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	<title>Kommentare zu: Wer erkl&#228;rt unseren Kindern das Internet?</title>
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		<title>Von: fritten.cc &#187; Blog Archive &#187; Opa, wie war das damals im Internet?</title>
		<link>http://50hz.de/wer-erklaert-unseren-kindern-das-internet/comment-page-1/#comment-1125</link>
		<dc:creator>fritten.cc &#187; Blog Archive &#187; Opa, wie war das damals im Internet?</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 02:08:06 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Djure Meinen &#8211; Vater und aktiv in der digitalen Schulpolitik. [...]</description>
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		<title>Von: Medienkompetenz: Ich bin ein â€œDigital Dadâ€ Â» 50hz - Werkstatt für Netzkommunikation</title>
		<link>http://50hz.de/wer-erklaert-unseren-kindern-das-internet/comment-page-1/#comment-1017</link>
		<dc:creator>Medienkompetenz: Ich bin ein â€œDigital Dadâ€ Â» 50hz - Werkstatt für Netzkommunikation</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 10:21:25 +0000</pubDate>
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		<description>[...] meinem Bem&#252;hen um die Medienkompetenz von Lehrern und Eltern bin ich &#8211; das zeigt auch die Diskussion hier &#8211; nat&#252;rlich nicht [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] meinem Bem&#252;hen um die Medienkompetenz von Lehrern und Eltern bin ich &#8211; das zeigt auch die Diskussion hier &#8211; nat&#252;rlich nicht [...]</p>
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		<title>Von: Djure Meinen</title>
		<link>http://50hz.de/wer-erklaert-unseren-kindern-das-internet/comment-page-1/#comment-991</link>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 19:43:45 +0000</pubDate>
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		<description>Interessant: Auch Schirrmacher will an die Internetbildung ran.

&quot;Meine Forderung: das Internet ernst nehmen heisst unsere Schulen, Universit&#228;ten, Arbeitspl&#228;tze, aber auch die Medizin fundamental zu erg&#228;nzen.&quot;

Allerdings glaubt er wohl, die Entwicklung &quot;aufhalten&quot; zu k&#246;nnen und zu m&#252;ssen.

Quelle: http://s.50hz.de/5j</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant: Auch Schirrmacher will an die Internetbildung ran.</p>
<p>&#8220;Meine Forderung: das Internet ernst nehmen heisst unsere Schulen, Universit&#228;ten, Arbeitspl&#228;tze, aber auch die Medizin fundamental zu erg&#228;nzen.&#8221;</p>
<p>Allerdings glaubt er wohl, die Entwicklung &#8220;aufhalten&#8221; zu k&#246;nnen und zu m&#252;ssen.</p>
<p>Quelle: <a href="http://s.50hz.de/5j" rel="nofollow">http://s.50hz.de/5j</a></p>
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		<title>Von: Sascha Stoltenow</title>
		<link>http://50hz.de/wer-erklaert-unseren-kindern-das-internet/comment-page-1/#comment-981</link>
		<dc:creator>Sascha Stoltenow</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 19:52:19 +0000</pubDate>
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		<description>@Djure: Der Unterton ist kein Unterton, und er ist nicht pessimistisch. Es ist - im profesionellen Kontext - eine ganz deutliche Absage an viele der selbst ernannten Social Media Experten, die aus erfolgreichen Internet-Marketing-Kampagne schlie&#223;en, dass die Affirmation gegen&#252;ber Kunden und Mitarbeitern, das einzig erfolgreiche Rezept ist. Wenn wir diese Haltung auf Bildung und andere gesellschaftlich relevanten Prozesse &#252;bertragen, werden wir nicht nur die digitale Tribalisierung erleben, sondern auch die &#220;bertragung steinzeitlicher Konfliktl&#246;sungsmechanismen auf die Moderne. Das ist dann doch wieder etwas pessimistisch ;-)

