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DGB // Gitta Connemann: Denn sie wissen (hoffentlich) nicht was sie tun

Gitta Connemann (CDU) vertritt den Wahlkreis Unterems als direkt gewählte Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Sie ist Vizepräsidentin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und besucht Israel und die Region regelmäßig. Nach einer Reise Anfang August hat der sie ihrer Lokalzeitung ein Interview gegeben und darin ein paar ziemlich selbstverständliche Dinge gesagt.

Die Führung der lokalen DGB-Gliederungen hat dieses Interview zum Anlass genommen, eine lange vereinbarte Rede Connemanns beim Antikriegstag an der Gedenkstätte Esterwegen abzusagen. Man fürchte einen Eklat. Den Eklat gibt es seitdem schon im Vorfeld.

Ich bin versucht, nach wie vor die Hoffnung zu hegen, dass die regionale DGB-Führung in Sachen Nahost-Konflikt noch ein wenig unterbelichteter ist als beispielsweise ich.

Andererseits zeugt der weitere Umgang mit dem Thema nicht von Einsicht oder gar Konfliktfähigkeit. Man entschuldigt sich irgendwie, bleibt aber bei der Ausladung und redet weiterhin lieber über- als miteinander. Sachlich kritische Einschätzungen zur eigenen Position wie die von Matthias Küntzel werden offenbar entweder nicht gelesen oder nicht verstanden.

Bedenklich stimmt zudem, dass auch von Landes- oder Bundesebene des DGB keine korrigierende Haltung gegenüber dem peinlichen Agieren vor Ort zu erkennen ist. Der Antikriegstag in Esterwegen dürfte in diesem Jahr eine äußerst traurige Veranstaltung werden.

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Mavens mit einer Reihe über Influencer

Maven - Influencer

“Geschickter, weil transparenter machen es viele Blogger.” Ob das so einfach stimmt, lasse ich einmal dahin gestellt. Aber ich mag diesen Satz aus dem ersten Beitrag einer Reihe der Mavens um Mark Pohlmann zum Thema Influencer trotzdem. Denn bekanntlich liegen mir Bloggerinnen sehr am Herzen.

Fängt spannend an. Hier weiterlesen und mit mir gespannt auf die Fortsetzung warten.

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Gesichter der Region: Jadebay castet für Imagefilm

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Die JadeBay will besseren Imagefilm produzieren und scheint dabei auf einem mutigen Weg zu sein. Jetzt casten sie dafür Menschen und Dinge. Alles wichtige dazu in folgender Pressmitteilung.

Erfinder, Tüftler, Zwei- und Vierradfreaks, Schauspieler, Fans der Region: Aufgepasst, wir suchen Sie!

Casting für JadeBay Imagefilm

Imagefilme sind Geschmackssache. Oft sind sie eine Aneinanderreihung von Hochglanzbildern. Industrie hier, die Vorzeigefamilie da. Doch der Film für die JadeBay-Region soll anders werden. Er soll sich anfühlen. Sympathisch, gerne auch ein bisschen schräg, erfinderisch, einfallsreich und originell sein. Und er soll zeigen: hier, in Wilhelmshaven, Friesland, Wittmund oder in der Wesermarsch, fühlt sich das Leben eben anders und besonders an.

Das Drehbuch für den Film steht, aber die Idee bleibt natürlich noch ein Geheimnis. Realisiert wird der JadeBay-Drei- bis Vierminüter vom bewährten Südzentralenfilm-Team, den “puzzle pictures” Gründern Andree Betten und Christopher Groß und der Journalistin Carola Schede.

Damit der Film aber genauso wird, wie sich die Drei das vorstellen, brauchen sie noch eine ganze Menge: verrückte Fahrzeuge auf zwei oder vier Rädern, erfinderische Flugobjekte und vor allem Menschen, die Lust haben, an diesem filmischen Abenteuer für die Region mitzumachen. Vielleicht als “Schauspieler”, vielleicht auch nur als Statisten. Es können gar nicht zu viele sein, denn jedes Gesicht wird damit ja auch ein Gesicht der Region.

