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[24. Juni 2011 | 6 Kommentare | 2.862 Leser]
Tag der Architektur im “Haus Meinen” (Update)

Seit knapp zwei Jahren leben wir nun in unserem auch schon mal als Bretterbude geschmähten Neubau am Wiesengrund. Und wir sind rundum zufrieden: Mit der ungewöhnlichen Architektur, mit der Wohnqualität, mit dem Energieverbrauch und mit den Brettern. Einzig der Umstand, dass es uns auch in diesem Haus an passenden Lampen mangelt und Kinder und Hund, die eine oder andere Ecke schon renovierungsbedürftig gewohnt haben, trübt an schlechten Tagen die Stimmung.
Als uns unser Architekt Martin Kahrs vor ein paar Monaten bat, seinen Entwurf und die Umsetzung beim Tag der Architektur anmelden …

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Es ist echt Arbeit, Vom Jadebusen »

[16. November 2011 | Ein Kommentar | 1.211 Leser]

Nein! Ich bin kein Social-Media-Experte.

Ich bin ein gut ausgebildeter Volkswirt. Ich habe Beruferfahrung im Umfeld kommunaler Betriebe, ich habe am Aufbau eines Unternehmens für  Medienbeobachtung im Internet mitgewirkt und ich bin Blogger der zweiten und Social-Media-Nutzer der ersten Generation. Darüber hinaus sagt man mir nach, dass ich komplizierte Dinge so erklären kann, dass sie verständlich werden.

Mit diesem Hintergrund berate ich Unternehmen und Einzelpersonen, die ihre Berühungsängste beim Umgang mit dem Internet abbauen wollen, um so ihre Umwelt besser zu verstehen und besser verstanden zu werden.

Aber ein Social-Media-Experte bin ich nicht. Es sei denn…

… es der letzte Montag im Monat, 16.30 Uhr und ihr habt Radio Jade eingeschaltet. Dann startet nämlich der Servicepunkt Internet, in dem ich mit wechselnden Moderatoren über das Internet im Allgemeinen und Social Media im Besonderen plaudere.

Entstanden ist die Idee für diesen Servicepunkt nach einem Interview zum Facebook-Ausstieg des Landkreises Friesland. Seitdem bin ich monatlich Gast im Radio Jade-Studio in Jever.

Die Arbeit mit dem Team dort macht mir sehr großen Spaß und ich hege gemeinsam mit den Leuten des Senders die leise Hoffnung, dass mir eine paar Leute zuhören.

Wer sich einen Eindruck von dem Format verschaffen möchte, kann ja mal in diese Sendung zum Thema Twitter reinschnuppern:

Servicepunkt Internet: Twitter by Cultural Hacking

Radio Jade sendet auf der Frequenz 87,8 und ist auch online zu empfangen.

Vom Jadebusen »

[3. November 2011 | 3 Kommentare | 1.167 Leser]

Heute ist ein großer Tag. Nach den Kommunalwahlen am 11. September tritt heute ab 19.00 Uhr der Rat der Stadt Varel erstmals in seiner neuen Besetzung zusammen. Eine solche konstituierende Sitzung ist für sich genommen eine eher anstrengende Prozedur. Da folgen Pflichtbelehrungen auf Erklärungen auf unendlich viele Wahlen mit überwiegend absehbaren Ergebnissen.

Und dennoch empfinde ich das, was da heute Abend passiert, als einen feierlichen Akt, den man gar nicht genug würdigen kann. Die 25.000 Einwohner Varels haben in freien Wahlen 32 Frauen und Männer bestimmt, die jetzt 5 Jahre lang ganz wesentlich daran mitwirken können, wie sich unser Gemeinwesen weiterentwickelt. Diese 32 Ratsleute gestalten sich heute Abend selbst den Rahmen, in dem sie ihre Aufgabe wahrnehmen wollen. Gibt es ein stärkeres Symbol für das Wesen der Demokratie?

Dass ich einer der 32 sein darf, empfinde ich als einen der schönsten Aufträge, die ich bislang wahrnehmen durfte. Gleichzeitig habe ich Respekt vor der Aufgabe und der Verantwortung. Um ehrlich zu sein: Ich bin ziemlich aufgeregt. Und ich bin gespannt, wie ich in ein oder zwei Jahren über den Rat und mein Mandat denke.