Aber: Leben findet nicht nur medial vermittelt statt. Genau das zu vermitteln, ist der aufkl&#228;rerische Impuls, den ich vermisse, und der mit Bezug auf Stimmen wie der von Schirrmache, so leicht bei Seite gewischt wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Djure: Der Unterton ist kein Unterton, und er ist nicht pessimistisch. Es ist &#8211; im profesionellen Kontext &#8211; eine ganz deutliche Absage an viele der selbst ernannten Social Media Experten, die aus erfolgreichen Internet-Marketing-Kampagne schlie&#223;en, dass die Affirmation gegen&#252;ber Kunden und Mitarbeitern, das einzig erfolgreiche Rezept ist. Wenn wir diese Haltung auf Bildung und andere gesellschaftlich relevanten Prozesse &#252;bertragen, werden wir nicht nur die digitale Tribalisierung erleben, sondern auch die &#220;bertragung steinzeitlicher Konfliktl&#246;sungsmechanismen auf die Moderne. Das ist dann doch wieder etwas pessimistisch ;-)</p>
<p>Aber: Leben findet nicht nur medial vermittelt statt. Genau das zu vermitteln, ist der aufkl&#228;rerische Impuls, den ich vermisse, und der mit Bezug auf Stimmen wie der von Schirrmache, so leicht bei Seite gewischt wird.</p>
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	<item>
		<title>Von: Tina Guenther</title>
		<link>http://50hz.de/wer-erklaert-unseren-kindern-das-internet/comment-page-1/#comment-970</link>
		<dc:creator>Tina Guenther</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 10:50:50 +0000</pubDate>
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		<description>Lobo hat v&#246;llig recht, sowohl in der Diagnose &#252;ber den revolution&#228;ren Charakter des Internet als auch in der Konsequenz, dass wir die Kinder und Jugendlichen heranf&#252;hren und ihnen vielf&#228;ltige auf das Netz bezogene Kompetenzen vermitteln m&#252;ssen m&#252;ssen (ich w&#252;rde das Medienkompetenz im weitesten Sinn nennen), und zwar weit &#252;ber die Medienkompetenzen der Generation ihrer Eltern hinaus. 

Denn gerade weil das Internet ja alle bisher erfundenen Medien einschlie&#223;t, kombiniert, weiterf&#252;hrt, gerade weil wir alle daran mitschreiben, mitgestalten, mitprogrammieren k&#246;nnen (die entsprechenden Skills vorausgesetzt), schlie&#223;en Medienkompetenzen, wie wir sie f&#252;r das 21. Jahrhundert brauchen, neben reinen Lese- und Suchkompetenzen auch gestalterische Kompetenzen mit ein: eine Geschichte schreiben, eine Story erz&#228;hlen, fotografieren, eine Kamera f&#252;hren, einen Beitrag uploaden, Kenntnisse &#252;ber rechtliche Rahmenbedingungen, Kenntnisse &#252;ber die &quot;dunklen Seiten des Internet&quot; wie z.B. Internetkriminalit&#228;t, aber weit dar&#252;ber hinaus auch: eine konsistente Darstellung des eigenen Ich in verschiedenen Rollen und Kontexten geben. 

