02/DerWesten.jpg" alt="DerWesten" width="210" height="193" /></a>Hinweis: Der CvD des Westens, Andreas Fettig erl&#228;utert hier und an anderer Stelle per Kommentar seine Sicht der gestrigen Versammlung. Die Planungen befinden sich danach in einem fr&#252;hen Stadium. Einige der angedeuteten &#196;nderungen &#8211; besonders der Fokus auf das Lokale &#8211; klingen durchaus bedenkenswert. </strong></p>
<p>Ich war bekanntlich nie ein allzu gro&#223;er Fan der Online-Aktivit&#228;ten von WAZ und Co. unter dem Titel <a href="http://www.derwesten.de/">Der Westen</a>. Kurz gesagt war mir der Versuch, die Pr&#228;senzen der WAZ-Medien WAZ, NRZ, WR und WP unter einem Dach zu vereinen zu kurz gesprungen: Nicht konsequent genug, an vielen Stellen bis zum Schluss unausgereift, zu wenig lokal.</p>
<p>Ich habe allerdings inzwischen gelernt, dass dies nicht in nur an den K&#246;pfen hinter dem Westen, sondern auch an chronischer Unterfinanzierung und massiven Widerst&#228;nden in den Reihen der Printkollegen gepaart mit einem eher ungl&#252;cklichen Zeitpunkt <span id="more-3525"></span>f&#252;r den Start gelegen haben k&#246;nnte. Und trotz aller Kritik, muss man einfach anerkennen, dass Katharina Borchert und ihr Team, viel frischen Wind gebracht haben und das Projekt Westen insgesamt kaum als Misserfolg zu bezeichnen ist.</p>
<p>Nun ist Katharina Borchert zu Spiegel Online nach Hamburg <a href="http://www.pottblog.de/2009/09/28/im-westen-wird-gewechselt-ibrahim-evsan-thomas-knuewer-katharina-borchert-und-hoffentlich-mehr/">gewechselt</a> und der WAZ Chef <a href="http://www.pottblog.de/2009/12/11/ulrich-reitz-wird-nachfolger-von-katharina-borchert-bei-derwesten/">Ulrich Reitz hat das Sagen</a> beim Westen. Gestern hat er offenbar erstmals umfassender Durchblicken lassen, was er mit dem Westen vorhat. Der <a href="http://www.pottblog.de/2010/02/08/derwesten-rueckkehr-waz-de/">Pottblogger Jens Matheuszik berichtet ausf&#252;hrlich</a> aus der internen Sitzung. <a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2010/02/der-westen-soll-wachsen-aber-wie/">Thomas Kn&#252;wer berichtet &#196;hnliches</a>.</p>
<p>Zusammengefasst scheint so etwas wie eine Rolle r&#252;ckw&#228;rts geplant zu sein. Und bis auf die Idee, das Lokale zu st&#228;rken, kann ich wenig Substantielles erkennen. Zudem erscheinen die geplanten Ver&#228;nderungenÂ  wie eine umfassende Absage an die &#196;ra Katharina Borchert.</p>
<p>Wie gut, dass die nun als Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin Spiegel online zu Grunde richtet. Da steht der Weltherrschaft der WAZ bald nichts mehr im Wege.</p>
<p>Ebenfalls zum Thema: <a href="http://www.turi2.de/2010/02/09/heute2-waz-plant-angeblich-radikalen-umbau-derwesten-de-7973646/">turi2</a></p>
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		<title>Link to The Rest</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 11:30:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Jeff Jarvis]]></category>
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		<category><![CDATA[Print]]></category>
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		<description><![CDATA[Unter Print-Journalisten und solchen, die es werden wollen &#8211; vulgo Online-Journalisten ;-) &#8211; scheint nach wie vor der Anspruch zu gelten, immer alles selbst machen zu wollen.
So werden in Deutschland jeden Tag weit &#252;ber 100 &#252;berregionale Mantelausgaben produziert, die sich bei n&#228;herem Hinsehen nicht wirklich unterscheiden. Das ist wenig verwunderlich, setzen doch alle Bl&#228;tter weitgehend auf die gleichen Quellen und &#252;bernehmen unter dem zunehmenden Zeitdruck geschrumpfter Redaktionen deren Texte nur allzu gern wenig ver&#228;ndert.
An manchen Tagen f&#228;llt das sogar am Bahnhofskiosk auf, wie Lukas k&#252;rzlich eindrucksvoll dokumentierte.
