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	<title>50hz - Werkstatt für Netzkommunikation &#187; Tageszeitungen</title>
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		<title>Die taz erkl&#228;rt den wundersamen Erfolg der NWZ</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 14:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Nordwest-Zeitung (NWZ) ist ein Ph&#228;nomen. W&#228;hrend die Auflagen von Tageszeitungen deutschlandweit in existenzbedrohender Geschwindigkeit einbrechen &#8211; bestes Beispiel ist da wohl die sich wenig erfolgreich abstrampelnde WAZ-Gruppe &#8211; sind die Verk&#228;ufe der NWZ stabil bzw. steigen sogar leicht an.
Das wirft nat&#252;rlich Fragen nach den Gr&#252;nden auf. Aus Kreisen der NWZ wird man auf den erfolgreichen Vertrieb hingewiesen. Offenbar gelingt es den Oldenburgern deutlich besser als anderen H&#228;usern, wirklich jeden Mitarbeiter zum &#8220;Abo-Verk&#228;ufer&#8221; zu machen. Das gilt bis weit in die Redaktionen hinein.
Des weiteren ist Oldenburg und das Umland ein ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-2962" title="NWZ Logo" src="http://www.50hz.de/wp-content/uploads/2009/11/nwz-logo.jpg" alt="NWZ Logo" width="105" height="105" />Die Nordwest-Zeitung (NWZ) ist ein Ph&#228;nomen. W&#228;hrend die Auflagen von Tageszeitungen deutschlandweit in existenzbedrohender Geschwindigkeit einbrechen &#8211; bestes Beispiel ist da wohl die <a href="http://www.pottblog.de/2010/01/24/weiterer-stellenabbau-in-den-redaktionen-iphone-app-von-derwesten-geruechte-um-waz-post-service-waz-gibts-neues/">sich wenig erfolgreich abstrampelnde</a> <a href="http://www.derwesten.de/">WAZ-Gruppe</a> &#8211; sind die Verk&#228;ufe der NWZ stabil bzw. steigen sogar leicht an.</p>
<p>Das wirft nat&#252;rlich Fragen nach den Gr&#252;nden auf. Aus Kreisen der NWZ wird man auf den erfolgreichen Vertrieb hingewiesen. Offenbar gelingt es den Oldenburgern deutlich besser als anderen H&#228;usern, wirklich jeden Mitarbeiter zum &#8220;Abo-Verk&#228;ufer&#8221; zu machen. Das gilt bis weit in die Redaktionen hinein.</p>
<p>Des weiteren ist Oldenburg und das Umland ein demographisches Paradies. Die Bev&#246;lkerung der Stadt w&#228;chst &#8211; und zwar nicht zuletzt durch Zuzug &#228;lterer, gut situierter Menschen. Menschen also, die typischerweise (noch) Zeitung lesen. Im l&#228;ndlichen Umland sieht die Bev&#246;lkerungsentwicklung zwar nicht &#252;berall ganz so rosig aus, doch ist hier die Loyalit&#228;t zu einem Medium nat&#252;rlich ungleich h&#246;her ausgepr&#228;gt, als in Ballungszentren.</p>
<p><strong>Bei der taz hat man nun <a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=fl&amp;dig=2010%2F02%2F13%2Fa0057&amp;cHash=ea05b2ae54">11 weitere Gr&#252;nde</a> aufgeschrieben, die das &#8220;Meinungsmonopol&#8221; der NWZ und damit die Auflage sichern sollen.</strong></p>
<p>In manchem Punkt der taz steckt ohne Frage ein K&#246;rnchen Wahrheit drin. Bei anderen &#8211; etwa der Rabattkarte &#8211; kann man trefflich streiten, ob das f&#252;r ein Zeitungshaus so in Ordnung geht. Einige Vorhaltungen schlie&#223;lich sind reichlich weit her geholt.</p>
<p>Ich will hier keinesfalls eine Lanze f&#252;r die NWZ brechen, sondern nur auf einige Unstimmigkeiten hinweisen.</p>
<p>Zun&#228;chst einmal ist ja fraglich, ob zwischen Meinungsmonopol und Auflage &#252;berhaupt ein Zusammenhang besteht. Der WAZ-Gruppe &#8211; Zeitungsmonopolist bspw. in Essen &#8211; scheint das nur wenig zu helfen.</p>
<p>Dann zum Thema Internet. Der Auftritt der NWZ ist sicher nicht der letzte Schrei, ich w&#252;rde vieles anders machen. Dass die NWZ nicht nach au&#223;en verlinkt, stimmt aber so pauschal <a href="http://www.varelblog.de/2010/02/das-varelblog-in-der-presse/">eher nicht</a>. Ebenso wenig ist es richtig, das NWZ kein Konzept f&#252;r junge Leser habe. Dass eher das Gegenteil der Fall ist, schreibt die taz &#8211; Stichwort Flirtportal &#8211; ja sogar selbst. Das mag der taz inhaltlich nicht gefallen. Aber ein Erfolgsmodell ist es schon. Genauso wie die Abos f&#252;r Ausbildende.</p>
<p>Zum Verh&#228;ltnis der NWZ zum Oldenburger Oberb&#252;rgermeister vermag ich nicht viel zu sagen. Den Teil der NWZ lese ich nicht. Andernorts &#8211; in Varel im <a href="http://www.varelblog.de/category/themen/funke/">Fall Funke</a> (gegen die SPD) und in Brake im Fall Schiefke (<a href="http://www.brakeblog.de/berichterstattung-der-nwz-in-der-kritik/">tendenziell gegen die CDU</a>) &#8211; entwickeln die Lokalteile in j&#252;ngster Zeit fast so etwas wie Kampagnenf&#228;higkeit.</p>
<p><strong>Der Text der taz sei trotz dieser Anmerkungen jedem Leser der NWZ ans Herz gelegt. Kritische Distanz und eine zweite Sicht auf die Dinge sind gerade bei Zeitungsmonopolen von Zeit zu Zeit sehr heilsam.</strong></p>
<p>&#220;brigens: Wenn die NWZ eine richtig coole Zeitung w&#228;re, k&#246;nnte sie auf die Kritik ja mal mit breiter Brust reagieren. Wie w&#228;re es, den Text prominent &#8211; und bitte gegen Honarar ;) &#8211; ins eigene Blatt zu heben und sich mit der Kritik auseinanderzusetzen. Oder steckt daf&#252;r dann doch zu viel Wahrheit drin?</p>
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		<title>Medienwandel: Vom Filtern und Finanzieren</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 22:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn Martin Oetting zum Vortrag ansetzt oder einen grundlegenden Artikel aufschreibt, lohnt es sich die Ohren zu spitzen bzw. genau hinzulesen. Er begeistert mich immer wieder durch fundierte Analyse, klare Gliederung und verst&#228;ndliche Sprache.
