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Über die Versuche Twitter zu erklären, habe ich hier schon des öfteren geschrieben. In jüngster Zeit versucht sich vermehrt auch die Print-Presse an dem Thema. So nun auch mein lokales Hausblatt NWZ.

Gleich im zweiten Absatz des Artikels stand ich knapp vor der fristlosen Kündigung meines Abonnements, wird dort doch die Frage „Aber was ist das überhaupt – ‚Twitter‘?“ mit dem an Inhaltsleere nicht zu überbietenden Satz,

„Im Grunde handelt es sich um einen Micro-Blogging-Dienst, gegründet 2007 in San Francisco.“

beantwortet.

Aha! Soso.

Doch im weiteren Verlauf fängt sich die Autorin Esther Rothstegge – bei Twitter @mrsbooks – und liefert dann doch einen ganz passablen Artikel ab. Ein Artikel allerdings, der Insidern wenig Neues vermittelt und Neulingen vermutlich auch keinen Zugang zum Thema eröffnet.

Doch letztlich mag ich diese Schwäche niemandem vorwerfen. Twitter ist nun mal schwierig zu erklären und anders als mancher Feuilletonist großer Blätter wahrt Frau Rothstegge Neutralität, befragt Experten – darunter @mediaocean Steffen Büffel – und wagt den Selbstversuch.

Schade nur, dass wieder einmal die Stärke einer Regionalzeitung nicht ausgespielt wird. Im Verbreitungsgebiet der NWZ gibt es immerhin ein paar recht erfolgreiche Twitter-User, darunter mit @GarreltDuin ein @JuliaKloecknerPendant, mit @matthiasgroote einen erfolgreichen Twitter-Wahlkämpfer, mit @ralphmakolla einen profilierten Lokalpolitiker und mit @AStollenwerk und @4ndreDuering ein paar lebhafte Nachwuchspolitikertwitterer.

Möglicherweise hätte man auch noch einen Twitter-Experten im Nordwesten gefunden. Ob der @mediaocean ebenbürtig gewesen wäre, mögen andere beurteilen ;-)

Hinweis: Während ich diesen Artikel schreibe, erreicht micht übrigens die Nachricht, dass auch der hier bereits einmal erwähnte Chef vom Dienst der NWZ Frank Jungbluth – @Frank_Jungbluth – nun zu meinen Followern zählt. Herzlich Wilkommen!