Immer &#246;fter greifen die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter Print-Journalisten und solchen, die es werden wollen &#8211; vulgo Online-Journalisten ;-) &#8211; scheint nach wie vor der Anspruch zu gelten, immer alles selbst machen zu wollen.</p>
<p>So werden in Deutschland jeden Tag weit &#252;ber 100 &#252;berregionale Mantelausgaben produziert, die sich bei n&#228;herem Hinsehen nicht wirklich unterscheiden. Das ist wenig verwunderlich, setzen doch alle Bl&#228;tter weitgehend auf die gleichen Quellen und &#252;bernehmen unter dem zunehmenden Zeitdruck geschrumpfter Redaktionen deren Texte nur allzu gern wenig ver&#228;ndert.</p>
<p>An manchen Tagen f&#228;llt das sogar am Bahnhofskiosk auf, wie Lukas k&#252;rzlich <a href="http://www.coffeeandtv.de/2009/11/13/99-kriegsminister/">eindrucksvoll dokumentierte</a>.</p>
<p>Immer &#246;fter greifen die Redaktionen auch auf die <a href="http://de.wikipedia.org/">Wikipedia</a> zur&#252;ck. Das ist durchaus legitim, birgt jedoch <a href="http://www.bildblog.de/5704/wie-ich-freiherr-von-guttenberg-zu-wilhelm-machte/">gewisse Risiken</a> und au&#223;erdem sollte man<br />
<span id="more-2982"></span> sich an die Regeln des Urheberrechts halten. Letzteres steht jedoch offenbar im Widerspruch zum oben formulierten Anspruch, so dass schon mal ganze Passagen einfach abgeschrieben werden ohne auf die Quelle zu verweisen.</p>
<p>Meistens merkt es ja keiner, aber wenn man doch erwischt wird, kann das ganz sch&#246;n peinlich sein. So, wie im jetzt <a href="http://mbaumer.de/2009/die-waz-und-die-wikipedia/">von Markus Baumer dokumentieren Fall</a> f&#252;r die WAZ.</p>
<p>Der Fairness halber sei angemerkt, dass die Print-Jounalisten es auch nicht eben leicht haben. Anders als im Netz kann man nicht mal eben auf die Wikipedia verlinken und ein ordnungsgem&#228;&#223;er Hinweis auf die Quelle verbraucht den ohnehin zu knappen Platz. Zudem ist unsicher, ob die Leser Transparenz hinsichtlich der Quellen &#252;berhaupt honorieren oder sich nicht vielmehr irritiert abwenden.</p>
<p>Eine Irritation, die &#252;brigens zu den typischen Reaktionen meiner Leser aus dem lokalen Umfeld geh&#246;rt. Texte zu lesen , die &#8211; wie auch dieser &#8211; statt Sachverhalte selbst aufzukl&#228;ren, dem Leser einen Link nach ganz wo anders zumuten, dazu geh&#246;rt eine gewisse Erfahrung.</p>
<p>Ich bleibe dennoch Jeff Jarvis treu und werde weiterhin den <a href="http://www.buzzmachine.com/2007/02/22/new-rule-cover-what-you-do-best-link-to-the-rest/">Rest nur verlinken</a>. Ich bin mir sicher, dass in dieser Art zu schreiben die Zukunft liegt und sie zunehmend als v&#246;llig normal wahrgenommen wird. Die NWZ beispielsweise beginnt &#8211; <a href="http://www.nwzonline.de/Region/Kreis/Friesland/Varel/Artikel/2162593/Initiative+will+andere+Schulpolitik.html">ganz zaghaft noch</a> &#8211; inzwischen Links auch nach au&#223;erhalb des eigenen Angebotes zu setzen.</p>
<p>(via <a href="http://www.pottblog.de/2009/11/20/waz-schreibt-bei-der-wikipedia-ab-verpasste-briefmarken-waz-gibts-neues/">Pottblog</a>)</p>
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		<title>B&#252;tikofer im Pottblog: Pudding f&#252;r alle</title>
		<link>http://50hz.de/buetikofer-im-pottblog-pudding-fuer-alle/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 12:31:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bütikofer]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich hatte mich vor Beginn der Koalitionsverhandlung zwischen Union und FDP recht optimistisch &#252;ber die Aussichten auf die anbrechende Legislatur ge&#228;u&#223;ert. Der Verlauf der Verhandlungen und das vorliegende Ergebnis haben mich jedoch ziemlich ern&#252;chtert. Die erhoffte &#8211; wenn auch falsche &#8211; klare Richtung, ist nicht erkennbar. Statt dessen wird auch unter schwarz-gelb weiter geschwurbelt.