Jetzt hat Martin f&#252;r Carta einen Text verfasst, in dem er verdeutlicht, wieso das herk&#246;mmliche Mediensystem keine Zukunft hat, wie grundlegend der gerade erst beginnende Wandel ist und wie aussichtslos und doch kontraproduktiv der Umgang der &#8220;Verleger&#8221; damit ist.
Unbedingt lesen!
Aufmerksam geworden auf Martins Beitrag bin ich &#252;brigens durch diese ebenfalls lesenswerte Kritik &#252;ber Schirrmachers Payback von Roland ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn <a href="http://www.connectedmarketing.de/cm/2010/01/medienrevolution.html">Martin Oetting</a> zum Vortrag ansetzt oder einen grundlegenden Artikel aufschreibt, lohnt es sich die Ohren zu spitzen bzw. genau hinzulesen. Er begeistert mich immer wieder durch fundierte Analyse, klare Gliederung und verst&#228;ndliche Sprache.</p>
<p>Jetzt hat Martin f&#252;r <a href="http://carta.info/">Carta</a> <a href="http://carta.info/18043/kommunikationswandel-die-vier-subsysteme-des-medienapparats/">einen Text verfasst</a>, in dem er verdeutlicht, wieso das herk&#246;mmliche Mediensystem keine Zukunft hat, wie grundlegend der gerade erst beginnende Wandel ist und wie aussichtslos und doch kontraproduktiv der Umgang der &#8220;Verleger&#8221; damit ist.</p>
<p>Unbedingt lesen!</p>
<p><em>Aufmerksam geworden auf Martins Beitrag bin ich &#252;brigens durch <a href="http://www.werbeblogger.de/2010/01/06/schirrmachers-kalkulierte-abrechnung/">diese ebenfalls lesenswerte Kritik</a> &#252;ber <a href="http://www.50hz.de/wer-erklaert-unseren-kindern-das-internet/">Schirrmachers Payback</a> von Roland im Werbeblogger.</em></p>
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		<title>Link to The Rest</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 11:30:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jeff Jarvis]]></category>
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		<description><![CDATA[Unter Print-Journalisten und solchen, die es werden wollen &#8211; vulgo Online-Journalisten ;-) &#8211; scheint nach wie vor der Anspruch zu gelten, immer alles selbst machen zu wollen.
So werden in Deutschland jeden Tag weit &#252;ber 100 &#252;berregionale Mantelausgaben produziert, die sich bei n&#228;herem Hinsehen nicht wirklich unterscheiden. Das ist wenig verwunderlich, setzen doch alle Bl&#228;tter weitgehend auf die gleichen Quellen und &#252;bernehmen unter dem zunehmenden Zeitdruck geschrumpfter Redaktionen deren Texte nur allzu gern wenig ver&#228;ndert.
An manchen Tagen f&#228;llt das sogar am Bahnhofskiosk auf, wie Lukas k&#252;rzlich eindrucksvoll dokumentierte.
Immer &#246;fter greifen die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter Print-Journalisten und solchen, die es werden wollen &#8211; vulgo Online-Journalisten ;-) &#8211; scheint nach wie vor der Anspruch zu gelten, immer alles selbst machen zu wollen.</p>
<p>So werden in Deutschland jeden Tag weit &#252;ber 100 &#252;berregionale Mantelausgaben produziert, die sich bei n&#228;herem Hinsehen nicht wirklich unterscheiden. Das ist wenig verwunderlich, setzen doch alle Bl&#228;tter weitgehend auf die gleichen Quellen und &#252;bernehmen unter dem zunehmenden Zeitdruck geschrumpfter Redaktionen deren Texte nur allzu gern wenig ver&#228;ndert.</p>
<p>An manchen Tagen f&#228;llt das sogar am Bahnhofskiosk auf, wie Lukas k&#252;rzlich <a href="http://www.coffeeandtv.de/2009/11/13/99-kriegsminister/">eindrucksvoll dokumentierte</a>.</p>
<p>Immer &#246;fter greifen die Redaktionen auch auf die <a href="http://de.wikipedia.org/">Wikipedia</a> zur&#252;ck. Das ist durchaus legitim, birgt jedoch <a href="http://www.bildblog.de/5704/wie-ich-freiherr-von-guttenberg-zu-wilhelm-machte/">gewisse Risiken</a> und au&#223;erdem sollte man<br />
<span id="more-2982"></span> sich an die Regeln des Urheberrechts halten. Letzteres steht jedoch offenbar im Widerspruch zum oben formulierten Anspruch, so dass schon mal ganze Passagen einfach abgeschrieben werden ohne auf die Quelle zu verweisen.</p>
<p>Meistens merkt es ja keiner, aber wenn man doch erwischt wird, kann das ganz sch&#246;n peinlich sein. So, wie im jetzt <a href="http://mbaumer.de/2009/die-waz-und-die-wikipedia/">von Markus Baumer dokumentieren Fall</a> f&#252;r die WAZ.</p>
<p>Der Fairness halber sei angemerkt, dass die Print-Jounalisten es auch nicht eben leicht haben. Anders als im Netz kann man nicht mal eben auf die Wikipedia verlinken und ein ordnungsgem&#228;&#223;er Hinweis auf die Quelle verbraucht den ohnehin zu knappen Platz. Zudem ist unsicher, ob die Leser Transparenz hinsichtlich der Quellen &#252;berhaupt honorieren oder sich nicht vielmehr irritiert abwenden.</p>