Der Rat der Stadt Varel war in den letzten Jahren manchmal Ort unschöner Auseinandersetzungen, die zu vielen Verwerfungen in der politischen Landschaft geführt haben. Seine neue Zusammensetzung spiegelt diese Zerrissenheit in gewisser Weise wieder. Dennoch zeichnet sich mit der Zusammenarbeit von SPD und CDU eine stabile Basis für die Ratsarbeit ab. Teile der Opposition kritisieren diese Stabilität   …„Ab jetzt: Ratsherr” weiterlesen…

Berliner Politik »

[7. Juli 2011 | Kein Kommentar | 2.582 Leser]

Der Bundestag hat gerade entschieden, dass der weitestgehende Antrag zur Erlaubnis der sogenannten Präimplantationsdiagnostik (PID) Gesetz werden soll. Ich bedaure das zutiefst, da ich der festen Überzeugung bin, dass diese Erlaubnis ein weiterer Schritt auf dem Weg der Entfremdung vom “Mensch sein” bedeutet.

Meine Beweggründe für die Ablehnung der PID und auch die Antwort auf die Frage, warum ich gleichzeitig kein genereller Gegner von Abtreibungen bin, hat die Grüne Bundestagsabgeordnete Birgitt Bender auf ganz vortreffliche Weise in Worte gefasst:

“Ich verstehe, dass Paare, die z.B. Tot- oder Fehlgeburten erlebt haben, leiden und den Wunsch nach einem gesunden Kind verspüren. Diese Hoffnung kann die PID in wenigen Fällen erfüllen, jedoch zu einem hohen Preis. Eine Gesellschaft gleicher Rechte und Teilhabe ist nicht vereinbar mit der Freigabe der Vorabentscheidung über Leben, das gelebt oder nicht gelebt werden darf. Ein immer weiter um sich greifendes medizinisches Optimierungsstreben verletzt und stigmatisiert alle Menschen, die sich bewusst gegen die Idee der Machbarkeit entscheiden. Ein gewichtiges Argument gegen die PID sind ferner die internationalen Erfahrungen, nach denen eine Begrenzung auf Einzelfälle nicht möglich ist.”

Den ganzen Text von Biggi Bender gibt es hier.

Schulpolitik, Vom Jadebusen »

[10. Juni 2011 | 2 Kommentare | 2.933 Leser]

… so wütend wie mein Freund Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach. Wir haben beide diesen Brief gelesen. Den Brief von Henning Sußebach an seine Tochter Marie. Marie besucht die 5. Klasse eines Gymnasiums in Schleswig-Holstein. Ein Gymnasium, das sie in acht Jahren zum Abitur führen wird. Sie muss also ein Jahr schneller sein, als die meisten Erwachsenen, die ihr das zumuten.

Marie findet das in Ordnung. Sie ist eine gute Schülerin. Sie kennt die Alternative nicht. Anders als ihr Vater, der in  seinem Brief seine eigene Kindheit zu der seiner Tochter in Beziehung stellt. Die Unterschiede sind dramatisch. Und Sußebach findet so eindringliche Worte für die Zumutungen für unsere Kinder, dass ich heulend vor Wut und Verzweifelung vor dem Rechner gesessen habe.

Wolfgang zieht daraus die Konsequenzen. In Hamburg hat er für seine Kinder eine echte Alternative zu Gymnasium und G8. Die Stadtteilschulen führen alle zum gleichen (Zentral-)Abitur wie die Gymnasien.

In Niedersachsen ist das vor allem im ländlichen Bereich nicht ganz so einfach. Gesamtschulen sind weit weg, die Plätze sind knapp. Zumal auch diese Schulen den   …„G8: Ich bin so wütend…” weiterlesen…

Berliner Politik »

[1. Juni 2011 | 2 Kommentare | 2.653 Leser]

Die verehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, eine ausgebildete Physikerin, hat jüngst bei der Ankündigung des Atomausstiegs, den sie nun für den Ihren hält, zum wiederholten male ausgeführt, eine Katastrophe wie die von Fukushima habe sie sich nicht vorstellen können. Ihr dient diese Aussage, um offiziell zu begründen, warum sie vor Fukushima von dem gesicherten Pfad des rot-grünen Atomkonsenses zu Gunsten der Atomwirtschaft abgewichen ist und nur wenige Wochen später – nach Fukushima – plötzlich einen vermeintlich radikalen Atomausstieg wagen will.

Mich enttäuscht der Sinneswandel der Kanzlerin zutiefst.