Der neuerdings nach Europa umgezogene gr&#252;ne Reinhard B&#252;tikofer hat nun in einem Gastbeitrag f&#252;r das Pottblog, das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen gr&#252;ndlich analysiert. Ich stimme in weiten Teilen mit seiner Beurteilung &#252;berein und empfehle den Text &#8211; trotz ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte mich vor Beginn der Koalitionsverhandlung zwischen Union und FDP recht optimistisch &#252;ber die Aussichten auf die anbrechende Legislatur <a href="http://www.50hz.de/gruene-perspektiven-sozialdemokratie-ist-mist/">ge&#228;u&#223;ert</a>. Der Verlauf der Verhandlungen und das vorliegende Ergebnis haben mich jedoch ziemlich ern&#252;chtert. Die erhoffte &#8211; wenn auch falsche &#8211; klare Richtung, ist nicht erkennbar. Statt dessen wird auch unter schwarz-gelb weiter geschwurbelt.</p>
<p>Der neuerdings nach Europa umgezogene gr&#252;ne <a href="http://reinhardbuetikofer.eu/">Reinhard B&#252;tikofer</a> hat nun in einem <a href="http://www.pottblog.de/2009/10/29/reinhard-buetikofer-zu-schwarz-gelb-der-drei-komponenten-pudding/">Gastbeitrag f&#252;r das Pottblog</a>, das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen <span id="more-2721"></span>gr&#252;ndlich analysiert. Ich stimme in weiten Teilen mit seiner Beurteilung &#252;berein und empfehle den Text &#8211; trotz gewisser L&#228;ngen &#8211; daher dringend zum Lesen.</p>
<p>Und hier noch schnell meine Lieblingspassage:</p>
<blockquote><p>&#8220;Dass die FDP ein Regierungsmotor sein wird, bezweifle ich. Westerwelle wird sich ab sofort anstrengen, als Au&#223;enminister so popul&#228;r zu werden wie Genscher und Joschka waren, und daran scheitern. Niebel ist ein schlechter Witz. Frau Leutheusser-Schnarrenberger hat in den grundlegenden B&#252;rgerrechtsfragen klein beigegeben. Br&#252;derle wird in Zukunft daf&#252;r sorgen, dass ihn seine marktwirtschaftlichen Ideen nie beim Regieren st&#246;ren. R&#246;sler immerhin der erste deutsche Minister mit Migrationshintergrund! Hurrah! â€“ wird es, unerfahren, wie er ist &#8211; kein Vorwurf! &#8211; schwer haben, im Piranha-Teich der Gesundheitspolitik zu bestehen. Wenn trotzdem FDP-Druck zu heftig wird, wird Frau Merkel ihren Finanz-Zar Sch&#228;uble in Stellung bringen wollen oder sich selbst einwechseln, wie damals G&#252;nter Netzer. Schlie&#223;lich bleibt noch der tiefe Raum des Bundesrates.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ach &#252;brigens: @<a href="http://twitter.com/bueti">bueti</a> nutzt das gleiche <a href="http://www.michaeljubel.com/2008/05/arthemia-magazine-blog-wordpress-theme-released/">Theme</a> wie ich hier.</p>
<p><em>Nachtrag: Zwei Friesen, ein <a href="http://mitunter.wordpress.com/2009/10/30/die-neue-vagheit/">Gedanke</a>.</em></p>
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		<item>
		<title>Nur im Pottblog: Die wahre Wahrheit &#252;ber den Westen</title>
		<link>http://50hz.de/nur-im-pottblog-die-wahre-wahrheit-ueber-den-westen/</link>
		<comments>http://50hz.de/nur-im-pottblog-die-wahre-wahrheit-ueber-den-westen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 21:07:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über den Westen]]></category>
		<category><![CDATA[derwesten]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Pottblog]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeitungskrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Die WAZ-Mediengruppe machte lange Zeit den Eindruck, als sei sie unverwundbar. W&#228;hrend in anderen Medienh&#228;usern l&#228;ngst der Hammer kreiste, haben die Essener flei&#223;ig weiter ihre Kassen gef&#252;llt. Seit ein paar Wochen wird daf&#252;r nun umso radikaler gespart. Warum erst jetzt und warum in einer Weise, die auch einen abgebr&#252;hten Volkswirt wie mich in Erstaunen versetzt, wird dabei kaum transparent.