<p>Eine Irritation, die &#252;brigens zu den typischen Reaktionen meiner Leser aus dem lokalen Umfeld geh&#246;rt. Texte zu lesen , die &#8211; wie auch dieser &#8211; statt Sachverhalte selbst aufzukl&#228;ren, dem Leser einen Link nach ganz wo anders zumuten, dazu geh&#246;rt eine gewisse Erfahrung.</p>
<p>Ich bleibe dennoch Jeff Jarvis treu und werde weiterhin den <a href="http://www.buzzmachine.com/2007/02/22/new-rule-cover-what-you-do-best-link-to-the-rest/">Rest nur verlinken</a>. Ich bin mir sicher, dass in dieser Art zu schreiben die Zukunft liegt und sie zunehmend als v&#246;llig normal wahrgenommen wird. Die NWZ beispielsweise beginnt &#8211; <a href="http://www.nwzonline.de/Region/Kreis/Friesland/Varel/Artikel/2162593/Initiative+will+andere+Schulpolitik.html">ganz zaghaft noch</a> &#8211; inzwischen Links auch nach au&#223;erhalb des eigenen Angebotes zu setzen.</p>
<p>(via <a href="http://www.pottblog.de/2009/11/20/waz-schreibt-bei-der-wikipedia-ab-verpasste-briefmarken-waz-gibts-neues/">Pottblog</a>)</p>
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		<title>Varel: Lokalzeitung unter Druck</title>
		<link>http://50hz.de/varel-lokalzeitung-unter-druck/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 21:55:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Guter Lokaljournalismus ist selten. Die letzte mit echter Leidenschaft gemachte Lokalzeitung, die ich in der Hand hatte, war vor vielen Jahren das Bocholter Borkener Volksblatt.
Meine sp&#228;teren Heimatbl&#228;tter aus den H&#228;usern Lensing-Wolff und WAZ-Mediengruppe waren mittelm&#228;&#223;ig bis schlecht gemacht. Und dem hiesigen Gemeinn&#252;tzigen eilte auch nicht eben ein gro&#223;er Ruf voraus.
Umso &#252;berraschter war ich, als ich nach unserem Umzug vor einem Jahr erste Erfahrungen mit diesem Lokalteil der NWZ machte. Die Vareler Redaktion liefert auf den ersten Blick solide Arbeit ab:Â  In der Regel drei gut gef&#252;llte Seiten &#252;ber Varel, lesbare ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Guter Lokaljournalismus ist selten. Die letzte mit echter Leidenschaft gemachte Lokalzeitung, die ich in der Hand hatte, war vor vielen Jahren das <a href="http://www.bbv-net.de/">Bocholter Borkener Volksblatt</a>.</p>
<p>Meine sp&#228;teren Heimatbl&#228;tter aus den H&#228;usern <a href="http://www.muensterschezeitung.de/">Lensing</a>-<a href="http://www.ruhrnachrichten.de/">Wolff</a> und <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/bochum.html">WAZ-Mediengruppe</a> waren mittelm&#228;&#223;ig bis schlecht gemacht. Und dem hiesigen <a href="http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_kreis_friesland_varel.php">Gemeinn&#252;tzigen</a> eilte auch nicht eben ein gro&#223;er Ruf voraus.</p>
<p>Umso &#252;berraschter war ich, als ich nach unserem <a href="http://www.50hz.de/365-tage-varel/">Umzug vor einem Jahr</a> erste Erfahrungen mit diesem Lokalteil der <a href="http://www.nwzonline.de/">NWZ</a> machte. Die <a href="http://www.nwzonline.de/index_kundenservice_ansprechpartner_redaktion_ganznahdran_dergemeinnuetzige.php">Vareler Redaktion</a> liefert auf den ersten Blick solide Arbeit ab:Â  In der Regel drei gut gef&#252;llte Seiten &#252;ber Varel, lesbare Texte und durchaus spannende Serien &#8211; etwa &#252;ber die vielf&#228;ltigen <span id="more-1878"></span>Lebenskonzepte von Vareler Familien. Das war mehr, als ich nach meinem Leiden am Lokalen in Bochum erwarten konnte.</p>
<p>In einem Punkt aber &#8211; das wurde ebenfalls schnell klar &#8211; tut sich der Gemeinn&#252;tzige schwer: Die zunehmend komplexen Vorg&#228;nge der Vareler Lokalpolitik im Allgemeinen und die Selbstaufl&#246;sung der SPD im Besonderen wurden immer wieder seltsam unvollst&#228;ndig bis unverst&#228;ndlich dargestellt.</p>
<p>Der Grund daf&#252;r liegt vielleicht darin, dass sich sowohl die Redaktion aber auch die politischen Akteure noch l&#228;ngst nicht darauf eingestellt haben, dass Vareler Politik seit der letzten Wahl ein wenig komplexer geworden ist. Um Zugang zu den wichtigsten Informationen zu haben, reichte es in Varel &#252;ber JahrzehnteÂ  zur immer selben Person guten Kontakt zu halten.</p>
<p>Diese Zeiten sind vorbei: Die SPD ist zutiefst zerr&#252;ttet und hat im Rat keine Mehrheit. Die Tagespolitik wird vom B&#252;rgermeister und neuen bunten Mehrheiten bestimmt.</p>