Ganz klar: Medienerziehung geh&#246;rt ins Bildungssystem auf allen Ebenen inklusive der Lehrerausbildung. Schon w&#228;hrend meiner Schulzeit, als das Fernsehen dominant und die Videokasette gerade en Vogue war, praktizierten meine Lehrer seltsames Doppelverh&#228;ltnis in Bezug auf Medien: Einerseits erz&#228;hlten uns unsere Lehrer viel davon, wie uns das Fernsehen uns vermeintlich zu Couch-Potatoes, Analphabeten oder Gewaltt&#228;tern macht, andererseits haben sie uns viele ausgesucht schlechte Kriegsfilme verabreicht, um die Lehrstunde nicht selbst gestalten zu m&#252;ssen. Im Interesse der Kinder darf sich dieses Doppelverh&#228;ltnis nicht wiederholen; da schlie&#223;e ich mich Deinem Appell sehr gern an helfe auch gern mit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lobo hat v&#246;llig recht, sowohl in der Diagnose &#252;ber den revolution&#228;ren Charakter des Internet als auch in der Konsequenz, dass wir die Kinder und Jugendlichen heranf&#252;hren und ihnen vielf&#228;ltige auf das Netz bezogene Kompetenzen vermitteln m&#252;ssen m&#252;ssen (ich w&#252;rde das Medienkompetenz im weitesten Sinn nennen), und zwar weit &#252;ber die Medienkompetenzen der Generation ihrer Eltern hinaus. </p>
<p>Denn gerade weil das Internet ja alle bisher erfundenen Medien einschlie&#223;t, kombiniert, weiterf&#252;hrt, gerade weil wir alle daran mitschreiben, mitgestalten, mitprogrammieren k&#246;nnen (die entsprechenden Skills vorausgesetzt), schlie&#223;en Medienkompetenzen, wie wir sie f&#252;r das 21. Jahrhundert brauchen, neben reinen Lese- und Suchkompetenzen auch gestalterische Kompetenzen mit ein: eine Geschichte schreiben, eine Story erz&#228;hlen, fotografieren, eine Kamera f&#252;hren, einen Beitrag uploaden, Kenntnisse &#252;ber rechtliche Rahmenbedingungen, Kenntnisse &#252;ber die &#8220;dunklen Seiten des Internet&#8221; wie z.B. Internetkriminalit&#228;t, aber weit dar&#252;ber hinaus auch: eine konsistente Darstellung des eigenen Ich in verschiedenen Rollen und Kontexten geben. </p>
<p>Ganz klar: Medienerziehung geh&#246;rt ins Bildungssystem auf allen Ebenen inklusive der Lehrerausbildung. Schon w&#228;hrend meiner Schulzeit, als das Fernsehen dominant und die Videokasette gerade en Vogue war, praktizierten meine Lehrer seltsames Doppelverh&#228;ltnis in Bezug auf Medien: Einerseits erz&#228;hlten uns unsere Lehrer viel davon, wie uns das Fernsehen uns vermeintlich zu Couch-Potatoes, Analphabeten oder Gewaltt&#228;tern macht, andererseits haben sie uns viele ausgesucht schlechte Kriegsfilme verabreicht, um die Lehrstunde nicht selbst gestalten zu m&#252;ssen. Im Interesse der Kinder darf sich dieses Doppelverh&#228;ltnis nicht wiederholen; da schlie&#223;e ich mich Deinem Appell sehr gern an helfe auch gern mit.</p>
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	<item>
		<title>Von: Djure Meinen</title>
		<link>http://50hz.de/wer-erklaert-unseren-kindern-das-internet/comment-page-1/#comment-968</link>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 16:34:55 +0000</pubDate>
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		<description>@Sascha: Kein Widerspruch. Nur warum der pessimistische Unterton? Und noch einmal: Ob sich Unterricht &#228;ndern muss, steht hier (noch) nicht zur Debatte. Lediglich die Kompetenz der Lehrenden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Sascha: Kein Widerspruch. Nur warum der pessimistische Unterton? Und noch einmal: Ob sich Unterricht &#228;ndern muss, steht hier (noch) nicht zur Debatte. Lediglich die Kompetenz der Lehrenden.</p>
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	<item>
		<title>Von: Sascha Stoltenow</title>
		<link>http://50hz.de/wer-erklaert-unseren-kindern-das-internet/comment-page-1/#comment-967</link>
		<dc:creator>Sascha Stoltenow</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 14:45:21 +0000</pubDate>