Die WAZ-Medien schweigen sich weitgehend aus, das &#8220;Corporate-Krisen-Blog&#8221; ist nicht der Rede wert und ist sich neuerdings nicht einmal mehr zu schade aus dem dpa-Fundus zu sch&#246;pfen. Wer mag, findet daf&#252;r im ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.waz-mediengruppe.de/">WAZ-Mediengruppe</a> machte lange Zeit den Eindruck, als sei sie unverwundbar. W&#228;hrend in anderen Medienh&#228;usern l&#228;ngst der Hammer kreiste, haben die Essener flei&#223;ig weiter ihre Kassen gef&#252;llt. Seit ein paar Wochen wird daf&#252;r nun umso radikaler gespart. Warum erst jetzt und warum in einer Weise, die auch einen abgebr&#252;hten Volkswirt wie mich in Erstaunen versetzt, wird dabei kaum transparent.</p>
<p>Die WAZ-Medien schweigen sich weitgehend aus, das &#8220;<a href="http://www.derwesten.de/blogs/mediengruppe/">Corporate-Krisen-Blog</a>&#8221; ist <a href="http://www.50hz.de/die-waz-mediengruppe-bloggt-wie-ausgedruckt/">nicht der Rede wert</a> und ist sich neuerdings nicht einmal mehr zu schade <a href="http://www.derwesten.de/blogs/mediengruppe/stories/4245/">aus dem dpa-Fundus zu sch&#246;pfen</a>. Wer mag, <span id="more-682"></span>findet daf&#252;r im vom DJV betriebenen und von zahlreichen Mitarbeitern anonym genutzten <a href="http://www.medienmoral-nrw.de/">Protestblog</a> genug Nahrung f&#252;r allerlei auch h&#228;ssliche Spekulationen.</p>
<p>Unbedingt erw&#228;hnenswert ist das Bem&#252;hen von <a href="http://www.pottblog.de/">Pottbloger Jens Matheuszik</a>, ein wenig Licht in die Sache zu bringen. Seine inzwischen 11-teilige Serie <a href="http://www.pottblog.de/2008/11/28/13-monate-derwesten-die-waz-krise/">13 Monate DerWesten / Die WAZ-Krise</a> enth&#228;lt einige wirklich lesenswerte St&#252;cke und Interviews. Dazu geh&#246;rt &#252;brigens auch ein <a href="http://www.pottblog.de/2008/11/28/interview-mit-stefan-laurin-und-djure-meinen-13-monate-derwesten/">Interview mit mir und Stefan Laurin</a>, das man aber zumindest um meinetwillen nicht unbedingt lesen muss. Viel pr&#228;gnanter und in seiner gewohnt bildreichen Sprache <a href="http://www.pottblog.de/2008/12/01/interview-mit-don-alphonso-ueber-13-monate-derwesten/">antwortet</a> <a href="http://rebellmarkt.blogger.de/">Don Alphonso</a> auf Jens Fragen.</p>
<p>Mir geht es mit Don Alphonso &#252;brigens ein wenig wie Peter Hogenkamp, der &#8211; ebenfalls mit Bezug auf Jens Interview &#8211; &#252;ber ihn <a href="http://blog.hogenkamp.com/2008/12/01/journalisten-und-blogger-die-dreiundzwanzigste-blogger-verachten-ist-leichter/">schreibt</a>:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Don Alphonso, mit dem ich quasi naturgem&#228;ss nicht immer einverstanden bin (aber &#246;fter, als man von weitem meinen sollte) &#8230;&#8221;</p>
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		<title>Kaufen Gr&#252;ne Blogger: Zur Kritik von David Schraven</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 22:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Coffee and TV]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Schleichwerbung]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Pottblogger Jens Matheuszik, Lukas Heinser sowie weitere Blogger sind eingeladen, den Erfurter Parteitag der Gr&#252;nen im November medial zu begleiten. Die Gr&#252;nen hatten dazu aufgerufen, sich um diesen &#8220;Job&#8221; zu bewerben. Um auch nichtkommerziellen Bloggern den Ausflug nach Th&#252;ringen schmackhaft zu machen, zahlen die Gr&#252;nen den f&#252;nf ausgew&#228;hlten Bloggern Bahnreise und Unterkunft.