<p>Wer die Vorg&#228;nge innerhalb der SPD durchdringen will, m&#252;sste mit zahlreichen Menschen sprechen. Und auch in der sich gerade erst formierten Ratsmehrheit gibt es nicht mehr den einen Ansprechpartner, sondern viele Personen, die um Standpunkte ringen. Darunter vielleicht auch solche, die im Umgang mit der Presse (noch) nicht so ge&#252;bt sind. Oder solche, die &#8211; vielleicht nicht ganz unberechtigt &#8211; ein wenigÂ  Misstrauen gegen&#252;ber der Vareler Redaktion hegen.</p>
<p>Der Fairness halber muss erw&#228;hnt werden, dass es zwischenzeitlich erste Ans&#228;tze zu einer sich ver&#228;ndernden BerichterstattungÂ  und Kommentierung gab. Nachhaltig war das aber nicht.</p>
<p>Am letzen Sonnabend dann hatte man pl&#246;tzlich den Eindruck, als wolle der Gemeinn&#252;tzige alle Vers&#228;umnisse der zur&#252;ckliegenden Monate <a href="http://www.50hz.de/hessliches-varel-die-spd-fraktion-allein-zu-haus/">an einem Wochenende vergessen</a> machen. Stutzig machte manchen jedoch vielleicht, wieso sich eigentlich mit <a href="http://www.nwzonline.de/index_kundenservice_ansprechpartner_redaktion_chefredaktion.php">Frank Jungbluth</a> der Chef vom Dienst &#8211; also gewisserma&#223;en die Nr. 3 in der NWZ-Hierarchie &#8211; so massiv in die Vareler Redaktion einbrachte.</p>
<p>Inzwischen wird der Hintergrund dazu ein wenig klarer. In einem offenen Brief, der mit zugespielt wurde, haben sich 50 Vareler Pers&#246;nlichkeiten &#228;u&#223;erst kritisch &#252;ber die Arbeit der NWZ ge&#228;u&#223;ert. Dieser Brief sollte wohl am Sonnabend als Anzeige im Gemeinn&#252;tzigen erscheinen, was seitens der NWZ jedoch unterbunden wurde.</p>
<p>Statt dessen soll es &#8211; so ist zu h&#246;ren &#8211; zu sehr deutlichen Worten und auch Ma&#223;nahmen seitens der Chefredaktion gegen&#252;ber den Vareler Kollegen gekommen sein. Unter anderem hat sich offenbar der Chef vom Dienst pers&#246;nlich in die Arbeit in Varel eingebracht. Ein in dieser Form h&#246;chst ungew&#246;hnlicher Vorgang.</p>
<p>Grunds&#228;tzlich bin kein Freund davon, wenn &#8220;wichtige Leute&#8221; mit ihrem Einfluss auf Zeitungen einwirken. Dieser Fall ist jedoch so gelagert, dass ich ihn f&#252;r vertr&#228;glich halte. Zwar nimmt der Brief deutlich Bezug auf die Berichterstattung rund um die SPD und den B&#252;rgermeister, er unterstellt aber nirgendwo unzul&#228;ssige Parteiname bzgl. bestimmter Personen oder Parteien. Kritisiert werden lediglich journalistische Nachl&#228;ssigkeiten wie mangelnde eigene Recherche, fehlende kritische Nachfragen und eine zu geringe Gewichtung politischer Themen. Zudem wird die Kritik umfassend nachvollziehbar begr&#252;ndet.</p>
<p>Au&#223;erdem ist festzuhalten, dass die Unterzeichner ganz &#252;berwiegend bislang kaum &#246;ffentlich in Erscheinung getreten und politisch nicht gebunden scheinen. Im Fazit des Briefes fordern sie zudem nicht mehr als journalistische Selbstverst&#228;ndlichkeiten ein: Umfangreiche, zeitnahe und sorgf&#228;ltige Recherche und Berichterstattung zu politischen Themen.</p>
<p>Von der Existenz des Briefes wissen inzwischen offenbar viele Vareler. Gelesen haben ihn ebenfalls manche. Ich denke daher, dass es an der Zeit ist, ihn &#246;ffentlich zu machen, was ich hiermit tue.</p>
<div id="attachment_1881" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.50hz.de/wp-content/uploads/2009/06/brief_an_nwz_950.jpg"><img class="size-full wp-image-1881" title="brief_an_nwz_500" src="http://www.50hz.de/wp-content/uploads/2009/06/brief_an_nwz_500.jpg" alt="brief_an_nwz_500" width="500" height="353" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Klick aufs Bild ruft eine lesbare Version auf.</p></div>
<p>Ich bin auf die weitere Entwicklung mehr als gespannt. Nicht nur inhaltlich, sondern auch journalistisch.</p>
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		<title>WAZ Mediengruppe ringt um Diskussionshoheit</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Dec 2008 20:25:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So richtig rund l&#228;uft das CorporateKrisenBlog Bleibt alles anders immer noch nicht. Aber es geht im Vergleich zu diesem Stand ein wenig aufw&#228;rts. J&#252;ngst wurden zwei durchaus kritische Interviews des Medienmagazins Zapp mit Hombach und Reitz online gestellt.
Und mit dem letzten Beitrag haben die Essener nun einen wirklich ungew&#246;hnlichen und wohl auch mutigen Schritt getan. Sie haben das vollst&#228;ndige Sanierungskonzept des Beratungsunternehmens Schickler, wie es den Redaktionen im Rahmen einer Betriebsversammlung vorgestellt wurde, zum Download (PDF) zur Verf&#252;gung gestellt.
