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Das Gewese um den entwendeten Dienstwagen der Gesundheitsministerin geht mir gehörig auf den Sack. Ulla Schmidt leitet ein Ministerium mit gut 1.200 Mitarbeitern und trägt Verantwortung für hunderttausende Ärtzte, Krankenschwestern und Mitarbeiter der Krankenkassen. Sie muss wie alle Manager in solchen Positionen jederzeit arbeitsfähig und beweglich sein. Auch im Urlaub.

Hätte Ulla Schmidt einen entsprechenden Job in der freien Wirtschaft, würde sie nicht nur besser bezahlt, es wäre zudem eine pure Selbstverständlichkeit, ihr den ihrer Arbeitsweise am besten entsprechenden dienstlichen Komfort auch im Urlaub zu gewähren. Wenn das nichts weiter als ihr Dienstwagen mit Fahrer ist. Bitteschön. Das steht ihr zu. Dafür zahle ich gerne Steuern.

Dass der Stammtisch das anders sieht, liegt in der der Natur der Sache. Dort fühlt der Neid sich wohl und das Gespür für den rechten Maßstab hat Lokalverbot. Schade nur, dass das Niveau der meisten Journalisten kaum mehr Flughöhe hat.

Mindestens ebenso angenervt bin ich allerdings vom Umgang der Ministerin, ihres Ministeriums und der SPD mit dem Thema. Jede Form der Rechtfertigung muss fehl gehen. Das einzige was geholfen hätte, war die Vorwärtsverteidigung. Doch darauf war man wohl weder vorbereitet noch hätte man es in Kreisen der Heimstatt aller Neidhammel – vulgo SPD – mitgetragen.

Jetzt sind wir Schwarz-Gelb wieder ein Stück näher. Mist!