Der Ruhrbaron David Schraven ist dar&#252;ber alles andere als begeistert. F&#252;r ihn stellt die Einladung der Gr&#252;nen einen S&#252;ndenfall in Sachen Schleichwerbung dar. Den Bloggern stellt er die Frage, warum sie sich auf so einen Versto&#223; gegen journalistische ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.pottblog.de/">Pottblogger Jens Matheuszik</a>, <a href="http://www.coffeeandtv.de/">Lukas Heinser</a> sowie weitere Blogger sind eingeladen, den Erfurter Parteitag der Gr&#252;nen im November <a href="http://www.pottblog.de/2008/11/05/ich-gehe-zu-den-gruenen/">medial</a> zu <a href="http://www.coffeeandtv.de/2008/11/05/coffee-and-tv-goes-green/">begleiten</a>. Die Gr&#252;nen hatten dazu <a href="httphttp://www.gruene.de/cms/default/dok/253/253842.bloggen_vom_gruenenparteitag.htm">aufgerufen</a>, sich um diesen &#8220;Job&#8221; zu bewerben. Um auch nichtkommerziellen Bloggern den Ausflug nach Th&#252;ringen schmackhaft zu machen, zahlen die Gr&#252;nen den f&#252;nf ausgew&#228;hlten Bloggern Bahnreise und Unterkunft.</p>
<p>Der Ruhrbaron David Schraven ist dar&#252;ber <a href="http://www.ruhrbarone.de/die-grune-partei-will-blogger-kaufen/">alles andere als begeistert</a>. F&#252;r ihn stellt die Einladung der Gr&#252;nen einen S&#252;ndenfall in Sachen Schleichwerbung dar. Den Bloggern stellt er die Frage, warum sie sich auf so einen Versto&#223; gegen journalistische Standards einlassen.</p>
<p>Der Beitrag wird inzwischen verbissen und nach meinem Eindruck wenig zielf&#252;hrend diskutiert. Mal schauen, ob ich das Durcheinander perfekt machen kann.</p>
<p>Ich glaube &#252;ber eines kann mit allen, <span id="more-505"></span>die sich bislang eingebracht haben, Konsens erzielt werden: Im Kern geht es darum, dass wir uns Medien w&#252;nschen, die &#252;ber (uns) Wichtiges wahrhaftig informieren. Dabei ist eine uns genehme gewisse subjektive Tendenz nicht unbedingt sch&#228;dlich.</p>
<p>Doch wie entscheiden wir, ob ein Medium diese Anforderung erf&#252;llt? Wie entscheiden wir, ob wir einem Medium vertrauen?</p>
<p>Fr&#252;her war das vergleichsweise einfach. Die Tagesschau verbreitet sowieso nur die Wahrheit. Und wer den Papa regelm&#228;&#223;ig zum Fr&#252;hst&#252;ck die WAZ hat lesen sehen, der wird &#8211; so er denn seinen Vater sch&#228;tzt &#8211; ein gewisses Grundvertrauen in die Medienmarke WAZ entwickelt haben. Um ein solches Vertrauen nachhaltig zu ersch&#252;ttern, muss schon eine ganze Menge passieren.</p>
<p>Bis vor ein paar Jahren ist jedoch nicht allzu viel passiert. Das Fernsehen war &#246;ffentlich-rechtlich, fast alle Zeitungsverlage waren in der Hand von Familien, die ihren Idealen mehr verpflichtet waren als dem Profit. Das sorgte f&#252;r eine zumindest akzeptable Qualit&#228;t vor allem aber f&#252;r Kontinuit&#228;t.</p>
<p>Inzwischen sind die Dinge ein wenig komplizierter geworden. Das private Fernsehen hat seine eigene immer etwas buntere und auch etwas bequemere Wahrheit, Ideale sind unter Verlegererben deutlich weniger ausgepr&#228;gt &#8211; viele haben ihr Erbe auch einfach verkauft &#8211; und dann ist da ja noch dieses Internetz, in das ja neuerdings jeder einfach so reinscheiben kann, was er will.</p>
<p>Wem also kann, wem sollte man heute noch Vertrauen?</p>
<p>Die guten alten Medienmarken hatten eine durchaus gute Ausgangsposition. Doch zum einen tun die sich &#252;berwiegend schwer, der neuen Geschwindigkeit gerecht zu werden, zum anderen bekommt das Vertrauen in sie Risse.</p>