Diese Ma&#223;nahme halte ich durchaus f&#252;r geeignet, die Diskussion zu versachlichen. Dank ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So richtig rund l&#228;uft das CorporateKrisenBlog <a href="http://www.derwesten.de/blogs/mediengruppe/">Bleibt alles anders</a> immer noch nicht. Aber es geht im Vergleich zu <a href="http://www.50hz.de/die-waz-mediengruppe-bloggt-wie-ausgedruckt/">diesem Stand</a> ein wenig aufw&#228;rts. J&#252;ngst wurden zwei durchaus kritische Interviews des Medienmagazins <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/index.html">Zapp</a> mit <a href="http://www.derwesten.de/blogs/mediengruppe/stories/4300/">Hombach</a> und <a href="http://www.derwesten.de/blogs/mediengruppe/stories/4301/">Reitz</a> online gestellt.</p>
<p>Und mit dem <a href="http://www.derwesten.de/blogs/mediengruppe/stories/4370/">letzten Beitrag</a> haben die Essener nun einen wirklich ungew&#246;hnlichen und wohl auch mutigen Schritt getan. Sie haben das vollst&#228;ndige Sanierungskonzept des Beratungsunternehmens Schickler, wie es den Redaktionen im Rahmen einer <a href="http://www.pottblog.de/2008/12/05/waz-notausgabe-am-samstag/">Betriebsversammlung</a> vorgestellt wurde, zum <a href="http://files1.derwesten.de/community/pdf/info_der_ma_081206.pdf">Download</a> (PDF) zur Verf&#252;gung gestellt.</p>
<p>Diese Ma&#223;nahme halte ich durchaus f&#252;r geeignet, <span id="more-745"></span>die Diskussion zu versachlichen. Dank dieser Preisgabe durchaus sensibler Daten und Planungen k&#246;nnen nun alle &#8211; Gesch&#228;ftsf&#252;hrung, Redaktionsleitung, Mitarbeiter und die &#214;ffentlichkeit &#8211; auf der gleiche Basis diskutieren.</p>
<p>Ob es jedoch gelingt, die nicht immer konstruktiven Diskussionen aus dem gewerkschaftlich dominierten <a href="http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/">Protestblog</a> zumindest teilweise auf die hauseigene Spielwiese zur&#252;ckzuholen, wage ich zu bezweifeln.</p>
<p>Zum einen hat sich das Protestblog bereits ziemlich gut etabliert, zum zweiten mangelt es dem &#8220;offiziellen&#8221; Blog nach wie vor an ernsthaften Gespr&#228;chsangeboten. Statt selbst in die Tasten zu greifen, lassen Hombach und Reitz lieber bloggen. Dabei sollten doch beide als gestandene Journalisten in der Lage sein, ein paar ehrliche S&#228;tze zu formulieren. Wer zum Teufel ist <a href="http://www.derwesten.de/community/Mediengruppe/">Mediengruppe</a>? Wer will mit dem reden? Die Zahl der Kommentare legt nahe: Niemand!</p>
<p>Leider gibt es wohl auch eine ausgepr&#228;gte Scheu der Mitarbeiter, sich im offiziellen Blog zu &#228;u&#223;ern, weil man sich um seinen Job sorgt. Eine Sorge, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Wer sich in diesem offiziellen Gespr&#228;chsangebot intensiv konstruktiv kritisch zu Wort meldet und dann auf der Liste der Abschusskandidaten landet, hat doch in arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzungen die besten Chancen zu gewinnen.</p>
<p>Da die &#196;ngste aber nun einmal bestehen, k&#246;nnte ja mal dar&#252;ber nachdenken, wie man sie ausr&#228;umt? Etwa in dem man das Blog zu einem neutralen Provider verlagert, der sich verpflichtet, keine Nutzerdaten preiszugeben.</p>
<p><em>Nachtrag: Bei den Ruhrbaronen wird schon <a href="http://www.ruhrbarone.de/waz-stellt-schickler-prasentation-online/">diskutiert</a>.</em></p>
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		<title>NWZ: Local first</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 20:27:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das was &#8220;meine&#8221; Nordwest-Zeitung online abliefert, l&#228;sst sich vielleicht am besten als &#8220;solide&#8221; bezeichnen. Die Seite macht einen aufger&#228;umten Eindruck, die Navigation ist funktional und die Suchfunktion ordentlich.
Inhaltlich gibt es wenig &#220;berraschendes: Soweit ich das &#220;berblicke, werden fast alle Inhalte der Print-Ausgabe im Laufe der Nacht online ver&#246;ffentlicht. Das gilt auch f&#252;r lokale Beitr&#228;ge, die &#252;bersichtlich nach Landkreisen und Gemeinden auffindbar sind. Aktuell l&#228;uft im Lokalen wenig und regional und &#252;berregional das Allern&#246;tigste.
Nat&#252;rlich gibt es einen Bereich f&#252;r die &#252;blichen Nebengesch&#228;fte, die Rubrikenm&#228;rkte und auch ein kostenpflichtiges E-Paper.