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		<description>Ehrlich gesagt, bin ich schon zufrieden, wenn Sch&#252;ler Lesen, Schreiben und Rechnen lernen und im Sinne der Aufkl&#228;rung in die Lage versetzt werden, Dinge zu hinterfragen. Dazu braucht es nat&#252;rlich auch Medienkompetenz. Diese ergibt sich aber quasi automatisch, wenn wir die erstgenannten Kulturtechniken ernst nehmen. Der von den Propagandisten einer voraussetzunglosen Kommunikation bef&#246;rderte Hype um das Internet &#246;det mich nur noch an, denn er geht mir zu oft damit einher, dass der Dialog &#252;ber die Fundamente gesellschaftlichen Zusammenlebens abgelehnt wird. Statt dessen &#252;berwiegt das &quot;Ich will alles und zwar jetzt&quot; als Auspr&#228;gung der digitalen ADHS.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ehrlich gesagt, bin ich schon zufrieden, wenn Sch&#252;ler Lesen, Schreiben und Rechnen lernen und im Sinne der Aufkl&#228;rung in die Lage versetzt werden, Dinge zu hinterfragen. Dazu braucht es nat&#252;rlich auch Medienkompetenz. Diese ergibt sich aber quasi automatisch, wenn wir die erstgenannten Kulturtechniken ernst nehmen. Der von den Propagandisten einer voraussetzunglosen Kommunikation bef&#246;rderte Hype um das Internet &#246;det mich nur noch an, denn er geht mir zu oft damit einher, dass der Dialog &#252;ber die Fundamente gesellschaftlichen Zusammenlebens abgelehnt wird. Statt dessen &#252;berwiegt das &#8220;Ich will alles und zwar jetzt&#8221; als Auspr&#228;gung der digitalen ADHS.</p>
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	<item>
		<title>Von: Djure Meinen</title>
		<link>http://50hz.de/wer-erklaert-unseren-kindern-das-internet/comment-page-1/#comment-966</link>
		<dc:creator>Djure Meinen</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 10:21:42 +0000</pubDate>
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		<description>@J&#252;rgen Wiese: Ich denke, mir steht es nicht zu, &#252;ber die schnelle &#252;ber eine 100seitige offenbar empirisch sehr fundierte Arbeit zu urteilen. Aber zwei Anmerkungen habe ich doch:
Zum einen finde ich es ein wenig ungl&#252;cklich, die &quot;mit der anderen Meinung&quot; als &quot;Propagandisten&quot; zu bezeichnen. Da f&#228;llt es mir schon ein wenig schwer, unvoreingenommen weiterzulesen.
Zum zweiten habe ich nach &#220;berfliegen der Arbeit den Eindruck gewonnen, Schulmeister versucht mit aller Gewalt, das genaue Gegenteil zu beweisen. Tenor: Das Internet ver&#228;ndert gar nichts, sondern ist nur eine neue Technik. Und das vor allem, um zu begr&#252;nden, dass er und niemand sonst, seine Lehre, seinen Unterricht &#228;ndern sollte oder muss.
Sich nicht &#228;ndern zu wollen, das ist mir nicht geheuer. Aber, darum geht es mir hier auch gar nicht. &#220;ber Unterricht und Lehre zu sprechen, daf&#252;r ist es viel zu fr&#252;h. Ich will nicht mehr, als dass Lehrende die ihnen Anvertrauten mit dem Internet nicht allein lassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@J&#252;rgen Wiese: Ich denke, mir steht es nicht zu, &#252;ber die schnelle &#252;ber eine 100seitige offenbar empirisch sehr fundierte Arbeit zu urteilen. Aber zwei Anmerkungen habe ich doch:<br />
Zum einen finde ich es ein wenig ungl&#252;cklich, die &#8220;mit der anderen Meinung&#8221; als &#8220;Propagandisten&#8221; zu bezeichnen. Da f&#228;llt es mir schon ein wenig schwer, unvoreingenommen weiterzulesen.<br />
Zum zweiten habe ich nach &#220;berfliegen der Arbeit den Eindruck gewonnen, Schulmeister versucht mit aller Gewalt, das genaue Gegenteil zu beweisen. Tenor: Das Internet ver&#228;ndert gar nichts, sondern ist nur eine neue Technik. Und das vor allem, um zu begr&#252;nden, dass er und niemand sonst, seine Lehre, seinen Unterricht &#228;ndern sollte oder muss.<br />
Sich nicht &#228;ndern zu wollen, das ist mir nicht geheuer. Aber, darum geht es mir hier auch gar nicht. &#220;ber Unterricht und Lehre zu sprechen, daf&#252;r ist es viel zu fr&#252;h. Ich will nicht mehr, als dass Lehrende die ihnen Anvertrauten mit dem Internet nicht allein lassen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jürgen Wiese</title>
		<link>http://50hz.de/wer-erklaert-unseren-kindern-das-internet/comment-page-1/#comment-965</link>
		<dc:creator>Jürgen Wiese</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 21:33:58 +0000</pubDate>
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		<description>@Djure:

Ich halte die These von Weigert zu &#252;berspitzt - und deutlich zu simpel. Wer mag, kann ja mal &quot;Gibt es eine Net-Generation&quot; von Schulmeister ( http://www.zhw.uni-hamburg.de/pdfs/Schulmeister_Netzgeneration.pdf ) lesen, dort werden die Argumente vieler 2.0-Ikonen relativiert und auf das meiner Ansicht nach notwendige Ma&#223; an Bescheidenheit (und Relevanz) gestutzt.

Ein paar zusammenfassende Thesen daraus (in diesem Zusammenhang m&#246;chte ich insbesondere die These Nr. 8 erw&#228;hnen):

1. Die Besch&#228;ftigung der Kinder und Jugendlichen mit Medien ist nur ein integrierter Teil ihrer gesamten Freizeitaktivit&#228;ten, deren prim&#228;res Ziel das Gewinnen von Freundschaften und das Zusammensein mit Freunden ist. Wer seinen Fokus ausschlie&#223;lich auf die Medien richtet, kann diesen wichtigen Bezug zur Sozialisation der Jugendlichen &#252;bersehen.

2. Selbst wenn wir nur die Mediennutzung betrachten, m&#252;ssen wir feststellen, dass die klassischen Medien wie Fernsehen und Film (Video) bei den Jugendlichen Priorit&#228;t heben und die reine Unterhaltungsfunktion der Medien noch nicht obsolet geworden ist. 

3. Aus einer sozialisationstheoretischen Perspektive heraus besonders interessant sind die leider bisher wenigen Beobachtungen, dass die Gewichte der Aktivit&#228;ten sich w&#228;hrend der Entwicklung der Jugendlichen ver&#228;ndern, dass z.B. die Rolle der Zeitschriften mit dem Alter zunimmt, in dem es gilt, sich ansprechende Idole zu sichern.

4. Schl&#252;sselt man den Umgang mit Computer und Internet nach Funktionsarten auf, so wird erstens deutlich, dass die klassischen Medien Musik und Film erneut mit substanziellen Anteilen vorkommen, und dass zweitens die dominanten Funktionen Email, Chat, Internet-Telefonie sowie das Aufsuchen von Community- Websites deutlich machen, dass ein Gutteil der Computernutzung der Kommunikation
und der Kontaktpflege dient und den ebenfalls gestiegenen Gebrauch
des Mobiltelefons unterst&#252;tzt.

5. Fasst man Freizeitziele, Ziele des Mediengebrauchs und Intentionen der Computernutzung zusammen, so zeichnet dieses Ensemble sozialer Aktivit&#228;ten ein durchaus traditionelles Bild vom Prozess des Erwachsenwerdens. Freundschaften pflegen und mit Peers kommunizieren sind seit jeher die wichtigsten Sozialisationsziele gewesen. Unterhaltung und Spiel als Besch&#228;ftigung f&#252;r Gruppen, aber auch in Phasen des Alleinseins, stellen ein n&#252;tzliches und sinnvolles Mittel f&#252;r soziale Aushandlungsprozesse, f&#252;r den Erwerb von Regeln, f&#252;r die kognitive und emotionale Auseinandersetzung mit Aufgaben und Problemen dar.