Wer Lust und Zeit hat ist herzlich eingeladen – auf zwei Füßen oder mit Fahrzeugen oder Fortbewegungsmitteln aller Art – zum Casting.

Wann? Dienstag, 12. August 2014, 16.30 bis ca. 20.30 Uhr
Wo? Gewerbezentrum Kutterstraße 3, 26386 Wilhelmshaven

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Israel: Da nichts einfach ist

israelWer links sozialisiert ist, stellt sich auf die Seite der Schwachen. Flüchtlingslager, hungernde Kinder und Tote unter der Zivilbevölkerung: Das sind starke Zeichen für Schwäche. Eine funktionierende Demokratie, eine Luftwaffe und die USA als Verbündete bedeuten Stärke. Im sogenannten Nahost-Konflikt erschien es mir daher lange Zeit einfach, mich gegen isrealisches Handeln zu positionieren.

Begegnungen, Texte und ein wenig Weisheit des Alterns haben seit ein paar Jahren die Erkenntnis reifen lassen: Einfach ist in diesem Konflikt überhaupt nichts. Nicht für die Kinder in Gaza. Aber genauso nicht für Israelis, die mit der schrecklichen Tatsache leben müssen, dass bei einigen ihrer Nachbarn die Auslöschung der Juden quasi Verfassungsrang hat.

Da nichts einfach ist und ich viel zu weit weg und zu wenig im Thema bin, versuche ich mittlerweile, mich herauszuhalten.

Parallel dazu wächst die Einsicht, dass ich mich in der Vergangenheit typischer antisemitischer Muster bedient habe. Ich war und bin natürlich kein Antisemit. Aber meine Sozialisation – die unserer Gesellschaft – steht in Jahrtausende währender antisemitischer Tradition. Sich dessen bewusst zu werden, ist ein schmerzhafter Prozess. Neu zu denken ist anstrengend.

Gut, dass es Menschen wie Wolfgang und Jan gibt, die mich – uns – mit scharfer Analyse und konkreter Erfahrung dabei unterstützen.

Besonders zum Lesen empfohlen:

  • Wolfgangs ausführliche Analyse der alltäglichen Antisemitismen, von denen auch mich nach wie vor nicht komplett frei sprechen will.
  • Ergänzend sein Text zur Darstellung des Nahost-Krieges in den (öffentlich-rechtlichen) Medien.
  • Der Facebook-Stream von Jan.
  • Und – schon älter – eine Anleitung der taz zum Verfassen eines richtig guten antiisraelischen Textes.

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Hornochse meets NerdFon: Facebook Klone greifen an

nerdfonIch habe mich von dem Reinfall in Sachen Betrug mit gefälschten Facebook-Identitäten mittlerweile gut erholt. Derzeit warte ich gespannt auf die Rechnung der Telekom. Die Betrugsmasche scheint gerade massiv um sich zu greifen und schafft es regelmäßig in die Mainstream-Medien.

Für meine Begriffe wird dabei zu wenig auf die entscheidende Sicherheitslücke eingegangen. Geklonte Facebook-Profile sind ärgerlich und erfordern erhöhte Aufmerksamkeit. Klar! Aber ohne das Zusammenwirken mit anderen Diensten sind sie für die Betrüger weitgehend wertlos.

Viel wichtiger ist daher, auf die Dienste der Mobilfunkprovider für Drittanbieter hinzuweisen. Dank dieser Dienste tragen sehr viele Menschen ein quasi unbegrenztes Zahlungssystem mit sich herum, von dessen Existenz sie oft gar nicht wissen. Das ist in etwa so als würden uns Banken mit Kontokarten für den Auszugsdrucker ausstatten, die ohne unser Wissen eine unlimitierte Kreditkarte beinhalten.

Im gestern mit Pascal Kurschildgen aufgezeichneten NerdFon Podcast habe ich noch mal ausführlich meine Eselei geschildert – weidet Euch gerne an meiner Naivität -, bin aber auch noch einmal sehr umfangreich auf die Dienste der Drittanbieter eingegangen. Hört einfach mal rein.

Und stellt Euch abschließend die Frage: Brauche ich die Dienste? Wenn nein, lasst sie einfach sperren. Ein Anruf beim Provider genügt.