Was weitgehend fehlt, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das was &#8220;meine&#8221; Nordwest-Zeitung <a href="http://www.nwzonline.de/">online</a> abliefert, l&#228;sst sich vielleicht am besten als &#8220;solide&#8221; bezeichnen. Die Seite macht einen aufger&#228;umten Eindruck, die Navigation ist funktional und die Suchfunktion ordentlich.</p>
<p>Inhaltlich gibt es wenig &#220;berraschendes: Soweit ich das &#220;berblicke, werden fast alle Inhalte der Print-Ausgabe im Laufe der Nacht online ver&#246;ffentlicht. Das gilt auch f&#252;r lokale Beitr&#228;ge, die &#252;bersichtlich nach <a href="http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_kreis_friesland.php">Landkreisen</a> und <a href="http://www.nwzonline.de/index_regionalausgaben_kreis_friesland_varel.php">Gemeinden</a> auffindbar sind. Aktuell l&#228;uft im Lokalen wenig und regional und &#252;berregional das Allern&#246;tigste.</p>
<p>Nat&#252;rlich gibt es einen Bereich f&#252;r die &#252;blichen <a href="http://www.nwzonline.de/index_kundenservice.php">Nebengesch&#228;fte</a>, die <a href="http://www.nwzonline.de/index_marktplatz.php">Rubrikenm&#228;rkte</a> und auch ein <a href="http://www.nwzonline.de/index_kundenservice_epaper.php">kostenpflichtiges E-Paper</a>.</p>
<p>Was weitgehend fehlt, sind auf Dialog angelegte Instrumente. Eine Kommentarfunktion gibt es<span id="more-719"></span> nur im Zusammenhang mit <a href="http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_spezial_holzklotzanschlag.php">ausgew&#228;hlten Themen</a> und auch nur f&#252;r angemeldete Benutzer. Stattdessen findet man unter jedem Artikel die M&#246;glichkeit, einen Leserbrief per E-Mail abzusetzen.</p>
<p>Blogs gibt es &#8211; das &#252;berrascht nun nicht mehr &#8211; keine. Daf&#252;r setzt man &#8211; ganz modern &#8211; auf &#8220;Leserreporter&#8221;, die bei der NWZ <a href="http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_spezial_handyscout.php">Handyscout</a> hei&#223;en und deren Beitr&#228;ge zwischen <a href="http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_spezial_handyscout_artikel.php?id=1868375">sch&#246;n anzuschauen</a> und <a href="http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_spezial_handyscout_artikel.php?id=1787895">kurios</a> anzusiedeln sind.</p>
<p>Insgesamt hauen einen die Online-Aktivit&#228;ten also nicht vom Hocker, es gibt aber auch keine wesentlichen Schw&#228;chen. Solide eben und auf die Zielgruppe abgestimmt.</p>
<p>Unbedingt positiv zu werten ist die Betonung des Lokalen, die jetzt sogar noch weiter <a href="http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_computer_nachrichten_artikel.php?id=1868508">ausgebaut</a> wurde. Noch &#252;ber den regionalen und &#252;berregionalen Inhalten findet manÂ  bereits auf der Startseite immer mindestens einen Artikel aus jedem Lokalteil.</p>
<p>Zum Schluss dann doch noch eine kleine &#220;berraschung. Die <a href="http://www.nwzonline.de/tv/">NWZ macht auch TV</a> oder um genau zu sein Videos. Und das machen die Oldenburger richtig gut. Neben eingekauftem Agenturkram, gibt es eine t&#228;gliche Nachrichtensendung, selbst produzierte St&#252;cke aus dem Lokalen und &#8211; wirklich s&#252;&#223; gemacht &#8211; <a href="http://www.nwzonline.de/tv/?bcpid=1902518752&amp;bclid=1704115702">User Generated Weather</a>. Und das alles zum Einbinden auf der eigenen Seite. Erstaunlich.</p>
<p><object width="486" height="412" data="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9/2440985001?isVid=1&amp;publisherID=1660628645" type="application/x-shockwave-flash"><param name="name" value="flashObj" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="flashvars" value="videoId=4198047001&amp;playerID=2440985001&amp;domain=embed&amp;" /><param name="src" value="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9/2440985001?isVid=1&amp;publisherID=1660628645" /></object></p>
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		<title>NWZ: Das geht online nat&#252;rlich nicht!</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 14:43:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[NordwestZeitung]]></category>
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		<description><![CDATA[Auch wenn die in Selbstzerfleischung befindliche WAZ-Mediengruppe ohne Frage ein spannenderes Studienobjekt ist, als die in meiner neuen alten Heimat erscheinende Nordwest-Zeitung (NWZ), werde mich auch letzterer k&#252;nftig ein wenig widmen.
Wem mein fr&#252;hst&#252;ckskompatibles Holzmedium g&#228;nzlich unbekannt ist, mag sich vielleicht erst einmal bei Wikipedia umtun. Neben den allgemeinen Eckdaten liest man dort auch von wenig appetitlichen Details zum Einkaufsverhalten und ein paar R&#252;ckschl&#228;gen bei der Ausdehnung des Verbreitungsgebietes.
F&#252;rs Erste beschr&#228;nke ich mich mal auf den Hinweis, dass die NZW ganz s&#252;&#223; beim Erfinden von Mehrwert ist, der gleichzeitig die Leser-Blatt-Bindung ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-700" title="NZW Weihnachtspapier" src="http://www.50hz.de/wp-content/uploads/2008/12/nwz_weihnachtspapier.jpg" alt="" width="300" height="275" />Auch wenn die in <a href="http://www.pottblog.de/2008/12/08/zahlen-zur-geplanten-waz-axt-stellenabbau-waz-mediengruppe/">Selbstzerfleischung</a> befindliche <a href="http://www.derwesten.de/">WAZ-Mediengruppe</a> ohne Frage ein spannenderes Studienobjekt ist, als die in meiner neuen alten Heimat erscheinende <a href="http://www.nwzonline.de/">Nordwest-Zeitung</a> (NWZ), werde mich auch letzterer k&#252;nftig ein wenig widmen.</p>
<p>Wem mein fr&#252;hst&#252;ckskompatibles Holzmedium g&#228;nzlich unbekannt ist, mag sich vielleicht erst einmal bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nordwest-Zeitung">Wikipedia</a> umtun. Neben den allgemeinen Eckdaten liest man dort auch von wenig appetitlichen Details zum Einkaufsverhalten und ein paar R&#252;ckschl&#228;gen bei der Ausdehnung des Verbreitungsgebietes.</p>
<p>F&#252;rs Erste beschr&#228;nke ich mich mal auf den Hinweis, dass die NZW ganz s&#252;&#223; beim Erfinden von Mehrwert ist, der gleichzeitig die Leser-Blatt-Bindung st&#228;rkt. So lag etwa der j&#252;ngsten Wochenendausgabe ein gro&#223;er Bogen Geschenkpapier bei.</p>
<p>Dazu war der innere Druckbogen<span id="more-688"></span> der Wochenendbeilage &#8220;Journal&#8221; doppelseitig mit einem eigens gestalteten Motiv von <a href="http://www.klausbeilstein.de/">Klaus Beilstein</a> bedruckt. Um der Sache mehr Wertigkeit zu verleihen, wurde das Buch des Journals zudem auf wei&#223;em statt normalem Zeitungspapier produziert. Redaktionell begleitet wurde mit einem Aufmacher auf der Eins und einer Seite im Journal mit Hintergr&#252;nden zum K&#252;nstler und der Idee des Verpackens .</p>
<p>Nicht unbedingt das, was man von einer Zeitung erwartet, aber mir gef&#228;llt&#8217;s. Auch deshalb, weil ich Geschenke ohnehin gerne in bunt bedruckter Zeitung verpacke. Und f&#252;r die Auflagenschrubber in den Fu&#223;g&#228;ngerzonen war&#8217;s am Sonnabend bestimmt ein guter Gespr&#228;chseinstieg.</p>
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		<title>Nur im Pottblog: Die wahre Wahrheit &#252;ber den Westen</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 21:07:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über den Westen]]></category>
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		<description><![CDATA[Die WAZ-Mediengruppe machte lange Zeit den Eindruck, als sei sie unverwundbar. W&#228;hrend in anderen Medienh&#228;usern l&#228;ngst der Hammer kreiste, haben die Essener flei&#223;ig weiter ihre Kassen gef&#252;llt. Seit ein paar Wochen wird daf&#252;r nun umso radikaler gespart. Warum erst jetzt und warum in einer Weise, die auch einen abgebr&#252;hten Volkswirt wie mich in Erstaunen versetzt, wird dabei kaum transparent.