6. Differenziert man sowohl nach den Aktivit&#228;ten als auch nach Alter der Kinder und Jugendlichen, so wird eine Entwicklung von Interessen und Einstellungen erkennbar, die ein durchaus klassisches Bild von der Sozialisation der Jugendlichen zeichnet, vom solit&#228;ren Spiel zur sozialen Kommunikation.

7. (...) Viel wichtiger ist aber, dass diese Differenzierungen
auch ein deutliches Bild davon entwerfen, wie sich Mediengebrauch und Medienkompetenz nach ethnischer und sozialer Herkunft unterscheiden. Die digital Divide wird nicht aufgehoben durch die ubiquit&#228;re Verf&#252;gbarkeit der Medien.

8. In dem so beschriebenen Bild der jugendlichen Aktivit&#228;ten ist nichts Ungew&#246;hnliches zu sehen. Die Tatsache, dass heute andere Medien genutzt werden als in fr&#252;heren Zeiten rechtfertigt es nicht, eine ganze Generation als andersartig zu mystifizieren. Im Gegenteil, die Generation, die mit diesen neuen Medien aufw&#228;chst, betrachtet sie als ebenso selbstverst&#228;ndliche Begleiter ihres Alltags wie die Generationen vor ihr den Fernseher, das Telefon oder das Radio.