<p>Wer die Inhalte seines Mediums &#8211; und sei es nur sporadisch &#8211; mit den nun &#252;berall kostenlos verf&#252;gbaren Alternativen abgleicht, wird sich irgendwann die Frage stellen, wer denn nun recht hat. Wenn dann auch noch heraus kommt, dass man es im Medienhaus der Wahl mit den journalistischen Grunds&#228;tzen nicht ganz so genau nimmt, ist das Vertrauen schnell perdu.</p>
<p>Medienmarken tun also gut daran, den journalitischen Mitarbeitern strenge Vorschriften zu machen, was etwa die Annahme von Vorteilen angeht. Und seien es auch nur Reisekosten.</p>
<p>Strenge Vorschriften f&#252;r jeden Mitarbeiter sind f&#252;r Medienmarken vor allem auch deshalb so wichtig, weil das Vertrauen sich typischerweise nicht auf Einzelpersonen gr&#252;ndet. Vielmehr produziert ein gro&#223;es Team ein gemeinsames Produkt, dass von einer weitgehend anonymen Gruppe von Rezipienten genutzt wird. Es reicht v&#246;llig, wenn einzelne Mitarbeiter sich regelm&#228;&#223;ig Patzer leisten, um das Vertrauen in das ganze Produkt zu ersch&#252;ttern.</p>
<p>Bei Bloggern* ist die Situation eine andere. Hinter Blogs wie dem Pottblog oder Coffee and TV stehen Einzelpersonen oder kleine Teams, die vor allem aus Leidenschaft schreiben. Einer Leidenschaft f&#252;r das Schreiben an sich, f&#252;r ein Hobby, f&#252;r Politik. Geld verdient wird mit solchen Blogs kaum und wenn doch, wird dies (hoffentlich) kommuniziert.</p>
<p>Die Person, die hinter einem Blog steht, ist &#8211; entgegen dem verbreiteten Vorurteil der Anonymit&#228;t &#8211; meist mehr als gut erkennbar. Wer wissen will, wer Jens oder Lukas eigentlich sind, was sie antreibt, in welchen Abh&#228;ngigkeiten sie stehen, der findet auf diese Fragen ohne gro&#223;e M&#252;he umfassend Auskunft.</p>
<p>Die regelm&#228;&#223;ige Leserschaft von Jens, Lukas und anderen Bloggern hat sich aufgrund oder trotz dieser Informationen entschieden, ihren Blogs Vertrauen zu schenken. Ein Vertrauen, das durchaus differenziert sein kann. Jens zu lesen, ohne im Hinterkopf zu haben, dass er ein in der Wolle gef&#228;rbter Sozialdemokrat ist, w&#228;re mehr als naiv.</p>
<p>Die Tatsache, dass sich Blogger Anreise und Unterkunft zum Parteitag der Gr&#252;nen von der Partei bezahlen lassen, ist hingegen weitgehend nebens&#228;chlich. Zumal, wenn es wie hier von allen Seiten von Anfang an transparent dargestellt wird. Den Bloglesern ist klar, dass sie nur so in den Genuss kommen, den Parteitag durch die Brille <em>ihres</em> Bloggers zu erleben. Und das Vertrauen in die Unabh&#228;ngigkeit der Person d&#252;rfte sich durch das reine Erm&#246;glichen der Reise kaum schaden nehmen. Alternativ bliebe ja immer noch, die Texte vom Parteitag mit der entsprechenden Vorsicht zu genie&#223;en.</p>
<p>F&#252;r mich folgt aus den obigen &#220;berlegungen, dass wir es mit der &#220;bernahme von Regeln, die im klassischen Medienbetrieb gut und wichtig sind, nicht zu leicht machen d&#252;rfen. Blogger sind eben nicht unbedingt Journalisten.</p>
<p>Es gibt &#252;brigens einen Aspekt im <a href="http://www.gruene.de/cms/default/dok/253/253842.bloggen_vom_gruenenparteitag.htm">Konstrukt der Gr&#252;nen</a>, den David Schraven gar nicht anspricht, der mir aber tats&#228;chlich Kopfzerbrechen bereitet. Ich meine die &#220;bernahme der Inhalte auf der Homepage der Gr&#252;nen. Es spricht sich nichts dagegen, dort auf die eingeladenen Blogs hinzuweisen und meinetwegen die Headlines zu &#252;bernehmen. Die eigentlich Beitr&#228;ge sind dort aber v&#246;llig deplatziert, da sie v&#246;llig aus dem Kontext des Blogs herausgerissen. Wie sollen die Leser so beurteilen k&#246;nnen, welche Bedeutung sie dem Text zumessen k&#246;nnen? Und mir als Blogger w&#228;re gar nicht wohl, so die Hoheit &#252;ber meine Texte abzugeben.</p>
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