Die WAZ-Medien schweigen sich weitgehend aus, das &#8220;Corporate-Krisen-Blog&#8221; ist nicht der Rede wert und ist sich neuerdings nicht einmal mehr zu schade aus dem dpa-Fundus zu sch&#246;pfen. Wer mag, findet daf&#252;r im ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.waz-mediengruppe.de/">WAZ-Mediengruppe</a> machte lange Zeit den Eindruck, als sei sie unverwundbar. W&#228;hrend in anderen Medienh&#228;usern l&#228;ngst der Hammer kreiste, haben die Essener flei&#223;ig weiter ihre Kassen gef&#252;llt. Seit ein paar Wochen wird daf&#252;r nun umso radikaler gespart. Warum erst jetzt und warum in einer Weise, die auch einen abgebr&#252;hten Volkswirt wie mich in Erstaunen versetzt, wird dabei kaum transparent.</p>
<p>Die WAZ-Medien schweigen sich weitgehend aus, das &#8220;<a href="http://www.derwesten.de/blogs/mediengruppe/">Corporate-Krisen-Blog</a>&#8221; ist <a href="http://www.50hz.de/die-waz-mediengruppe-bloggt-wie-ausgedruckt/">nicht der Rede wert</a> und ist sich neuerdings nicht einmal mehr zu schade <a href="http://www.derwesten.de/blogs/mediengruppe/stories/4245/">aus dem dpa-Fundus zu sch&#246;pfen</a>. Wer mag, <span id="more-682"></span>findet daf&#252;r im vom DJV betriebenen und von zahlreichen Mitarbeitern anonym genutzten <a href="http://www.medienmoral-nrw.de/">Protestblog</a> genug Nahrung f&#252;r allerlei auch h&#228;ssliche Spekulationen.</p>
<p>Unbedingt erw&#228;hnenswert ist das Bem&#252;hen von <a href="http://www.pottblog.de/">Pottbloger Jens Matheuszik</a>, ein wenig Licht in die Sache zu bringen. Seine inzwischen 11-teilige Serie <a href="http://www.pottblog.de/2008/11/28/13-monate-derwesten-die-waz-krise/">13 Monate DerWesten / Die WAZ-Krise</a> enth&#228;lt einige wirklich lesenswerte St&#252;cke und Interviews. Dazu geh&#246;rt &#252;brigens auch ein <a href="http://www.pottblog.de/2008/11/28/interview-mit-stefan-laurin-und-djure-meinen-13-monate-derwesten/">Interview mit mir und Stefan Laurin</a>, das man aber zumindest um meinetwillen nicht unbedingt lesen muss. Viel pr&#228;gnanter und in seiner gewohnt bildreichen Sprache <a href="http://www.pottblog.de/2008/12/01/interview-mit-don-alphonso-ueber-13-monate-derwesten/">antwortet</a> <a href="http://rebellmarkt.blogger.de/">Don Alphonso</a> auf Jens Fragen.</p>
<p>Mir geht es mit Don Alphonso &#252;brigens ein wenig wie Peter Hogenkamp, der &#8211; ebenfalls mit Bezug auf Jens Interview &#8211; &#252;ber ihn <a href="http://blog.hogenkamp.com/2008/12/01/journalisten-und-blogger-die-dreiundzwanzigste-blogger-verachten-ist-leichter/">schreibt</a>:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Don Alphonso, mit dem ich quasi naturgem&#228;ss nicht immer einverstanden bin (aber &#246;fter, als man von weitem meinen sollte) &#8230;&#8221;</p>
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		<title>Von der Angemessenheit der Mittel: Proteststerben</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2008 20:32:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Über den Westen]]></category>
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		<category><![CDATA[protest]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitungen]]></category>
		<category><![CDATA[waz]]></category>

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		<description><![CDATA[Ungew&#246;hnliche Situationen erfordern ungew&#246;hnliche Ma&#223;nahmen. Doch das, was sich ein paar Journalisten der WAZ Mediengruppe heute in Recklinghausen geleistet haben, finde ich gelinde gesagt daneben.
Auf Einladung einer DJV-Gruppe traf man sich aus Protest gegen den angek&#252;ndigten Umbau der WAZ Mediengruppe zum symbolischen Sterben in der Innenstadt.
So ein Die In findet gut gemacht hohe Aufmerksamkeit und weckt starke Emotionen. Wenn man auf Krieg, Folter oder Todesgefahren hinweisen will, halte ich diese dramatische Protestform f&#252;r durchaus angemessen.