9. Ein Transfer der durch den Umgang mit dem Computer erworbenen Kompetenzen auf das Lernen scheint noch nicht â€“ oder zumindest nicht in dem erwarteten Ma&#223;e â€“ stattzufinden. Die Benutzung des Computers sowohl f&#252;r die Schulaufgaben als auch f&#252;r das Studium in der Universit&#228;t wird n&#252;chtern als Mittel zum Zweck betrachtet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Djure:</p>
<p>Ich halte die These von Weigert zu &#252;berspitzt &#8211; und deutlich zu simpel. Wer mag, kann ja mal &#8220;Gibt es eine Net-Generation&#8221; von Schulmeister ( <a href="http://www.zhw.uni-hamburg.de/pdfs/Schulmeister_Netzgeneration.pdf" rel="nofollow">http://www.zhw.uni-hamburg.de/pdfs/Schulmeister_Netzgeneration.pdf</a> ) lesen, dort werden die Argumente vieler 2.0-Ikonen relativiert und auf das meiner Ansicht nach notwendige Ma&#223; an Bescheidenheit (und Relevanz) gestutzt.</p>
<p>Ein paar zusammenfassende Thesen daraus (in diesem Zusammenhang m&#246;chte ich insbesondere die These Nr. 8 erw&#228;hnen):</p>
<p>1. Die Besch&#228;ftigung der Kinder und Jugendlichen mit Medien ist nur ein integrierter Teil ihrer gesamten Freizeitaktivit&#228;ten, deren prim&#228;res Ziel das Gewinnen von Freundschaften und das Zusammensein mit Freunden ist. Wer seinen Fokus ausschlie&#223;lich auf die Medien richtet, kann diesen wichtigen Bezug zur Sozialisation der Jugendlichen &#252;bersehen.</p>
<p>2. Selbst wenn wir nur die Mediennutzung betrachten, m&#252;ssen wir feststellen, dass die klassischen Medien wie Fernsehen und Film (Video) bei den Jugendlichen Priorit&#228;t heben und die reine Unterhaltungsfunktion der Medien noch nicht obsolet geworden ist. </p>
<p>3. Aus einer sozialisationstheoretischen Perspektive heraus besonders interessant sind die leider bisher wenigen Beobachtungen, dass die Gewichte der Aktivit&#228;ten sich w&#228;hrend der Entwicklung der Jugendlichen ver&#228;ndern, dass z.B. die Rolle der Zeitschriften mit dem Alter zunimmt, in dem es gilt, sich ansprechende Idole zu sichern.</p>
<p>4. Schl&#252;sselt man den Umgang mit Computer und Internet nach Funktionsarten auf, so wird erstens deutlich, dass die klassischen Medien Musik und Film erneut mit substanziellen Anteilen vorkommen, und dass zweitens die dominanten Funktionen Email, Chat, Internet-Telefonie sowie das Aufsuchen von Community- Websites deutlich machen, dass ein Gutteil der Computernutzung der Kommunikation<br />
und der Kontaktpflege dient und den ebenfalls gestiegenen Gebrauch<br />
des Mobiltelefons unterst&#252;tzt.</p>
<p>5. Fasst man Freizeitziele, Ziele des Mediengebrauchs und Intentionen der Computernutzung zusammen, so zeichnet dieses Ensemble sozialer Aktivit&#228;ten ein durchaus traditionelles Bild vom Prozess des Erwachsenwerdens. Freundschaften pflegen und mit Peers kommunizieren sind seit jeher die wichtigsten Sozialisationsziele gewesen. Unterhaltung und Spiel als Besch&#228;ftigung f&#252;r Gruppen, aber auch in Phasen des Alleinseins, stellen ein n&#252;tzliches und sinnvolles Mittel f&#252;r soziale Aushandlungsprozesse, f&#252;r den Erwerb von Regeln, f&#252;r die kognitive und emotionale Auseinandersetzung mit Aufgaben und Problemen dar.</p>
<p>6. Differenziert man sowohl nach den Aktivit&#228;ten als auch nach Alter der Kinder und Jugendlichen, so wird eine Entwicklung von Interessen und Einstellungen erkennbar, die ein durchaus klassisches Bild von der Sozialisation der Jugendlichen zeichnet, vom solit&#228;ren Spiel zur sozialen Kommunikation.</p>
<p>7. (&#8230;) Viel wichtiger ist aber, dass diese Differenzierungen<br />
auch ein deutliches Bild davon entwerfen, wie sich Mediengebrauch und Medienkompetenz nach ethnischer und sozialer Herkunft unterscheiden. Die digital Divide wird nicht aufgehoben durch die ubiquit&#228;re Verf&#252;gbarkeit der Medien.</p>
<p>8. In dem so beschriebenen Bild der jugendlichen Aktivit&#228;ten ist nichts Ungew&#246;hnliches zu sehen. Die Tatsache, dass heute andere Medien genutzt werden als in fr&#252;heren Zeiten rechtfertigt es nicht, eine ganze Generation als andersartig zu mystifizieren. Im Gegenteil, die Generation, die mit diesen neuen Medien aufw&#228;chst, betrachtet sie als ebenso selbstverst&#228;ndliche Begleiter ihres Alltags wie die Generationen vor ihr den Fernseher, das Telefon oder das Radio.</p>
<p>9. Ein Transfer der durch den Umgang mit dem Computer erworbenen Kompetenzen auf das Lernen scheint noch nicht â€“ oder zumindest nicht in dem erwarteten Ma&#223;e â€“ stattzufinden. Die Benutzung des Computers sowohl f&#252;r die Schulaufgaben als auch f&#252;r das Studium in der Universit&#228;t wird n&#252;chtern als Mittel zum Zweck betrachtet.</p>
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		<title>Von: 50hz &#8211; Werkstatt für Netzkommunikation &#187; Blogarchiv &#187; Jeden Tag: 19 Jahre New York Times</title>
		<link>http://50hz.de/wer-erklaert-unseren-kindern-das-internet/comment-page-1/#comment-964</link>
		<dc:creator>50hz &#8211; Werkstatt für Netzkommunikation &#187; Blogarchiv &#187; Jeden Tag: 19 Jahre New York Times</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 12:00:38 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Vielleicht als kleinen Erg&#228;nzung zu Lobos Einsch&#228;tzung der Tragweite. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Vielleicht als kleinen Erg&#228;nzung zu Lobos Einsch&#228;tzung der Tragweite. [...]</p>
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