Wenn es stimmt, dass Merkel sich einen Unfall, wie den von Fukishima nicht vorstellen konnte, dann ist sie eine schlechte Physikerin. Der Unfall von Fukishima ist ein ganz normaler Super-GAU, dessen Eintreten zwar je nach Einstellung der Randbedingungen rechnerisch nicht sehr wahrscheinlich war. Dass er so oder anders katastrophal irgendwann eintreten könnte, hat jedoch kein ernst zu nehmender Experte – auch nicht die Atomwirtschaft – jemals bestritten. Auch nicht für Deutschland. Gerade Physiker sind so ausgebildet, das sie eine ziemlich genaue Vorstellung solcher Risiken haben.

Gäbe Merkel andererseits nur vor, sie habe sich Fukishima nicht vorstellen können, wäre die Schlussfolgerung nicht eben angenehmer. Denn dann hätte sie in vollem Bewusstsein der Risiken für eine massive Verzögerung des Atomausstiegs gearbeitet. Vermutlich wohl wissend, dass der überwiegende Teil ihrer Wähler diese Risiken nicht würde tragen wollen, wenn sie ihnen – wie ihr, der Physikerin – nur wirklich bewusst gewesen wären.

Wir werden also von einer schlechten Physikerin regiert. Oder von einer Kanzlerin, die uns bewusst Risiken zumutet, die eine Mehrheit der Menschen nicht tragen wollen. Wollen wir das wirklich?

Eine dritte Erklärung für Merkels Atomkurs wäre übrigens eine rein (macht-)politische. Merkel ist gerne Kanzlerin. Um vor Fukishima mit dem Wirtschaftsflügel ihrer Partei und der FDP Kanzlerin bleiben zu können, musste sie die Laufzeiten verlängern. Und jetzt gilt es eben, den Höhenflug der GRÜNEN zu stoppen. Was sie sich insgeheim vorstellen kann oder für wirklich richtig hält, ist da eher nachrangig.

In sofern fürchte ich mich überhaupt nicht vor der Abschaltung. Wer nachhaltig aus der Atomkraft aussteigen will, muss GRÜN wählen. Merkel wird jederzeit bereit sein, auch den jetzt beschlossenen Ausstieg wieder zu verzögern, wenn es ihr zum Machterhalt nützt oder nicht schadet. Das kann man nebenbei schon jetzt gut erkennen. Etwa daran, einen Reaktor als Kaltreserve zu behalten – technisch ein Witz, aber politisch ein guter Trigger für die Reaktivierung der Alt-Meiler -, oder daran, die Reststrommengen so zu übertragen, dass die neueren Reaktoren bis 2011 auf Volllast durchlaufen können.

Vermischtes »

[1. Juni 2011 | 2 Kommentare | 2.847 Leser]

Gurken waren es also nicht. Zumindest nicht die aus Spanien. Mich überrascht das wenig. Zunächst aus grundsätzlichen Überlegungen: Gerade Gurken und Tomaten wachsen heute fast nur unter so sterilen Bedingungen, dass eine massenhafte Verunreinigung mit Darmkeimen kaum erklärlich wäre.

Aber auch unser konkreter Fall macht mich skeptisch. Für Salat gibt es um diese Jahreszeit in unserer Familie sehr überschaubare Bezugsquellen. Den eigenen Garten und den Vareler Wochenmarkt. Die Beschicker beziehen Salat, Gurken und Tomaten aus eigenem Anbau und von mir bekannten regionalen Erzeugern. Als Quelle für einen massiven Ausbruch in Hamburg kommen diese Quellen kaum in Frage.

Bliebe ein Wochenende in einer Heimvolkshochschule und eine! Gurke von einem Discounter, von der wir allerdings alle gegessen haben – ungeschält. Aus der Heimvolkshochschule sind bislang keine weiteren Fälle bekannt, die Gurke hat keinen anderen von uns krank gemacht.

Spannend und befremdlich finde ich, dass sich die Gesundheitsbehörden dafür nach unserer Wahrnehmung kaum interessieren. Zwar wurden seitens des Gesundheitsamtes Standardfragen gestellt, doch seitdem herrscht Funkstille. Sogar das Angebot, neue Überlegungen zu teilen, wird abgelehnt.

Vielleicht bin ich zu sehr Laie, aber ich finde es merkwürdig, dass es keine Befragungen im näheren und weiteren Umfeld der Betroffenen gegeben hat. Lebensmittel   …„EHEC/HUS: Gesundheitsbehörden überfordert?” weiterlesen…