Hier geht es aber nicht um Todesgefahren. Niemand ist in irgendeiner Weise an Leib und Leben ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ungew&#246;hnliche Situationen erfordern ungew&#246;hnliche Ma&#223;nahmen. Doch das, was sich ein paar Journalisten der WAZ Mediengruppe heute in Recklinghausen geleistet haben, finde ich gelinde gesagt daneben.</p>
<p>Auf Einladung einer DJV-Gruppe traf man sich aus Protest gegen den <a href="http://www.pottblog.de/2008/10/24/sparplaene-bei-der-waz-mediengruppe-werden-konkreter/">angek&#252;ndigten Umbau</a> der WAZ Mediengruppe <a href="http://www.medienmoral-nrw.de/2008/11/proteststerben-in-recklinghausen/">zum symbolischen Sterben</a> in der Innenstadt.</p>
<p>So ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die-in">Die In</a> findet gut gemacht hohe Aufmerksamkeit <span id="more-586"></span>und weckt starke Emotionen. Wenn man auf Krieg, Folter oder Todesgefahren hinweisen will, halte ich diese dramatische Protestform f&#252;r durchaus angemessen.</p>
<p>Hier geht es aber nicht um Todesgefahren. Niemand ist in irgendeiner Weise an Leib und Leben bedroht. Es geht vor allem um &#8211; dem Vernehmen nach ohnehin lausige &#8211; Arbeitspl&#228;tze. Und nebenbei geht es um den Erhalt von Qualit&#228;tsjournalismus. Wichtig! Aber Kinkerlitzchen im Vergleich zu Todesgefahren.</p>
<p>Auf den <a href="http://www.medienmoral-nrw.de/fotovideo/">Fotos</a> von der Aktion sieht das Ganze &#252;brigens nicht gerade nach einem gut geprobten Die In aus. Mich erinnert das eher an einen Hartz IV-Protest. Seit wann stirbt man auf Isomatten? Und deckt sich noch schnell mit Zeitung zu?</p>
<p>&#220;brigens: Im Pottblog findet sich die aktuelle <a href="http://www.pottblog.de/2008/11/14/resolution-der-lokalredakteure-der-waz-mediengruppe/">Mitarbeiterresolution</a> der redaktionellen Mitarbeiter der WAZ-Mediengruppe, die durchaus Grundlage einer konstruktiven Diskussion sein k&#246;nnte. Ob Gesch&#228;ftf&#252;hrer, die einen <a href="http://www.50hz.de/die-waz-mediengruppe-bloggt-wie-ausgedruckt/">solchen Stil</a> pflegen aber &#252;berhaupt diskutieren k&#246;nnen?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Weltstadt Varel: taz zum Fr&#252;hst&#252;ck</title>
		<link>http://50hz.de/weltstadt-varel-taz-zum-fruehstueck/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 10:19:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Vom Jadebusen]]></category>
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		<category><![CDATA[Varel]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Es geht ja die M&#228;r, ich sei hier in einem Kaff gelandet. Gern zieht man mich mit der Frage nach flie&#223;end Wasser, Stromanschluss oder &#8211; schon etwas realistischer &#8211; DSL-Versorgung auf. Das ist nat&#252;rlich alles Quatsch.
In vielen Belangen kann es Varel durchaus mit gr&#246;&#223;eren St&#228;dten aufnehmen. Angefangen bei der Verkehrsinfrastruktur &#8211; man zeige mir den M&#252;nchener, der es unter 45 Minuten in den Flieger nach Frankfurt schafft &#8211; und endend bei der Versorgung mit aktuellen Holzmedien.
Ab heute lesen wir n&#228;mlich wieder einmal die taz. Zumindest f&#252;r ein paar Wochen. Schuld ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-460 alignright" title="taz_achse_des_boesen" src="http://www.50hz.de/wp-content/uploads/2008/10/taz_achse_des_boesen.jpg" alt="" width="300" height="275" /></p>
<p>Es geht ja die M&#228;r, ich sei hier in einem Kaff gelandet. Gern zieht man mich mit der Frage nach flie&#223;end Wasser, Stromanschluss oder &#8211; schon etwas realistischer &#8211; DSL-Versorgung auf. Das ist nat&#252;rlich alles Quatsch.</p>
<p>In vielen Belangen kann es Varel durchaus mit gr&#246;&#223;eren St&#228;dten aufnehmen. Angefangen bei der Verkehrsinfrastruktur &#8211; man zeige mir den M&#252;nchener, der es unter 45 Minuten in den Flieger nach Frankfurt schafft &#8211; und endend bei der Versorgung mit aktuellen Holzmedien.</p>
<p>Ab heute lesen wir n&#228;mlich wieder einmal die taz. Zumindest f&#252;r ein paar Wochen. Schuld ist <a href="http://twitter.com/51hz">@51hz</a>, die bei einem Souper im <a href="http://www.taz.de/zeitung/ueberuns-verlag/tazcafe/">tazcafé</a> in der <span style="text-decoration: line-through;">Kochstra&#223;e</span> Rudi-Dutschke-Stra&#223;e dem Locken der ausliegenden Postkarten nicht widerstehen konnte.</p>
<p>Meine in diesem Zusammenhang ge&#228;u&#223;erte Bef&#252;rchtung, regelm&#228;&#223;ig die taz von vorgestern lesen zu m&#252;ssen, war &#8211; das hat selbst mich dann heute &#252;berrascht &#8211; unbegr&#252;ndet. Die taz kommt in der Weltstadt Varel druckfrisch mit dem Tr&#228;ger.</p>
<p>Doch damit nicht genug. Im <a href="http://blog.50hz.de/2007/07/03/taz-wars-dann-wohl-mit-watz/">Gegensatz zu den Menschen im Westen</a>, k&#246;nnen wir im Norden uns am Regionalteil &#8220;taz nord&#8221; erfreuen.</p>
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