Varel: Lärmschutz (noch) ohne Rückhalt
Auf der gut besuchten Informationsveranstaltung der Vareler Bürgerinitiative Lärmschutz im Juli gab es – zumindest für Gutwillige – ein wenig Hoffnung auf rechtzeitigen Lärmschutz und kreuzungsfreie Querungen entlang der künftig stärker befahrenen Bahnstrecke von Oldenburg zum JadeWeserPort.
Vor zwei Wochen kam dann bei der Folgeveranstaltung die Ernüchterung. Seitens der Bahn herrscht entgegen der gemachten Versprechen eisernes Schweigen. Und auch von Verwaltung und Rat gibt es wenig Rückhalt. Zwar bemüht sich der Bürgermeister zumindest informiert zu bleiben, gestaltend konnte er bislang jedoch nicht eingreifen.
Wirklich erschreckend war das Desinteresse des Rates. Zwar waren alle Ratsmitglieder eingeladen, doch außer dem Vorsitzendes des Verkehrsausschusses Georg Ralle war niemand gekommen. (Auch nicht von den von mir unterstützten Grünen, das sei hier unumwunden eingestanden.)
Der SPD-Mann Ralle machte das Desinteresse des Rates jedoch eher schlimmer, als dass er den Eindruck zu lindern vermochte. Wenn ich ihn richtig verstanden haben, sieht er sich selbst und den Rat beim Thema Bahnausbau gar nicht in der Pflicht. Solange die Bürger keine Anträge stellten, könne man nicht tätig werden. Angesichts der zu erwartenden dramatischen Belastungen eine merkwürdige Auffassung von Ratsarbeit.
Weitere Informationen zum Thema finden sich beim Friebo.
(Hinweis: Ich habe die Grünen für das Thema sensibilisiert. Derzeit steht die Bundestagswahl im Vordergrund. Doch ich hoffe, im Anschluss daran kann das Thema Bahnausbau auf die Agenda genommen werden.)
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